http://www.faz.net/-gzg-76u87
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 13.02.2013, 18:50 Uhr

Eintracht Frankfurt Hübner geht einkaufen

Bis zu sieben neue Spieler sollen zur Eintracht kommen. Ein Leistungsträger hat sich aber verletzt: Sebastian Rode hat sich den kleinen Finger gebrochen.

von
© Heiko Rhode Malheur am kleinen Finger: Eintracht-Profi Sebastian Rode.

Großer Medienrummel bei der Eintracht. Das Topspiel am Samstag wirft seine Schatten voraus. Eine Delegation des Bezahlsenders Sky ist zu Gast bei den Frankfurter Fußballprofis - vor allem aber, um einen ganz speziell in den Fokus zu nehmen: Bruno Hübner. Rund um den Sportdirektor basteln die Fernsehkollegen an einem Filmbeitrag, der an diesem Samstag gegen 18 Uhr gesendet wird. Eine halbe Stunde später ist Anpfiff im größten deutschen Fußballstadion. Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt. Der Meister gegen den Aufsteiger. Der Tabellenzweite gegen den Rangvierten. Die Spitzenpartie des 22. Spieltags.

Ralf Weitbrecht Folgen:

Anders als Titelverteidiger und Pokalsieger BVB kann sich die Eintracht in aller Ruhe auf das Duell mit den Westfalen vorbereiten. Die sind während der Woche auf großer Reise gewesen, um sich in der Champions League in Donezk eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinales zu erarbeiten. Von der Königsklasse ist die Eintracht noch ein großes Stück entfernt. Doch die Qualifikation für die Europa League ist so unwahrscheinlich nicht. Der Vorsprung vor dem Bundesliga-Tabellenfünften beträgt sechs Punkte, und der Spielplan macht es möglich, dass nach der schweren Auswärtsbegegnung in Dortmund ausgerechnet die Reise zum SC Freiburg ansteht. Jener Klub, der eben direkt hinter der Eintracht steht.

Mehr zum Thema

Hübner will den nächsten Schritt

Dass Europa lockt, lässt sich nicht leugnen. Auch Hübner, der umtriebige Sportdirektor, weiß dies. Und deshalb hat der 52 Jahre alte Manager allergrößtes Interesse, dass wichtige vertragliche Dinge bis Ende März geklärt sind. In der Personalie Sebastian Jung gibt es diese terminliche Festsetzung. „Wir von Vereinsseite wollen bis dahin Klarheit“, sagt Hübner. Jung, der 22 Jahre alte Rechtsverteidiger, ist die einzige Variable im konstanten Fußballgebilde Eintracht Frankfurt. „Mit allen Stammspielern haben wir Verträge über das Saisonende hinaus“, sagt Hübner. Auch mit Sebastian Rode, der derzeit gehandicapt ist. Im Training ist der von der halben Bundesliga gejagte Mittelfeldspieler ohne gegnerische Einwirkung unglücklich zu Boden gefallen. Dabei ist ihm der kleine rechte Finger gebrochen. „Das ist nicht so schlimm“, sagt Rode. „Damit kann ich spielen.“

Hübner, umtriebig und zukunftsorientiert, will den nächsten Schritt. Wie auch Trainer Armin Veh. Und auch die beiden Vorstände Heribert Bruchhagen und Axel Hellmann hätten nichts dagegen, dass aus dem temporären Hoch ein beständiges wird. Auch deshalb hält Hübner nach „fünf bis sieben neuen Spielern Ausschau“. Vom Sommer an sollen sie für die Eintracht spielen. Vertraglich könnte aber durchaus schon früher Klarheit herrschen. Wie in der Zeit des Umbruchs nach dem Abstieg, als Hübner den Münchner Stefan Aigner von den „Löwen“ ebenso frühzeitig an die Eintracht band wie den in Kaiserslautern nur auf der Bank sitzenden Kevin Trapp.

Finanziell will die Eintracht einen Sprung machen. Schon während der winterlichen Trainingslagertage im sommerlichen Abu Dhabi hat Bruchhagen angekündigt, den Lizenzspieleretat von gut 25 auf zirka 30 Millionen Euro erhöhen zu wollen. Eine Summe, von der Sportdirektor Hübner als Untergrenze ausgeht. „Wir bekommen deutlich mehr Geld vom Fernsehen“, sagt er. Dank der guten sportlichen Leistungen hat der Tabellenvierte einen großen Sprung im Dreijahresranking gemacht. Auch nach dem Topspiel am Samstag wird sich daran nichts ändern. Sechs Punkte Vorsprung sind nicht einzuholen.

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Fußball-Transferticker Einmal Löwe, bald wieder Löwe?

Aigner vor Rückkehr nach München +++ Herr Alushi wechselt nach Nürnberg +++ Darmstadt findet bei allen Abschiedsgesuchen auch einen neuen Spieler +++ Higuain wechselt für 90 Millionen zu Juventus Turin +++ +++ Alle Infos im Transferticker bei FAZ.NET. Mehr

26.07.2016, 18:24 Uhr | Sport
Quidditch-WM in Frankfurt Von wegen alberne Besenrennerei

Quidditch kennen viele nur aus den Harry-Potter-Romanen, doch der fiktive Besensport hat es längst auch in die reale Welt geschafft. In Frankfurt fand nun die Weltmeisterschaft statt. Mehr

26.07.2016, 14:03 Uhr | Sport
Dortmunder Neuzugänge Die teuren BVB-Wetten auf die Zukunft

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Mario Götze und André Schürrle krönen das Transfer-Feuerwerk von Borussia Dortmund. Das BVB-Projekt verheißt viel – birgt aber auch Gefahren. Mehr Von Roland Zorn

25.07.2016, 19:24 Uhr | Sport
Fast wie bei Harry Potter Die Welt jagt in Frankfurt den goldenen Schnatz

21 Nationalteams mit rund 350 Spielerinnen und Spielern haben in Frankfurt um den dritten Weltmeisterschaftstitel im Quidditch gekämpft. Das ungewöhnliche Spiel zieht verschiedenste Sportler an. Und auch Menschen, die eigentlich nichts mit Sport am Hut haben, klemmen sich die eher irdischen Plastikstangen zwischen die Beine. Mehr

25.07.2016, 21:10 Uhr | Sport
Eintracht-Trainer Kovac Wir brauchen Phantasie

Muss Eintracht Frankfurt kommende Saison wieder bis zuletzt um den Klassenverbleib zittern? Trainer Niko Kovac will das verhindern. Im Interview spricht der Eintracht-Trainer über seine Pläne, den internationalen Kader – und Wissenschaft im Fußball. Mehr Von Peter Heß

25.07.2016, 20:16 Uhr | Rhein-Main

Schluss um Mitternacht

Von Helmut Schwan

Flughafenbetreiber Fraport fordert mehr Flexibilität bei der Handhabung des Nachtflugverbots. Minister Al-Wazir verspürt aber keine Lust, sich auf diesem Feld Ärger einzuhandeln. Mehr 5 6

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen