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Einheitsfest Frankfurt : Die Einheit als Publikumsmagnet

Lichtfluss: Scheinwerfer projizieren 25 „Brücken“ über den Main. Bild: Patricia Kühfuss

Von Freitag bis Sonntag haben insgesamt etwa 1,4 Millionen Besucher gemeinsam das Einheitsfest in Frankfurt gefeiert. Vom maskierten Rapper bis zu Saltos auf dem Wasser war alles dabei.

          Wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen: Das Fest zu 25 Jahre Deutsche Einheit am Wochenende in Frankfurt ist ein großer Publikumserfolg geworden. Offiziellen Schätzungen zufolge waren von Freitag bis Sonntag 1,4 Millionen Besucher unterwegs. Es wären vermutlich noch mehr gewesen, wenn die Sonne nicht geschwächelt hätte. Der von mehreren Gruppen angekündigte Protest gegen die Einheitsfeier, für den sich die Polizei mit einem großen Aufgebot gewappnet hatte, blieb bis auf einige Rangeleien und die Attacke mit einer übelriechenden Substanz friedlich.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Bürger flanierten an beiden Mainufern, an denen die Bundesländer ihre Stände aufgebaut hatten, trieben Sport auf der Zeil oder informierten sich am Roßmarkt und am Liebfrauenberg über die Geschichte und die politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Folgen der Wiedervereinigung. Die meisten aber kamen, um es sich rund um die Musikbühnen in der Innenstadt, auf denen Stars wie Sarah Connor und der Rapper Cro spielten, gut gehen zu lassen. Am Samstagabend musste die Polizei dort an manchen Stellen den Zugang versperren, wie am Mainufer, wo am Samstagabend laut Stadt 50.000 die Lichtschau und das Feuerwerk beobachteten.

          Bunte, weltoffene Stadt

          Die Gastgeber, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zogen geradezu überschwänglich Bilanz. Bouffier sprach von „drei wundervollen Tagen“, an denen die Menschen würdevoll und fröhlich den Tag der Einheit gefeiert hätten. Feldmann sagte, Frankfurt habe sich als „bunte und weltoffene Stadt“ präsentiert. Die Menschen hätten gezeigt, sie wollten keine Mauern mehr in Europa. Die Festivitäten kosten das Land rund 2,2 Millionen Euro, Frankfurt übernimmt zusätzlich 1,3 Millionen.

          In der neuen Ausgabe der Rhein-Main-Zeitung vom 05.10.2015 können Sie den ausführlichen Bericht über das Einheitsfest lesen. Außerdem hat sich Denise Peikert am Wochenende auf der Bürgermeile umgehört. Sie wollte wissen, welche Klischees über Bundesländer denn nun stimmen. Bleiben Sachsen wirklich lieber unter sich? Sind die Hamburger wortkarg? Und wird im Rheinland tatsächlich das ganze Jahr gefeiert?

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