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Eine Million Besucher : Rekord bei Schirn, Städel und Liebieghaus

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Max Hollein, Direktor des Städel, fotografiert am 03.11.2012 im Museum Städel, im Hintergrund der Goethe von Andy Warhol. Bild: dpa

Die Erweiterung des Städels, Munchs Bilder und Koons’ Skulpturen: Die drei Frankfurter Kunstmuseen von Direktor Hollein haben 2012 so viele Besucher angezogen wie nie zuvor. Genau 1.080.253 Menschen kamen.

          Mit mehr als einer Million Besucher haben die drei Frankfurter Kunstmuseen Schirn, Städel und Liebieghaus 2012 einen Besucherrekord erreicht. „Alle drei Institutionen verzeichnen ihr historisch bestes Ergebnis“, teilten die von Max Hollein geleiteten Häuser am Mittwoch gemeinsam mit. „Auch wenn der Erfolg einer Kulturinstitution auf vielen unterschiedlichen Faktoren beruht und sich nicht allein an der reinen Besucherzahl misst, so spiegeln die diesjährigen Zahlen die außerordentliche Lebendigkeit und die ungebrochene Relevanz unserer drei Häuser“, sagte Hollein.

          Die Schirn Kunsthalle übertraf mit 479.121 Besuchern das bislang stärkste Jahr 1989 um fast 63.000. Im Vergleich zum Vorjahr sahen sich sogar 71 Prozent mehr Menschen die Ausstellungen zur klassischen Moderne, zeitgenössischen Kunst und Themenausstellungen an. Die meisten Besucher (213.177) kamen zu „Edvard Munch. Der moderne Blick“. Damit war die Schau zugleich die erfolgreichste in der Geschichte des Hauses. Highlight 2013 wird voraussichtlich „Yoko Ono. Half-A-Wind Show - Eine Retrospektive“ (ab 15. Februar).

          Verdreifachung der Besucherzahlen nach Erweiterung des Städels

          Das Städel zog nach der Eröffnung seines Erweiterungsbaus für die Sammlung der Gegenwartskunst im Februar besonders viele Besucher an. 447.395 kunstinteressierte Menschen wurden 2012 gezählt, fast dreimal so viele wie im Vorjahr, als ein Teil des Altbaus geschlossen war. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 wurde um mehr als 48.400 übertroffen. Die meistbesuchten Sonderausstellungen waren „Claude Lorrain. Die verzauberte Landschaft“, „Raffael. Zeichnungen.“ sowie „Die Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“, die noch bis zum 3. Februar zu sehen ist.

          Raffael und Dürer werden 2013 wieder viele Besucher in das Städel locken, allerdings erst im Herbst. Besonders spannend: „Raffael und das Porträt Julius’ II. - Das Bild eines Renaissance-Papstes“. In der Ausstellung werden verschiedene Fassungen dieses Porträts nebeneinander hängen. Den Auftakt macht am 20. Februar die Ausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770-1820.“

          Mit 153.737 Besuchern verzeichnete auch das Liebieghaus Skulpturensammlung im 104. Jahr seiner Geschichte einen Höchstwert. Es war der vierte Rekord in Folge seit der Neugestaltung 2008. Dazu haben vor allem zwei Sonderausstellungen beigetragen: Die monografische Ausstellung zu Niclaus Gerhaert (Spätgotik) und die Skulpturen des Amerikaners Jeff Koons. Einen neuen Blick auf das antike Griechenland wirft vom 8. Februar an die erste Sonderschau 2013.

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