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Eintracht Frankfurt Japanische Annäherung

 ·  Der einstige Eintracht-Profi Brinkmann wühlt im Schlamm, während sein ehemaliger Klub fleißig an der Besetzung für die bevorstehende Saison feilt.

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Armin Veh braucht ganze Kerle. Solche, wie sie Ansgar Brinkmann schon gefunden hat. Während Eintracht-Trainer Veh in enger Abstimmung mit Sportdirektor Bruno Hübner weiter nach geeigneten Kandidaten für den Frankfurter Bundesliga-Rückkehrer sucht und bis zum Trainingsstart am 3. Juli fündig geworden sein will, hat Brinkmanns Truppe schon feste Konturen. Brinkmann, selbst einmal als Fußballprofi für die Eintracht am Ball und abseits des Platzes für manch sonderbare Episode zu haben, ist nur kurz gefordert - anders also als Veh, der perspektivisch arbeiten muss, um die Eintracht über die kommende Saison hinaus erstklassig zu halten. Brinkmann, mittlerweile 42 Jahre alt, trägt Verantwortung für die am 13. und 14. Juli in der finnischen Stadt Ukkohalla stattfindenden Weltmeisterschaft im Schlammfußball: als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Kein Scherz: Brinkmann geht mit seinen Jungs dorthin, wo es schmutzig wird.

Bei seinem alten Klub Eintracht herrscht unterdessen Urlaubsstimmung. Seit Mitte Mai schon hat das spielende Personal mitsamt dem Trainerstab Urlaub. Sieben Wochen lang Müßiggang und Zerstreuung vom sportlichen Alltag, der zur allseits erwarteten Korrektur führte und im Aufstieg gipfelte. Einige wenige immerhin sind weiter aktiv. Hübner beispielsweise. Der Manager hat unlängst mit dem Leverkusener Bastian Oczipka den vierten Neuzugang vertraglich gebunden. Weitere Verstärkungen sollen und müssen kommen, damit die Eintracht ihr Ziel schnell erreicht, ein fester Bestandteil der Bundesliga zu werden. So hat es Heribert Bruchhagen betont und als oberste Maxime ausgegeben. Auch der Vorstandschef ist um eine Auffrischung der Lizenzspielermannschaft mit neuen Kräften bemüht und steht dafür im Dialog mit Hübner. Vordergründig aber kümmert sich Bruchhagen in den kommenden drei Wochen um andere Dinge. Als Mitglied der Delegation des Deutschen Fußball-Bundes ist der Ostwestfale ganz eng bei der Nationalmannschaft dabei, die sich anschickt, bei der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine endlich einen großen Titel zu gewinnen. Der letzte Coup liegt weit zurück: 1996 siegten die Deutschen, damals noch von Berti Vogts angeleitet, dank des „Golden Goals“ von Oliver Bierhoff im Londoner Wembleystadion.

Dringend benötigter Schwung

Im Bochumer Ruhrstadion zieht neben vielen anderen auch Takashi Inui seine Bahnen. Der Japaner spielt dabei eine besondere Rolle, denn schon vor Wochen ist der flinke Profi in Hübners Fokus gerückt. Nach Möglichkeit soll er vom zweitklassigen VfL zur erstklassigen Eintracht wechseln. „Wir haben uns angenähert“, sagte unlängst Hübners Bochumer Kollege Jens Todt, der als Sportvorstand Verantwortung tief im Westen trägt. Um sich die Dienste des Japaners zu sichern, hätte die Eintracht nach den Vorstellungen des VfL eine Ablöse von zwei Millionen Euro zahlen sollen.

Die Hessen selbst waren dem Vernehmen nach nur bereit, 1,2 Millionen zu überweisen. Der 24 Jahre alte Inui, in der abgelaufenen Zweitligasaison mit sieben Treffern bester Schütze des Tabellenelften, könnte in Frankfurt für dringend benötigten Schwung in der Offensive sorgen. Im Sturm braucht Veh auf jeden Fall Verstärkung. In dem Maße nämlich, in dem sich der Kameruner Mohamadou Idrissou unentbehrlich gemacht hat, ist es dem Österreicher Erwin Hoffer bislang versagt geblieben, sich mit Nachdruck als dauerhafte zweite Kraft zu empfehlen. Auch wenn Hoffer einen Stammplatz nicht sicher hat, will er in Frankfurt bleiben. Entscheiden jedoch werden dies andere. Hübner beispielsweise, der wie schon im vergangenen Sommer mit dem SSC Neapel eine (Ausleih-)Möglichkeit finden will.

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Jahrgang 1961, Sportredakteur.

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