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Eintracht Frankfurt Ein richtungweisender Abend

Armin Veh ist vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Freiburg voll des Lobes über den SC Freiburg - und über dessen Trainer Christian Streich. Dennoch will Eintracht Frankfurt von 20.30 Uhr an Rang vier verteidigen.

© picture alliance / dpa Ein Tor von Alexander Meier: Auch Sebastian Rode möchte gerne wieder zu den Gratulanten gehören.

Neue Töne. „Ich sage keine Aufstellung. Ich sage heute nichts.“ Weil der Trainer der Frankfurter Eintracht keine sonderliche Lust verspürte, vor einem weiteren Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga mit Frankfurter Beteiligung etwas über seine eigene Mannschaft zu sagen, konzentrierte sich der Eintracht-Coach zunächst auf den Gegner. Wie allgemein erwartet, kam Armin Veh dabei aus dem Loben gar nicht mehr heraus. „Was der Sportclub Freiburg leistet, ist keine Eintagsfliege. Das ist eine ungemein beachtliche Leistung, denn sie hatten ja mit Cissé ihren besten Mann verloren.“ Jenen Stürmer, der in 65 Begegnungen für den SC Freiburg 37 Tore erzielt hat und sich dadurch für seinen neuen und aktuellen Arbeitgeber Newcastle United interessant gemacht hat. Die Männer aus dem Schwarzwald ohne Cissé? Eigentlich sei dieser Verlust nicht zu kompensieren gewesen.

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Doch Christian Streich hat es geschafft. „Seine Handschrift ist ganz klar erkennbar“, sagte Veh am Donnerstag. „Er hat seinen eigenen Stil gefunden. So wie das zuletzt unter Volker Finke der Fall gewesen ist.“ Während der letzten Tagung der Bundesligatrainer sind sich Veh und Streich näher gekommen. „Ich habe die meiste Zeit mit ihm verbracht“, sagte Veh. „Das ist ein ganz sympathischer Kollege.“ Ebenso wie Veh kann Streich auf eine bislang höchst erfolgreiche Saison zurückblicken. „Die sind wie wir eine Überraschungsmannschaft“, sagte Veh.

Die Erfolgsserie ist ins Stocken geraten

Niemals schlechter als Platz fünf. 22 Spieltage in Folge hat die Eintracht dieses Kunststück vollbracht, und deshalb ist es alles, nur keine Überraschung, dass die Hessen noch immer in der Spitzengruppe stehen. Doch sie müssen aufpassen. Schon der SC Freiburg, drei Punkte schlechter, aber mit der besseren Tordifferenz ausgestattet, kann die Eintracht an diesem Freitag (20.30 Uhr / Live im Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) mit einem Sieg überholen. Veh will alles dransetzen, dies zu verhindern. Er weiß: „Wenn wir gewinnen, dann ist das schon richtungweisend. Dann hätten wir den Gegner mal ein Stück hinter uns.“ Dafür braucht es Tore. Doch wer soll sie schießen? Neuzugang Srdjan Lakic, bei seinem Debüt in Hamburg noch höchst erfolgreich, kommt für diese Aufgabe nicht in Frage. Seine Rückenbeschwerden lassen es nicht zu, dass der Kroate unter erstklassigen Bedingungen Fußball spielen kann. Ruhen also die größten Hoffnungen auf Alexander Meier.

Meier, von den Bundesliga-Kollegen der anderen siebzehn Vereine zum besten Spieler der Hinrunde gewählt, ist mit zwölf Treffern noch immer der erfolgreichste Frankfurter Torschütze. Doch seine Erfolgsserie ist ins Stocken geraten. Seinen elf Hinrundentoren hat Meier bislang nur ein weiteres folgen lassen: beim ersten Rückrundenspiel in Leverkusen. Einen Monat liegt das schon zurück, und Meier selbst ist es, der wieder an alte Erfolge anknüpfen möchte. Auf die Partie an diesem frostig-kalten Freitag Abend an der Dreisam freut sich der stellvertretende Eintracht-Kapitän ganz besonders. „Ein Spiel unter Flutlicht - es gibt nichts Schöneres“, sagte Meier.

Die alten Freiburger Kameraden

Von Karim Matmour, „wenn er denn spielen sollte“, erwartet Trainer Veh, „dass er sich absolut anbieten kann. Zweimal hat er Gelb-Rot gesehen, war drin, draußen, drin.“ Das Wiedersehen mit den alten Freiburger Kameraden sei jetzt Matmours große Chance, auf seine Qualitäten hinzuweisen. „Karim kann sich wieder beweisen.“ Und vermutlich ja auch Olivier Occean. Der in der Hinrunde gesetzte und dort in dreizehn Begegnungen erprobte Kanadier durchlebte in den vergangenen Wochen ein Formtief und verlor seinen Stammplatz in der Sturmspitze an Lakic. Weil der aber verletzungsbedingt ausfällt, könnte Occean zeigen, ob er wirklich „lockerer“ geworden ist, wie sein Coach aufgrund der jüngsten Trainingseindrücke vermutet.

Freiburg gegen Frankfurt. Das Spitzenspiel der 23. Runde. „Von der Qualität und vom Spielstil her gibt es keine großen Unterschiede zwischen beiden Vereinen“, sagte Veh. „Christian Streich hat Jungs rausgezaubert, die richtig gut sind.“ Wie gut, wird sich weisen.

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Quelle: F.A.Z.

 
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