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Eintracht Frankfurt Erst die „Nati“, dann Nürnberg

Pirmin Schwegler freut sich über seine gelungene Rückkehr in die Schweizer Auswahl und konzentriert sich auf das bevorstehende Spiel mit der Frankfurter Eintracht.

© REUTERS Vergrößern Eidgenosse am Ball: Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler (rechts) bei der Nullnummer der Schweiz in Griechenland.

Es schien kein Zufall gewesen zu sein, dass sich am Donnerstag ein azurblauer Himmel über Frankfurt spannte und die Sonne schien. Passend zu den guten meteorologischen Bedingungen strahlte Pirmin Schwegler, als er in knappen Sätzen über einen lange gehegten Dienstausflug sprach. Ein Schweizer in Griechenland, Schwegler zurück im Nationalteam. Für den Kapitän der Frankfurter Eintracht war es das einschneidende Wochenerlebnis.

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Dass am Mittwochabend in Piräus bei der Nullnummer gegen den einstigen Europameister keine Tore gefallen sind, war für Schwegler eher nebensächlich. „Schön war, dass ich mich wohl gefühlt habe.“ Ein Schuss Geborgenheit im Auswahlteam, auf- und eingestellt von Trainer Ottmar Hitzfeld. Der erfahrene Coach hatte längere Zeit darauf verzichtet, Schwegler bei sich in der „Nati“ zu haben. Doch mit der Rückkehr der Eintracht in die Bundesliga hat sich einiges geändert. Zudem hat der Gipfelsturm der Hessen Eindruck gemacht.

Schwegler: „Ich sollte eine Chance bekommen“

Hitzfeld war nicht verborgen geblieben, dass der Sprung auf Tabellenposition vier auch mit dem Namen Pirmin Schwegler verknüpft ist. Der Schweizer ist schließlich der Denker und Lenker des Frankfurter Spiels. Macher und Stratege, das will der Eintracht-Kapitän auch in der ersten Auswahl seines Heimatlandes sein. Doch Schwegler ist schon mit kleinen Schritten zufrieden. Dazu gehört beispielsweise die Rückkehr in die Nationalmannschaft. „0:0, das war jetzt nicht gerade das Spannendste“, sagte er am Donnerstagnachmittag nach der Übungseinheit im Kreis der Frankfurter Bundesligakollegen. „Ein Testspiel halt.“ Nach einer kurzen Pause fügte Schwegler an: „Ich sollte eine Chance bekommen.“ Ein Satz, der fast so klang, als würde es sich bei Schwegler um einen Azubi handeln.

Dabei erfreut sich Schwegler bei Hitzfeld größter Wertschätzung. „Als Spieler nur für die Bank berufe ich ihn nicht“, sagte Hitzfeld Mitte November im Gespräch mit dieser Zeitung (F.A.Z. vom 20.11.2012). Bei seinen Personalplanungen hatte Hitzfeld im Mittelfeld, wo sich auch Schwegler heimisch fühlt, vornehmlich auf das neapolitanische Trio um Gökhan Inler, Valon Behrami und Blerim Dzemaili gesetzt. „Ich habe überhaupt kein Problem damit, Pirmin aufzubieten und von Beginn an spielen zu lassen, wenn sich die Situation ergibt.“ Der Mittwoch Abend in Piräus war solch eine Gelegenheit. Für Schwegler war es Länderspiel Nummer zwölf. Begonnen hatte alles am 12. August 2009. Auch damals fielen keine Tore; Gegner war Weltmeister Italien. Vor der jetzigen Rückkehr in die „Nati“ absolvierte Schwegler seinen letzten Länderspieleinsatz vor ziemlich genau zwei Jahren. Am 9. Februar 2011 ging es gegen Malta. Kurios: Wieder fielen keine Tore, wieder gab es ein 0:0 - wie jetzt auch in Griechenland.

„Die gehen hart zur Sache“

Über den jüngsten Auftritt haben sich Schwegler und Hitzfeld noch nicht ausgetauscht. „Die Zeit war einfach zu kurz nach dem Spiel“, sagte der Eintracht-Kapitän. „Wir waren erst am Donnerstag um ein Uhr in der Nacht zu Hause. Und schon um halb sechs sind wir wieder auseinandergegangen. Da gab es einfach keine Gelegenheit für ein Gespräch.“ Schwegler machte sich stattdessen auf den Weg zurück nach Frankfurt. Dort, bei der Eintracht, wird Schwegler mindestens genauso benötigt wie zu Hause im Schweizer Nationalteam. Auch vor dem kommenden Bundesligagegner 1. FC Nürnberg, der sich am Samstag (15.30 Uhr) vor zumindest 44000 Zuschauern in der Frankfurter Arena vorstellt, zeigt der Kapitän Respekt. „Ein unangenehmer Gegner“, sagte er. „Die gehen hart zur Sache, und manchmal sind sie dabei auch ein bisschen unfair.“ Seine Empfehlung: „Wir müssen gewappnet sein. Es kann ein Geduldspiel werden.“ Aber das kennt Schwegler ja zur Genüge. Bei seiner Rückkehr in das Schweizer Nationalteam musste sich der Eidgenosse auch längere Zeit in Zurückhaltung üben.

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Quelle: F.A.Z.

 
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