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Eintracht Frankfurt Glänzende Aussichten

 ·  Sebastian Rode strebt keinen vorzeitigen Abschied aus Frankfurt an. Aber er möchte so bald wie möglich international spielen. Mit der Eintracht - oder eben einem anderen Klub.

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Die 50. Bundesligasaison befindet sich auf ihrer Zielgeraden. Nur noch neun Spieltage sind zu absolvieren, die Planungen für die Zeit nach der Sommerpause sind allenthalben längst im Gange. Sebastian Rode weiß momentan nicht definitiv, wessen Trikot er in der kommenden Runde tragen wird. Am Mittwoch deutete er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa an, dass ein vorzeitiger Abschied aus Frankfurt nicht unbedingt zu den bevorzugten Optionen seiner Karriereplanung zählt - er aber eine Arbeitsplatzwechsel in wenigen Wochen auch nicht ausschließen könne. „Warum sollte ich nicht mit der Eintracht nächstes Jahr ins internationale Geschäft gehen?“, sagte der Zweiundzwanzigjährige, der durch seine Leistung das Interesse von Spitzenvereinen wie dem FC Bayern oder Borussia Dortmund weckte. „Vorstellen kann man sich alles, aber ich fühle mich sehr wohl hier und habe einen Vertrag bis 2014. Ich werde nicht darauf pochen, dass ich weg will.“

Auf Rode hat nach jüngsten englischen Medienberichten nun auch der FC Arsenal ein Auge geworfen. Trainer Arsene Wenger, so hieß es, würde den hessischen Dauerläufer gerne im defensiven Mittelfeld der Londoner an der Seite des Spaniers Mikel Arteta einbauen. Ob es konkrete Anfragen gab? Rode wich dieser Frage aus. „Mein Berater hält das eher weg von mir“, sagte er. „Ich soll mich auf den Fußball konzentrieren. Alles andere kommt zum gegebenen Zeitpunkt.“ Beraten wird Rode von der in Dortmund ansässigen „Pro Profil GmbH“, die sich zudem unter anderem um Bayern-Torwart Manuel Neuer und Shinji Kagawa (Manchester United) kümmert. Rode war im Dezember von den Erstliga-Kollegen zum „Aufsteiger der Hinrunde“ gewählt worden. Sein Marktwert liegt nach Angaben von transfermarkt.de bei 6,5 Millionen Euro. Als er 2010 von den Offenbacher Kickers nach Frankfurt kam, kostete er die vergleichsweise geringe Summe von 300000 Euro. Eintracht-Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen betonte wiederholt, dass er Rode, der nach der Winterpause nur schwer in Gang kam, als einen „Garant für Qualität“ betrachtet. Er werde ihn nicht vor 2014 ziehen lassen, sehe gleichwohl keine Chance, ihn langfristig zu halten. Rode sagte, er hoffe, dass Armin Veh, dessen Vertrag am 30. Juni in Frankfurt ausläuft, bei der Eintracht Trainer bleibe: „Ich habe ihm einiges zu verdanken, ich bin unter ihm gesetzt. Er hat eine super Mannschaft geformt und weiß, wie er mit uns umgehen soll. Fußball ist kein Wunschkonzert, aber es gibt keinen Grund, warum er gehen sollte“, meinte der U 21-Nationalspieler. An diesem Sonntag, im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, wird er in die Startformation zurückkehren. Seine Gelb-Sperre ist abgelaufen, seine Fersenprellung auskuriert: „Ich habe keine Probleme und freue mich aufs Spiel.“

„Gefühlssache“, wer das Vertrauen des Trainers bekommt

Gleiches behauptete am Mittwoch auch Srdjan Lakic. Der Kroate, im Winter vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, erzielte bei seinem Debüt die bislang letzten Tore für die Eintracht: am 2. Februar, beim 2:0 gegen den Hamburger SV. Seitdem glückte dem Team in fünf Partien kein Treffer mehr. Dass Lakic leer ausgegangen sei, beurteilte Veh zuletzt ausgesprochen milde. Der Neunundzwanzigjährige sei „einfach noch nicht hundertprozentig fit, hat keinen richtigen Rhythmus“. In der Vorrunde kam der Schlaks in Wolfsburg nur auf sechs Einsätze (kein Tor) und sammelte nur ein paar Minuten Spielpraxis. In Frankfurt warf ihn nach dem geglückten Einstand eine Rückenverletzung zurück. Die Beschwerden entlang der Wirbelsäule waren als „Entzündung“ diagnostiziert und konservativ behandelt worden: ohne Eingriff, mit Medikamenten und Massagen. In Hannover, beim 0:0 am vergangenen Sonntag, durfte er wieder ein paar Sekunden gegen Ende mitmachen. Nun spekuliert der Angreifer auf einen Einsatz von Beginn an gegen Stuttgart: „Ich fühle mich gut, die Schmerzen sind von Tag zu Tag weniger geworden.“ Lakic arbeitete jüngst zusätzlich an seiner Fitness. Neben den normalen Einheiten mit den Kollegen - am Mittwoch zwar mit pinkfarbenen Bällen, aber erstaunlicherweise durch Rasenheizung und das Zutun einiger Helfer auf grünem Rasen - nahmen physiotherapeutische Behandlungen und Übungen für die Muskulatur viel Zeit in Anspruch. „Ich habe ganz schön zu tun“, sagte er. Lakic hofft, dass die Mühen mit einem Einsatz belohnt werden.

Festgelegt hat sich Veh noch nicht, wem er zunächst das Vertrauen aussprechen wird. Es sei eine „Gefühlssache“. Damit sich das passende Empfinden einstellt, will der Chefcoach in den verbleibenden Trainingsstunden „genau hinschauen“, wer „in so guter Verfassung ist, um der Mannschaft zu helfen“. Olivier Occean ist es nicht. Der im Sommer 2012 als Zweitligatorjäger aus Fürth verpflichtete Kanadier stand in Hannover erstmals nicht im Kader. Dass er in wenigen Monaten das Eintracht-Trikot wieder abgeben soll, gilt klubintern als ausgemacht.

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