Home
http://www.faz.net/-gzg-76u87
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Eintracht Frankfurt Hübner geht einkaufen

Bis zu sieben neue Spieler sollen zur Eintracht kommen. Ein Leistungsträger hat sich aber verletzt: Sebastian Rode hat sich den kleinen Finger gebrochen.

© Heiko Rhode Malheur am kleinen Finger: Eintracht-Profi Sebastian Rode.

Großer Medienrummel bei der Eintracht. Das Topspiel am Samstag wirft seine Schatten voraus. Eine Delegation des Bezahlsenders Sky ist zu Gast bei den Frankfurter Fußballprofis - vor allem aber, um einen ganz speziell in den Fokus zu nehmen: Bruno Hübner. Rund um den Sportdirektor basteln die Fernsehkollegen an einem Filmbeitrag, der an diesem Samstag gegen 18 Uhr gesendet wird. Eine halbe Stunde später ist Anpfiff im größten deutschen Fußballstadion. Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt. Der Meister gegen den Aufsteiger. Der Tabellenzweite gegen den Rangvierten. Die Spitzenpartie des 22. Spieltags.

Ralf Weitbrecht Folgen:

Anders als Titelverteidiger und Pokalsieger BVB kann sich die Eintracht in aller Ruhe auf das Duell mit den Westfalen vorbereiten. Die sind während der Woche auf großer Reise gewesen, um sich in der Champions League in Donezk eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Viertelfinales zu erarbeiten. Von der Königsklasse ist die Eintracht noch ein großes Stück entfernt. Doch die Qualifikation für die Europa League ist so unwahrscheinlich nicht. Der Vorsprung vor dem Bundesliga-Tabellenfünften beträgt sechs Punkte, und der Spielplan macht es möglich, dass nach der schweren Auswärtsbegegnung in Dortmund ausgerechnet die Reise zum SC Freiburg ansteht. Jener Klub, der eben direkt hinter der Eintracht steht.

Mehr zum Thema

Hübner will den nächsten Schritt

Dass Europa lockt, lässt sich nicht leugnen. Auch Hübner, der umtriebige Sportdirektor, weiß dies. Und deshalb hat der 52 Jahre alte Manager allergrößtes Interesse, dass wichtige vertragliche Dinge bis Ende März geklärt sind. In der Personalie Sebastian Jung gibt es diese terminliche Festsetzung. „Wir von Vereinsseite wollen bis dahin Klarheit“, sagt Hübner. Jung, der 22 Jahre alte Rechtsverteidiger, ist die einzige Variable im konstanten Fußballgebilde Eintracht Frankfurt. „Mit allen Stammspielern haben wir Verträge über das Saisonende hinaus“, sagt Hübner. Auch mit Sebastian Rode, der derzeit gehandicapt ist. Im Training ist der von der halben Bundesliga gejagte Mittelfeldspieler ohne gegnerische Einwirkung unglücklich zu Boden gefallen. Dabei ist ihm der kleine rechte Finger gebrochen. „Das ist nicht so schlimm“, sagt Rode. „Damit kann ich spielen.“

Hübner, umtriebig und zukunftsorientiert, will den nächsten Schritt. Wie auch Trainer Armin Veh. Und auch die beiden Vorstände Heribert Bruchhagen und Axel Hellmann hätten nichts dagegen, dass aus dem temporären Hoch ein beständiges wird. Auch deshalb hält Hübner nach „fünf bis sieben neuen Spielern Ausschau“. Vom Sommer an sollen sie für die Eintracht spielen. Vertraglich könnte aber durchaus schon früher Klarheit herrschen. Wie in der Zeit des Umbruchs nach dem Abstieg, als Hübner den Münchner Stefan Aigner von den „Löwen“ ebenso frühzeitig an die Eintracht band wie den in Kaiserslautern nur auf der Bank sitzenden Kevin Trapp.

Finanziell will die Eintracht einen Sprung machen. Schon während der winterlichen Trainingslagertage im sommerlichen Abu Dhabi hat Bruchhagen angekündigt, den Lizenzspieleretat von gut 25 auf zirka 30 Millionen Euro erhöhen zu wollen. Eine Summe, von der Sportdirektor Hübner als Untergrenze ausgeht. „Wir bekommen deutlich mehr Geld vom Fernsehen“, sagt er. Dank der guten sportlichen Leistungen hat der Tabellenvierte einen großen Sprung im Dreijahresranking gemacht. Auch nach dem Topspiel am Samstag wird sich daran nichts ändern. Sechs Punkte Vorsprung sind nicht einzuholen.

Quelle: F.A.Z.

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Fußball-Transferticker 49 Millionen Pfund Sterling

Schiri Peter Gagelmann als Experte bei Sky ++ Der Rekordtransfer des Sommers ist perfekt ++ HSV gibt Jonathan Tah frei ++ Raheem Sterling bei Manchester City ++ Robin van Persie wechselt zum Fenerbahce Istanbul ++ Alle Infos im Transferticker. Mehr

15.07.2015, 12:09 Uhr | Sport
Eintracht Frankfurt Kapitän Trapp bleibt bis 2019

Eintracht Frankfurt gelingt eine wichtige Vertragsverlängerung: Torhüter Kevin Trapp bindet sich bis 2019. Dafür beraumt der Klub sogar wenige Stunden vor dem Spiel gegen Wolfsburg eine Pressekonferenz an. Mehr

03.02.2015, 15:44 Uhr | Sport
Eintracht Frankfurt Zurück auf null

Makoto Hasebe ist das fleißige Lieschen im Mittelfeld der Eintracht. Auch er kann sich seiner Rolle unter Veh nicht sicher sein. Die verschärfte Konkurrenzsituation findet der Japaner aber gut. Mehr Von Marc Heinrich, Frankfurt

15.07.2015, 06:02 Uhr | Rhein-Main
Nach Donezk-Spiel Pep Guardiola: Bin nicht unzufrieden

Vor dem Champions-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk hatte die Bayern-Spitze ein Krankenhaus besucht. Nach dem 0:0 lobt Trainer Pep Guardiola den Gegner. Mehr

18.02.2015, 12:27 Uhr | Sport
Eintracht Frankfurt Einer für das Eintracht-Tor

Lukas Hradecky - ein Slowake, der Finne ist und in Dänemark zwischen den Pfosten steht, könnte Trapp-Nachfolger werden. Die Suche nach einem Linksaußen geht weiter. Mehr Von Marc Heinrich, Windischgarsten

24.07.2015, 06:25 Uhr | Rhein-Main

Veröffentlicht: 13.02.2013, 18:50 Uhr

Ein bisschen Frieden

Von Helmut Schwan

Die Hells Angels haben auf ihrem selbsternannten „Weltkongress“ den Burgfrieden für Hessen unter den Chartern einberufen. Doch die Stille ist trügerisch - in Anbetracht des aufflammenden Machtkampfes. Mehr 1