Die Fluggesellschaft Emirates hat ihren Hauptsitz in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dubai ist also auch der „Hub“, der Knotenpunkt, für die Flüge von der Gesellschaft. Herr Nickel, der den Schülern der Klasse G7a der Eichendorffschule aus Kelkheim die Fluggesellschaft vorstellte, berichtete, dass Emirates sowohl Passagiere als auch Fracht transportiert. In Frankfurt beschäftigt die Gesellschaft 33 Mitarbeiter, in ganz Deutschland sind es etwa 200 und weltweit 46.000.
Nach diesen Grundinformationen ging es in eine große Halle, in die man wie in das ganze Gebäude nur mit gültigem Passierschein darf. In der Halle stehen große Regale, in denen die Waren gelagert werden. Allerdings waren die Regale ziemlich leer, weil es Montag war und sonntagabends oft die meiste Ware abgeholt wird, damit sie pünktlich montags im Laden ist. Herr Nickel erzählte uns, dass Emirates 1985 gegründet wurde und anfangs nur zwei geleaste Maschinen hatte. Heute haben sie 201 Flugzeuge und wachsen ständig, somit nimmt Emirates auch die meisten der Airbus A380 ab. Die Airline Emirates ist an 71 Standorten auf der Welt vertreten.
Die Fluggesellschaft gehört einem Scheich
Dann ging es weiter in die nächste Halle, wo die Ausrüstung des ZDF für die Übertragung des Fußballländerspiels Deutschland gegen Vereinigte Arabische Emirate auf den Abflug nach Dubai wartete. Anschließend sahen wir einen Kühlcontainer mit Trockeneis, in dem Medikamente und Impfstoffe transportiert werden. Hier waren auch große Waagen, mit denen die Container vor ihrer Verladung gewogen werden. Unsere Gruppe von 14 Schülern brachte es auf 730 Kilogramm. In der vorletzten Halle gab es einen besonderen Bereich, in dem Farben, Chemikalien, Gifte und ätzende Stoffe gelagert werden. Danach sahen wir noch ein Röntgengerät mit dem die Container überprüft werden.
Dann ging es zurück ins Hauptgebäude, wo wir etwas essen durften und die letzten Fragen stellen konnten. So erfuhren wir, dass Lufthansa, Cathay Pacific, Etihad und Air France die Hauptkonkurrenten sind und Emirates das Ziel hat, irgendwann mal die größte Airline der Welt zu werden. Die Finanzkrise hat man hier übrigens sehr gespürt, vor allem beim Import. Außerdem erzählte Herr Nickel uns, dass der Chef von Emirates Sheik Ahmed Almaktoum ist.
Von Deutschland aus fliegen täglich sieben Flugzeuge aus Frankfurt, Düsseldorf, München und Hamburg nach Dubai, außerdem kommen dazu noch vier reine Frachtmaschinen jede Woche vom Frankfurter Flughafen und zwei aus Frankfurt-Hahn. Herr Nickel arbeitet zurzeit übrigens an einem ganz besonderen Projekt, bei dem er die Planung für den Transport von über 80 Pferden nach Iran managen muss. Um wie Herr Nickel am Flughafen zu arbeiten, muss man eine Ausbildung zum Verkehrskaufmann machen. (Von Vincent Renner, Klasse G7a, Eichendorffschule, Kelkheim)
Gabelstapler in Aktion und Brezeln zum Abschied (von Hannalea Gröger, G7a, Eichendorffschule, Kelkheim)
Am Montag, den 25. Mai 2009, besuchte ich mit meiner Klasse den Frankfurter Flughafen. Der Frankfurter Flughafen ist der drittgrößte Flughafen Europas. Dort starten und landen jährlich rund 52 Millionen Passagiere. Mit 200 Millionen Tonnen pro Jahr ist der Frachttransport am Frankfurter Flughafen einer der bedeutendsten der Welt. Die wichtigste Airline für den Frankfurter Flughafen ist Lufthansa. Und genau diese besuchten wir. Wir waren gespannt und neugierig, was uns erwarten würde. Von der U-Bahn-Station aus fuhren wir mit dem Linienbus direkt bis zur Lufthansa Cargo. Eine Angestellte holte uns ab und gab jedem von uns eine gelbe Warnweste und einen Besucherausweis. So waren wir als Besuchergruppe gekennzeichnet. Nacheinander schob jeder seinen Ausweis in das Lesegerät und schon waren wir im Cargo Bereich der Lufthansa, zu welchem nicht jeder Zutritt hat. Bei strahlendem Sonnenschein erklärte unsere Führerin, dass der englische Begriff „Cargo“ Fracht bedeuten würde. Dort, wo wir nun waren, trafen wir keine Passagiere, sondern nur Mitarbeiter der Lufthansa.
