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Im Gespräch: Tranquillo Barnetta „Für die Eintracht verzichte ich auf Geld“

Tranquillo Barnetta kommt bei Eintracht Frankfurt langsam in Fahrt: Im Interview spricht der Schweizer über seine Ambitionen bei der Weltmeisterschaft in Brasilien, seine Rückkehr nach Schalke und die Pflege seines Knies.

© Wonge Bergmann Volle Konzentration: Tranquillo Barnetta kommt bei der Eintracht immer besser in Schwung – und muss im Sommer vielleicht wieder zurück nach Schalke.

Wem auf Schalke möchten Sie am Freitag besonders beweisen, dass Sie damals verkannt wurden?

Da gibt es niemand Speziellen. Wir sind ja nicht im Bösen auseinander. Ich bin Schalke dankbar, dass es am Schluss mit dem Wechsel nach Frankfurt noch geklappt hat. Weil alles ziemlich kurzfristig war. Da hätten sie sich auch sträuben können. Im ersten Schalker Jahr durfte ich vier-, fünfmal Champions League spielen, das ist auch nicht selbstverständlich. Natürlich habe ich nicht so viel gespielt, wie ich wollte. Aber so etwas liegt nicht immer nur am Trainer oder einer einzelnen Person. Deshalb denke ich nicht im Schlechten an Schalke zurück. Es war keine verlorene Zeit.

Woran lag es denn, dass Sie sich nicht durchsetzen konnten?

Ich hatte das Gefühl, ich bräuchte mal drei, vier Spiele hintereinander – so wie bei der Eintracht –, um richtig reinzukommen, damit alle sehen: Der ist wieder da. Der Trainer hatte eben nicht das Gefühl, dass er mir die Zeit geben kann. Es war eine offene Kommunikation, deshalb war es kein großes Problem. Aber natürlich habe ich noch viele Freunde in der Schalker Mannschaft, deshalb ist es ein besonderes Spiel für mich.

Gibt es Wetten?

Noch nicht.

Könnten noch Wetten kommen?

Könnte sein, mal schauen.

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Das Leihgeschäft mit der Eintracht läuft zum Saisonende aus: Laut Vertrag kehren Sie zum 1. 7. 2014 nach Schalke zurück. Die Eintracht würde Sie gerne behalten, Sie würden gerne bleiben. Gab es schon Gespräche mit Schalke?

Nein, noch nicht. Deshalb bringt es nichts, sich allzu viele Gedanken zu machen. Ich bin sehr glücklich in Frankfurt und fühle mich wohl. Im Moment kann ich gar nicht viel mitentscheiden, ich muss mir erst mal gar keinen Kopf machen.

Aber über Ihren Kopf hinweg wird ja wohl nicht entschieden, oder?

Natürlich kann ich am Ende sagen, ich möchte oder ich möchte nicht. Und die Vereine wollen ja auch Spieler, die sich bei ihnen wohl fühlen. Aber im Moment habe ich einen Vertrag mit Schalke bis 2015.

Man hört, dass Sie bei Schalke 2,7 Millionen Euro im Jahr verdienen. Das ist bei der Eintracht sicher nicht drin. Wären Sie unter Umständen bereit, in Frankfurt auf Gehalt zu verzichten, um hierzubleiben?

Habe ich für dieses Jahr ja auch gemacht. Mir ging es in meiner Karriere nie darum, möglichst viel Geld zu verdienen. Sonst hätte ich längst mal in Russland oder auch woanders gespielt. Sicher ist Geld ein Bestandteil des Profisports und nicht außer Acht zu lassen. Aber vor allem muss ich mich wohl fühlen.

Stimmt es, dass der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld Ihnen geraten hat, Schalke zu verlassen und zur Eintracht zu gehen, damit Sie vor der WM in Brasilien mehr Spielpraxis erhalten?

Ja. Ich habe schon gleich zu Saisonbeginn gemerkt, dass es für mich auf Schalke wieder eine schwierige Situation werden könnte. Deshalb sprach ich mit ihm, und er gab mir den Rat, zu einem Klub zu wechseln, bei dem ich mehr spiele, weil es sonst für Brasilien eng werden könnte. Ich bin sehr froh, dass es mit der Eintracht geklappt hat. Meine Hoffnungen haben sich erfüllt.

Welche Signale bekommen Sie: Werden Sie bei der WM dabei sein, wenn Sie fit sind?

Ja.

Sie blicken auf eine Eintracht-Saison zurück, die für Sie nicht schlecht verlaufen ist. Aber haben Sie nicht von sich als 72-maliger Schweizer Nationalspieler mit zwei WM-Teilnahmen eine dominierendere Rolle in Frankfurt erwartet?

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