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Eintracht Frankfurt Hübner geht einkaufen

 ·  Bis zu sieben neue Spieler sollen zur Eintracht kommen. Ein Leistungsträger hat sich aber verletzt: Sebastian Rode hat sich den kleinen Finger gebrochen.

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Großer Medienrummel bei der Eintracht. Das Topspiel am Samstag wirft seine Schatten voraus. Eine Delegation des Bezahlsenders Sky ist zu Gast bei den Frankfurter Fußballprofis - vor allem aber, um einen ganz speziell in den Fokus zu nehmen: Bruno Hübner. Rund um den Sportdirektor basteln die Fernsehkollegen an einem Filmbeitrag, der an diesem Samstag gegen 18 Uhr gesendet wird. Eine halbe Stunde später ist Anpfiff im größten deutschen Fußballstadion. Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt. Der Meister gegen den Aufsteiger. Der Tabellenzweite gegen den Rangvierten. Die Spitzenpartie des 22. Spieltags.

Anders als Titelverteidiger und Pokalsieger BVB kann sich die Eintracht in aller Ruhe auf das Duell mit den Westfalen vorbereiten. Die sind während der Woche auf großer Reise gewesen, um sich in der Champions League in Donezk eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinales zu erarbeiten. Von der Königsklasse ist die Eintracht noch ein großes Stück entfernt. Doch die Qualifikation für die Europa League ist so unwahrscheinlich nicht. Der Vorsprung vor dem Bundesliga-Tabellenfünften beträgt sechs Punkte, und der Spielplan macht es möglich, dass nach der schweren Auswärtsbegegnung in Dortmund ausgerechnet die Reise zum SC Freiburg ansteht. Jener Klub, der eben direkt hinter der Eintracht steht.

Hübner will den nächsten Schritt

Dass Europa lockt, lässt sich nicht leugnen. Auch Hübner, der umtriebige Sportdirektor, weiß dies. Und deshalb hat der 52 Jahre alte Manager allergrößtes Interesse, dass wichtige vertragliche Dinge bis Ende März geklärt sind. In der Personalie Sebastian Jung gibt es diese terminliche Festsetzung. „Wir von Vereinsseite wollen bis dahin Klarheit“, sagt Hübner. Jung, der 22 Jahre alte Rechtsverteidiger, ist die einzige Variable im konstanten Fußballgebilde Eintracht Frankfurt. „Mit allen Stammspielern haben wir Verträge über das Saisonende hinaus“, sagt Hübner. Auch mit Sebastian Rode, der derzeit gehandicapt ist. Im Training ist der von der halben Bundesliga gejagte Mittelfeldspieler ohne gegnerische Einwirkung unglücklich zu Boden gefallen. Dabei ist ihm der kleine rechte Finger gebrochen. „Das ist nicht so schlimm“, sagt Rode. „Damit kann ich spielen.“

Hübner, umtriebig und zukunftsorientiert, will den nächsten Schritt. Wie auch Trainer Armin Veh. Und auch die beiden Vorstände Heribert Bruchhagen und Axel Hellmann hätten nichts dagegen, dass aus dem temporären Hoch ein beständiges wird. Auch deshalb hält Hübner nach „fünf bis sieben neuen Spielern Ausschau“. Vom Sommer an sollen sie für die Eintracht spielen. Vertraglich könnte aber durchaus schon früher Klarheit herrschen. Wie in der Zeit des Umbruchs nach dem Abstieg, als Hübner den Münchner Stefan Aigner von den „Löwen“ ebenso frühzeitig an die Eintracht band wie den in Kaiserslautern nur auf der Bank sitzenden Kevin Trapp.

Finanziell will die Eintracht einen Sprung machen. Schon während der winterlichen Trainingslagertage im sommerlichen Abu Dhabi hat Bruchhagen angekündigt, den Lizenzspieleretat von gut 25 auf zirka 30 Millionen Euro erhöhen zu wollen. Eine Summe, von der Sportdirektor Hübner als Untergrenze ausgeht. „Wir bekommen deutlich mehr Geld vom Fernsehen“, sagt er. Dank der guten sportlichen Leistungen hat der Tabellenvierte einen großen Sprung im Dreijahresranking gemacht. Auch nach dem Topspiel am Samstag wird sich daran nichts ändern. Sechs Punkte Vorsprung sind nicht einzuholen.

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