Vom Lufthansa Cargo Bereich wird Fracht angenommen und verschickt. Zum Versand der Waren werden meist alte Passagierflugzeuge umgerüstet. Fenster und Sitze des Flugzeuges werden entfernt und das Passagierflugzeug wird zum Frachtflugzeug. In großen Containern werden etwa Handys aus China oder Bananen aus Afrika nach Deutschland geliefert. Deutschland verschickt nach Asien unter anderem Baumaschinenteile. Natürlich werden nicht nur Lebensmittel, Spielkonsolen oder Medikamente versendet. Auch Tiere können von Lufthansa Cargo mit dem Flugzeug in ein anderes Land transportiert oder in Deutschland angenommen werden. Nicht nur Kleintiere, sondern auch Elefanten oder Tiger gehen auf weite Reisen.
Deswegen gibt es bei Lufthansa Cargo auch eine Tierstation. In diesem Bereich werden die Tiere bis zu ihrer Reise von Tierspezialisten betreut und versorgt. Diese Tierstation, auch „Animal Lounge“ genannt, ist die weltweit modernste Flughafentierstation. Nachdem uns unsere Begleiterin dies alles erzählt hatte, begaben wir uns in ein riesiges Gebäude. Dieses war in viele große Hallen eingeteilt, in denen Fracht gelagert wird, bevor sie abgeholt oder per Flugzeug versendet wird.
Hier war viel Verkehr. Wir mussten aufpassen, dass wir nicht von Gabelstaplern überfahren wurden, die die Fracht zu dem jeweiligen Flugzeug beförderten. Kleine Kisten mit Handys, große Kisten mit Teppichen, Kartons mit Blumen in den verschiedensten Farben: Dies alles wurde fertig verpackt und mit den richtigen Aufklebern versehen in den Hallen aufbewahrt. Wie ein Passagier benötigt auch die Fracht ein Flugticket, welches auf dem jeweiligen Karton zu sehen ist. Notwenige Warnhinweise müssen vorhanden sein, falls Waren beispielsweise sehr feuerempfindlich reagieren. An manchen Kisten ist außerhalb auch ein kleiner Behälter mit einer Kapsel angebracht. Die darin enthaltene Flüssigkeit kann aus der Kapsel in den Behälter gestoßen werden, wenn etwa eine zu starke Erschütterung beim Flug das Material beschädigt hat. So können Schäden schnell festgestellt und reklamiert werden.
Nachdem wir die Lagerhallen begutachtet hatten, begaben wir uns nach draußen. Unsere Betreuerin führte uns an einen Zaun, der direkt an die Start- und Landebahnen grenzte. Von dort aus konnten wir aus der Nähe beobachten, wie Flugzeuge landeten und starteten. Dies war sehr interessant, da wir auch erfuhren, dass Flugzeuge nicht rückwärts fahren können. Um trotzdem auf die richtige Startbahn zu gelangen, hilft ein weißes Fahrzeug, welches ein verkehrt herum stehendes Flugzeug notfalls anschieben kann. Im Bürogebäude bekamen wir vom Cargo- Team Bretzeln spendiert. Dies war der perfekte Abschluss unseres aufregenden und informativen Aufenthaltes am Frankfurter Flughafen bei der Fluggesellschaft Lufthansa Cargo.
Für mich war es sehr interessant, einmal hinter die Kulissen des riesigen Flughafenbetriebs schauen zu dürfen, denn als normaler Passagier bekommt man keine Einblicke in diese komplizierten Abläufe. Es ist beeindruckend, wie viele Hände zusammenarbeiten müssen, damit alles so reibungslos funktioniert, kein Frachtteil verloren geht und alles am richtigen Ort landet.
