http://www.faz.net/-gzg-87unw

Hofheim : Tierklinik will im August umziehen

Klinik für Tiere: Das Plakat vor dem Rohbau in Hofheim zeigt Füße von Menschen, Katzen und Hunden. Bild: Patricia Kühfuss

Bald gibt es separate Wartezimmer für Hunde und Katzen am Hofheimer Ortsrand. Unter den täglich 150 Patienten leiden viele an Krebs.

          Nach dem Richtfest in der vergangenen Woche soll für die neue Tierklinik am Ortseingang Hofheims schon in sieben Monaten die Fertigstellung gefeiert werden. 130 Mitarbeiter, darunter 47 Ärzte und 50 Tierpfleger, haben in dem Gebäude mit 3750 Quadratmetern Nutzfläche dann den notwendigen Platz. Für das weit über die Grenzen Hofheims hinaus bekannte Kleintierkrankenhaus ist damit die Zeit der drängenden Enge auf derzeit 1400 Quadratmetern Im Langgewann vorbei.

          Heike Lattka

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          140.000 Tiere, darunter viele Krebspatienten, wurden seit 1997 in der Hofheimer Tierklinik behandelt. Mit 67 Prozent stellten Hunde die größte Gruppe, und zu 30 Prozent folgten Katzen. Bald gebe es für die Katzen und Hunde auch getrennte Wartezimmer in der Tierklinik. Dies gehöre für ein Zentrum dieser Größe eigentlich zum Standard, sagte Sprecherin Katharina Kessler.

          Patienten auch aus Israel

          Leichter werde auch die Arbeit für die Mitarbeiter, die keine Treppen mehr steigen müssten, da sich die Behandlung auf einer Ebene abspiele. Dies verbessere auch die interne Kommunikation. Die Tierklinik behandle vorwiegend Kleintiere, „die Fell haben“, erläuterte Kessler. Vögel oder Schildkröten zählten nicht zu den Patienten. Im Durchschnitt würden täglich 150 Tiere versorgt.

          Für die drei Ärzte, die 1997 Im Langgewann in den Räumen eines ehemaligen Hotelausstatters die Tierklinik etabliert hätten, habe sich das Projekt zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, sagte Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) beim Richtfest. Unterdessen zähle die Tierklinik zu den größten onkologischen Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Sogar aus Israel und den Vereinigten Staaten würden Tiere zur Behandlung nach Hofheim gebracht. Wie viel die sieben Bauherren, darunter wieder die drei Tierärzte Martin Kessler, Hans-Ulrich Kosfeld und Markus Tassani-Prell, genau in das Millionen-Projekt investierten, ließen die Investoren offen. Bauherr Kosfeld lobte die Handwerker für ihre „Arbeit aus einem Guss“. Der Rohbau sei im Budget und im Zeitplan geblieben.

          Das Gebäude soll demnach Ende April nächsten Jahres staubfrei übergeben werden. Es folge der Aufbau der neuen Großgeräte, darunter MRT, CT und ein Linearbeschleuniger. Die technische Feinjustierung dieser Apparate werde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Damit bei den Mitarbeitern jeder Handgriff sitze, sei vorab ein spezielles Umzugstraining erforderlich. Der Umzug sei dann für Anfang August geplant, berichtete Kessler. Was künftig mit dem angemieteten leerstehenden Gebäude Im Langgewann passiere, sei dagegen noch ungewiss.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Demonstranten stürmen H&M Video-Seite öffnen

          Nach rassistischer Werbung : Demonstranten stürmen H&M

          In Südafrika kam es nach der umstrittenen Werbeanzeige für einen Pullover des schwedischen Modeunternehmens zu Ausschreitungen. Demonstranten, darunter auch Oppositionspolitiker, randalierten eine Filiale.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Selbstbezogen und selbstzufrieden: Donald Trump (hier bei einem Football-Match am 8. Januar 2018, während die Nationalhymne gesungen wird).

          Trumps Politik : Das amerikanische Wirtschaftswunder

          Anders als von vielen erwartet geht es der Wirtschaft in Amerika heute ziemlich gut. Davon profitiert auch der einfache Arbeiter. Wie stabil ist das wohl alles?
          Ford ist Amerikas zweitgrößter Autobauer. 2017 war jedoch ein schlechtes Jahr für Ford.

          Aktie unter Druck : Ford verfehlt Gewinnerwartungen

          Ford hat ein schlechtes Jahr hinter Sicht, die Anleger sind enttäuscht. Daran kann auch eine kräftigen Dividendenerhöhung nichts ändern. Das hat mehrere Gründe. Konkurrent General Motors hingegen ist zuversichtlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.