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Eintracht Frankfurt Gas geben mit Fiat

Ein neuer Sponsorenvertrag der Eintracht scheint unter Dach und Fach. Mehr Geld und neue Spieler, damit Trainer Veh bleibt?

© dapd Vergrößern Erstmal eine Auszeit: Am Dienstag wird sich wohl entscheiden, ob Armin Veh als Trainer bei der Eintracht bleibt.

Neue Spieler, neue Gelder, neue Sponsoren. Abseits des Fußballfeldes, auf dem es für die Eintracht in der Bundesliga seit Wochen nicht nach Plan läuft, ist der Motor des ersten Frankfurter Fußballvereins auf Touren gekommen. So ist es kein Zufall, dass ausgerechnet jetzt, da sich Cheftrainer Armin Veh die Freiheit genommen hat, mitten in der Saison einfach mal fünf Tage am Stück frei zu machen, der Name eines italienischen Automobilkonzerns das Gaspedal weiter durchdrücken lässt. Fiat soll neuer Hauptsponsor der Frankfurter Eintracht werden. Natürlich ist der Deal noch nicht in trockenen Tüchern, und Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen bestätigte am Freitag erwartungsgemäß nur, „dass wir uns in aussichtsreichen Gesprächen befinden“. Doch der Abschluss mit Fiat wird kommen. Und er wird so viel Geld wie nie in die Kassen der Eintracht Frankfurt Fußball AG spülen. Sechs Millionen Euro pro Saison. Das ist Rekord für die Hessen, die vom aktuellen Hauptsponsor Krombacher 5,5 Millionen Euro erhalten haben. Dass das Engagement der Bierbrauer nur auf ein Jahr begrenzt war und dann in eine sogenannte Premiumpartnerschaft umgewandelt wird, war vom ersten Tag an bekannt.

Mit Fiat soll es eine längerfristige, intensive Zusammenarbeit geben. Drei Jahre lang sollen die Italiener den Deutschen unter die Arme greifen. Viele bekannte Marken sind unter dem Dach des in Turin ansässigen Automobilkonzerns vereint, und so ist zu hören, dass auf den Trikots der Frankfurter Eintracht zukünftig für Alfa Romeo geworben wird. Auch Fiat-Pressesprecher Claus Witzeck wollte sich ebenso wie Eintracht-Vorstandschef Bruchhagen nicht eindeutig über die bevorstehende Partnerschaft äußern. Noch sei nichts unterschrieben, sagte der Fiat-Mann gegenüber dem Hessischen Rundfunk. Seine Begeisterung aber brachte er trotzdem zum Ausdruck. „Wir fänden es toll, mit der Eintracht etwas zu machen. Das wäre ein Traum.“ Anfang kommender Woche könnte er Wirklichkeit werden.

Eine unfreiwillige Auszeit

Ob auch der Traum für Spieler und Vereinsverantwortliche in Erfüllung geht und Trainer Veh ein drittes Mal einen Jahresvertrag bei den Hessen unterzeichnet, wird sich aller Voraussicht nach am Dienstag entscheiden. Der Kurzurlauber kommt aus seiner schwäbischen Heimat zurück nach Hessen, um am Nachmittag von 15 Uhr an die Vorbereitungen auf das Auswärtsspiel am Ostersonntag bei Mitaufsteiger Spielvereinigung Greuther Fürth zu starten. Vor seiner Fahrt in den Süden versprach Veh, dem „Rumgeeiere“, für das er selbst mit der immer wieder kehrenden Vierzig-Punkte-Marke gesorgt hatte, ein Ende zu machen. Veh will und muss klare Kante zeigen und sich endlich erklären. Bleibt er, geht er - oder nimmt er sich, was nicht ausgeschlossen ist, eine Auszeit?

Eine Auszeit, wenn auch höchst unfreiwillig, steht Kevin Trapp bevor. Der Eintracht-Torwart, der sich am Montag bei Werbeaufnahmen für einen Sponsor des Deutschen Fußball-Bundes den Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen hat, ist am Freitag erwartungsgemäß „erfolgreich“ operiert worden, wie es der Klub vermeldete. Der operierende Handchirurg der BG-Unfallklinik in Frankfurt, Dr. Michael Schlageter, ist mit dem Verlauf der rund zweistündigen Operation zufrieden. Trapp wird die Klinik voraussichtlich an diesem Samstag verlassen. Sportdirektor Bruno Hübner zeigte sich erleichtert, „dass die OP gut verlaufen ist. Trapps Ausfall ist natürlich ein Rückschlag für uns, da er mit dem sportlichen Erfolg von Eintracht Frankfurt eng verbunden ist. Aber wir haben vollstes Vertrauen in Nikolov.“

Geschenke für Veh

Oka Nikolov, der bald 39 Jahre alte Tormann, wird beim Benefizspiel an diesem Samstag in Oberrad (15 Uhr) sicherlich der Publikumsliebling beim Vergleich zwischen den Bundesligaprofis und den Verbandsligaamateuren sein. Eine gute Woche später will er mithelfen, dass die Ergebniskrise der Eintracht am Fürther Ronhof ein Ende findet. „Wir haben noch alle Möglichkeiten“, sagte Nikolov. Die Eintracht, ausgestattet demnächst mit einem neuen Hauptsponsor, auch. Nach dem Freiburger Jan Rosenthal sollen noch vier weitere Profis nach Frankfurt geholt werden, um Trainer Veh zum Bleiben zu bewegen. Denkbar, dass der Vertrag mit Fiat bis Dienstag unter Dach und Fach ist. Ein weiteres Geschenk für den umworbenen Fußballlehrer Veh.

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Quelle: F.A.Z.

 
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