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Eintracht Frankfiurt Stabile Tendenz

„Es ist nicht so locker, wie es ausschaut“, sagt Eintracht-Trainer Armin Veh. Doch im Entscheidungsjahr 2012 tritt seine Mannschaft deutlich konstanter auf.

© dapd Vergrößern Wiedersehen an der Wedau: Bei der Eintracht ist mit Sebastian Rode zu rechnen.

Jetzt sind Steherqualitäten gefragt. Sechs Spiele noch. Sechs Mal konzentrieren und fokussieren. Spätestens dann soll es erreicht sein, das große Ziel der Eintracht: die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Um nichts von dem Schwung zu verlieren, mit dem die Frankfurter Fußballprofis in den vergangenen Wochen von Sieg zu Sieg geeilt sind und es sogar bis auf Platz in der zweiten Liga geschafft haben, hat Trainer Armin Veh die neue Arbeitswoche mit einem Exkurs in die Leichtathletik begonnen. Statt auf den Platz hat Veh seine Leute in den Wald geschickt. Lauftraining mit Sprints. Zehn Mal hundert Meter. „Und das Ganze zweimal“, wie Assistenzcoach Reiner Geyer nach dem nachmittäglichen Ausflug in den Stadtwald an der Arena berichtete. Der Plan ist offenkundig: Die Eintracht soll nichts von ihrer Spritzigkeit und Geschmeidigkeit verlieren, mit der sie zuletzt ihre zweitklassigen Gegner gehörig auf Distanz gehalten hat. Dass jenseits der Eintracht gerechnet und spekuliert wird, ist Veh bekannt.

„Das ist auch in Ordnung so“, sagte er am Montag. Daran beteiligen aber werde er sich nicht. Der 51 Jahre alte Fußballlehrer weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell sich gerade im Fußball scheinbar festgezurrte Tabellenpositionen verändern können. „Fußball ist Kopfsache“, sagte er - und wollte damit ausdrücken, dass sich seine Spieler nicht von Außen verunsichern lassen dürfen. „Es ist nicht so locker, wie es ausschaut“, sagte Veh. Immerhin: Gegenüber der Hinrunde sieht der Eintracht-Coach schon deutliche Veränderungen. „Wir sind wirklich stabiler geworden“, bestätigte er. Gab es im vergangenen Jahr noch so manches hart umkämpfte Spiel mit einem glücklichen Ende für die Eintracht, so hat sich dieses Bild im Entscheidungsjahr 2012 gewandelt.

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Eine Änderung in der Startelf

Mit Ausnahme des Blackouts in Paderborn, wo die Eintracht beim Sportclub einen rabenschwarzen Tag erwischte und verdient 2:4 unterlag, gab es keinen Grund zu klagen. Die große Stabilität war und ist mitverantwortlich dafür, dass der Sprung an die Spitze tatsächlich geglückt ist. Und auch wenn die Hessen am kommenden Osterwochenende erst dem hartnäckigen Verfolger Spielvereinigung Greuther Fürth den Vortritt lassen müssen - die Franken eröffnen den 29. Spieltag mit der Partie am Freitag gegen Energie Cottbus und können kurzfristig wieder Platz eins erklimmen -, will sich Veh davon in keiner Weise aus dem Konzept bringen lassen. Seine Konzentration gilt dem Auftritt seiner Mannschaft am Samstag beim MSV Duisburg.

Gegenüber dem 3:0 gegen den VfL Bochum wird es aller Voraussicht nach zumindest eine Änderung in der Startelf geben. Sebastian Rode, der wegen einer Mandelentzündung am vergangenen Freitag noch passen musste, ist wieder gesund und einsatzbereit. „Er ist heute zwar nicht mit im Wald gewesen, aber er ist Rad gefahren“, sagte Eintracht-Trainer Veh. „Es geht ihm wieder gut, und ich gehe davon aus, dass er am Samstag fit ist.“ Fit, das ist auch wieder Mohamadou Idrissou. Der Kameruner, der gegen Bochum mit einem wuchtigen Kopfball den Torreigen eröffnete, ist beschwerdefrei und hat am Montag an der Seite von Rehatrainer Michael Fabacher Läufe absolviert. Raumgreifende Sprints waren nicht dabei und dürften wohl auch nicht an diesem Dienstag im Testspiel der Eintracht beim FC Wiesbaden-Bierstadt (Anpfiff 18 Uhr) zu sehen sein. Veh will vornehmlich Profis aus der zweiten Reihe Spielpraxis geben. Doch es ist bekannt, dass der bullige Stürmer Idrissou im Wettkampf stets an Grenzen geht. Fortsetzung folgt am Ostersamstag in Duisburg.

Quelle: F.A.Z.

 
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