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Kaserne Sportsfield-Housing : Platz für 700 weitere Flüchtlinge in Hanau

Erstaufnahme: In Hanau wurden 700 neue Plätze für Flüchtlinge geschaffen. Bild: Marcus Kaufhold

In Hanau ist jetzt mehr Platz für Flüchtlinge. Auf dem ehemaligen Kasernengelände Sportsfield-Housing wurden vier neue Gebäude eingerichtet. Bei den täglichen Aufgaben in den Wohnhäusern werden die Bewohner miteinbezogen.

          In der ehemaligen Kaserne Sportsfield Housing in Hanau hat das Land vier weitere Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet. Damit ist Platz geschaffen worden für 700 zusätzliche Menschen, die noch in dieser Woche einziehen können, wie das Regierungspräsidium in Darmstadt mitteilte.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Land betreibt in einem Teil der ehemaligen Soldatensiedlung an der Aschaffenburger Straße im Stadtteil Wolfgang eine Außenstelle seiner zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen. Bisher leben in diesem vom Land verwalteten Teil der Hanauer Kaserne rund 1000 Personen. Dabei handelt es sich um Neuankömmlinge, deren Asylverfahren beginnt.

          Deutschkurse und Kinderbetreuung sind sehr gefragt

          Künftig kann das Land nach Angaben des Regierungspräsidiums dort 1700 Menschen unterbringen. In den Wohnblöcken, in denen früher amerikanische Soldaten lebten, hat das hessische Baumanagement Wasserleitungen und Sanitäranlagen gebrauchsfertig gemacht, wie es heißt. Für die Zimmer sind Doppelstockbetten und Spinde angeschafft worden. Für die Essensausgabe wurde auf dem Kasernengelände eine Halle errichtet. Das Regierungspräsidium hat nach seinen Angaben die Johanniter Unfallhilfe als Dienstleister mit dem Betrieb der Unterkunft beauftragt. Außer deren hauptamtlichen Mitarbeitern sind auch ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Angeboten werden unter anderem Deutschkurse und Kinderbetreuung, beides wird sehr stark nachgefragt, wie es heißt. Die Flüchtlinge beziehe man auch als Helfer in die täglichen Aufgaben in den Wohnhäusern ein.

          In einem anderen Teil der Hanauer Kaserne, der von der Stadt verwaltet wird, sind ebenfalls Asylbewerber untergebracht. Für diese Personen läuft das Asylverfahren schon, sie wurden der Stadt vom Main-Kinzig-Kreis zur Unterbringung zugewiesen, wie anderen Kommunen in Hessen auch. Diese Gruppe wird als Kontingentflüchtlinge bezeichnet, sie bleiben meist für mehrere Monate in einer Kommune. In ihrem Teil der Kaserne richtet die Stadt Hanau ebenfalls weitere Gebäude her. Nach den Worten von Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) werden bis zum Herbst des nächsten Jahres fast 200 zusätzliche Wohnungen zur Verfügung stehen, so dass die Stadt Hanau bis dann nach und nach etwa 1100 Kontingentflüchtlinge unterbringen kann.

          Quelle: F.A.Z.

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