Wie Waren in die Welt gelangen (von Leonie Hipper, Klasse G7a, Eichendorffschule, Kelkheim)
Unser Thema bei dem F.A.Z.-Projekt lautet Airlines am Frankfurter Flughafen. Damit wir mehr über unser Thema erfahren konnten, machten wir einen Ausflug zum Frankfurter Flughafen. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und verschiedenen Airlines zugeteilt. Mit sechs anderen Schülern aus meiner Klasse durfte ich zu Lufthansa Cargo gehen. Wir fuhren kurze Zeit mit dem Bus zur Nordseite des Flughafens und wurden dort von unserer Führerin Frau Meyer abgeholt. Wir zogen gelbe Sicherheitswesten an, bekamen Kärtchen mit einem Code, den man gegen einen Scanner an einem Drehkreuz halten musste und gingen in den Bereich von Lufthansa Cargo. Uns wurden die Container gezeigt, in denen verschiedenste Dinge mit dem Flugzeug in die ganze Welt geflogen werden.
Bei Lufthansa Cargo sind insgesamt über 400 Piloten für nur 19 Frachtflugzeuge angestellt. Frau Meyer erklärte uns, dass sehr viele Dinge, denen wir im alltäglichen Leben begegnen, wie zum Beispiel Textilien, Obst, Elektronik, Kinderspielzeug, Pflanzen und sogar Tiere, mit dem Flugzeug aus anderen Ländern nach Deutschland importiert würden. Die Tiere hätten es im Flugzeug natürlich besonders schwer, deshalb kommen sie vor und nach dem Flug in die sogenannte „Animal Lounge“. Nachdem wir etwas über den Transport verschiedener Dinge gelernt haben, gingen wir in die Lagerhalle. Die Exportartikel werden direkt aus Lastwagen in die Lagerhalle gebracht und gelagert, bis sie ins Flugzeug geladen werden.
Jede Verpackung muss ein Etikett haben, auf dem steht woher sie kommen, wohin sie fliegen, was darin enthalten ist und welche Flugnummer sie haben. Gefährliche Chemikalien müssten gekennzeichnet sein, etwa ob sie leicht entzündlich seien oder man sie nicht umkippen dürfe. Außerdem müsse alles ordnungsgemäß verpackt sein, damit nichts kaputt gehe. Anschließend erklärte uns Frau Meyer, was es mit den Zeitungen, die dort stapelweise in Körben lagen, auf sich hat. Wenn sie nicht noch am gleichen Tag, an dem sie gedruckt werden, verschickt werden könnten, müsse man sie ins Altpapier entsorgen. Wenn das Flugzeug nicht alle vorgesehenen Dinge mitnehmen könnte, würden zuerst die wichtigeren Exportartikel in das Flugzeug geladen, zum Beispiel Zeitungen.
Wir erfuhren auch, dass am Muttertag und am Valentinstag besonders viele Rosen nach Deutschland importiert würden. Ab Oktober steige die Quote der Frachtartikel bis Ende Dezember, da zur Weihnachtszeit viel Weihnachtsdekoration oder Geschenke exportiert werden würden. Nach Weihnachten sinke die Anzahl wieder bis April, dann gebe es ein kleines Tief, aber in der Osterzeit werde wieder viel exportiert. Nach Ostern sei das größte Fracht-Tief des Jahres, in dieser Zeit würde recht wenig transportiert, erst zur Weihnachtszeit steige die Quote wieder.
In der Lagerhalle hat uns Frau Maier auch große Maschinen gezeigt, die Exportartikel über ein Fließband laufen lässt, wo die Gabelstapler sie dann abholen und zum vorgesehenen Lagerplatz bringen. Nachdem wir uns in der Lagerhalle alles angeschaut hatten, gingen wir nach draußen an den Zaun zu den Start- und Landebahnen. Hier starten neben Frachtflugzeugen auch Passagierflugzeuge.
Wir beobachteten, wie sich ein Mann vom Bodenpersonal und der Pilot gegenseitig Zeichen gaben, damit kein Unfall passiert und wie ein sogenanntes Pushback-Fahrzeug ein Flugzeug rückwärts schob, da Flugzeuge keinen Rückwärtsgang haben. Wir schauten den Maschinen noch eine Weile beim Starten und Landen zu und gingen anschließend in ein Büro, in dem uns Frau Meyer auf einer Karte des Flughafens zeigte, wo die neue Startbahn gebaut werden soll und wo man erkennt, wo sich welche Airline befindet. Sie erklärte uns, dass Lufthansa Cargo 1994 gegründet wurde und dass das Unternehmen weltweit rund 4600 Mitarbeiter hat. Nun mussten wir schon wieder zurück zum Bus laufen, unsere Sicherheitswesten abgeben und zurück zum anderen Ende des Flughafens fahren, es hat mir aber sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel Neues gelernt.

