http://www.faz.net/-gzg-74dxt

Eintracht Frankfurt : 50.000 Zuschauer gegen den Tabellenletzten

Nach der Niederlage gegen die Bayern aus München wollen die Eintracht-Kicker geben die Bayern aus Augsburg wieder einen Sieg bejubeln Bild: Wonge Bergmann

Am Samstag trifft die Frankfurter Eintracht in der Fußball-Bundesliga auf ein Kellerkind. Aber auch gegen Augsburg wird die Arena wieder sehr gut gefüllt sein.

          Egal, wer kommt: Die Marke Eintracht zieht. Schon zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg hat der erstklassige Frankfurter Fußballverein 46000 Eintrittskarten verkauft. Dies lässt darauf schließen, dass am Samstag, wenn der Tabellendritte von 15.30 Uhr an gegen den Letzten spielt, wieder gut 50.000 Zuschauer in der Arena sein werden.

          Die Eintracht mobilisiert die Massen. Bastian Oczipka, der seit Wochen starke Linksverteidiger, findet, „dass wir uns diesen Zuschauerzuspruch hart erarbeitet haben“. Um das Publikum auch weiterhin von der attraktiven Spielweise der Eintracht zu überzeugen, hofft Oczipka gegen Augsburg auf „schnelle Tore. Wir wissen, dass wir in den vergangenen drei Spielen nur einen Punkt geholt haben“, sagt er. „Aber wir sind noch immer Dritter.“ Zwanzig Punkte stehen zu Buche - und die Erkenntnis, dass der beste Aufsteiger der Bundesliga-Geschichte sogar schon einen Fuß in die Tür des Hauses Nationalmannschaft bekommen hat. Dass sich Sebastian Jung bei der Nullnummer in Amsterdam als Bankdrücker mit der Zuschauerrolle begnügen musste (siehe nebenstehenden Artikel), ist bei aller vermeintlicher persönlicher Enttäuschung als Gewinn aufgefasst worden. „Es ist zwar schade, dass Sebastian nicht die Chance bekommen hat. Aber es ist doch schön, dass wieder welche von der Eintracht im Blickpunkt sind“, sagt Oczipka.

          Auch Kevin Trapp ist dank seiner starken Auftritt in den Fokus gerückt. Sein Trainer Armin Veh hat ihn sogar schon in die Nähe der Nationalmannschaft gerückt und besser als Ersatzmann René Adler eingestuft. Doch Trapp weiß, dass seine Zukunft (vorerst) in der U21-Auswahl liegt - wie im übrigen auch die von Jung. „Dort liegt mein Schwerpunkt, denn mit der U21 spielen wir die Europameisterschaft in Israel“, sagte Jung am Donnerstag nach dem Gemeinschaftstraining mit den Vereinskollegen.

          Abseits des Platzes hat es bei der Eintracht gleichfalls eine Beförderung gegeben. So hat der zweiköpfige Vorstand beschlossen, Philipp Reschke mit sofortiger Wirkung zum Prokuristen zu bestellen. Der 40 Jahre alte Jurist, der seit elf Jahren für die Fußball AG tätig ist, erhält wie der Leiter des Rechnungswesens, Oliver Frankenbach, Gesamtprokura. Er ist damit gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied im juristischen Sinne vertretungsberechtigt. „Wir freuen uns, dass Philipp Reschke diese Verantwortung übernimmt“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. „Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit für Eintracht Frankfurt und seinen Erfahrungen im Bereich des Vertragsmanagements war dieser Schritt für uns folgerichtig.“

          Weitere Themen

          David gegen Goliath

          Vergleich Eintracht und Bayern : David gegen Goliath

          Der Vergleich macht deutlich, wie klein die Chance der Eintracht auf eine Pokal-Sensation gegen die Bayern ist. Auf einem dem Profiboxen entlehnten Punktzettel ergibt sich welche Wertung für den Rekordmeister?

          Gute Stimmung vor dem Spiel Video-Seite öffnen

          DFB-Pokalfinale : Gute Stimmung vor dem Spiel

          Heute Abend um 20 Uhr ist es soweit: Eintracht Frankfurt spielt gegen Bayern München um den DFB-Pokal. Vor Beginn der Partie brachten sich die Fans beider Mannschaften in Stimmung.

          Kovac von Spielern gefeiert Video-Seite öffnen

          Bierdusche nach Pokalsieg : Kovac von Spielern gefeiert

          Nico Kovac und Jupp Heynckes waren sich auf der Pressekonferenz einig, dass der Erfolg der Eintracht zwar glücklich, aber keinesfalls unverdient war. Die Frankfurter Spieler hatten für ihren Coach dann noch eine feuchtfröhliche Überraschung übrig.

          Topmeldungen

          Skandal im Bamf : Seehofer kündigt scharfe Konsequenzen in Asyl-Affäre an

          In Bremen wurden massenhaft unzulässige Asylbescheide ausgestellt. Der Innenminister sieht dadurch das gesamte Bundesamt für Migration beschädigt – und schließt personelle Konsequenzen nicht mehr aus. SPD und Opposition stellen noch weitere Forderungen an Horst Seehofer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.