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EBS-Untersuchungsausschuss Die Wiesbadener Millionen sind noch da

 ·  Der Wiesbadener Oberbürgermeister Helmut Müller hat sich einst stark für die Förderung der Privatuniversität EBS eingesetzt. Die Opposition will, dass er noch vor der Oberbürgermeisterwahl vor dem Untersuchungsausschuss aussagen muss.

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Johannes Meister
Johannes Meister (john23) - 05.01.2013 13:50 Uhr

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werden schon fleißig gestreut: Koch war dagegen, aber so ein Bubi, der jetzt Minister spielt, habe sich durchgesetzt. Wenn Koch keine Förderung gewollt hätte, wäre auch kein Geld geflossen. Es wurde viel Geld in den Sand gesetzt, weil abgehobene Politiker diese "Uni" wollten.
Diese Juristen, ohne Prädikatsabschluß, wollten sich mit EBS-Titeln schmücken. Diese Zeitung könnte sich doch beispielsweise mal in Bad Vilbel über den überaus erfolgreichen Juristen Hahn umhören... Die Bürger Hessens und Wiesbadens müssen jetzt für mehr als den genannten 25 Millionen Euro geradestehen. Es bestand nie eine Notwendigkeit für so eine "Universität". In Frankfurt und Mainz bestehen entsprechende Fakultäten. Auch wenn es rechtlich (noch) nicht möglich ist, auch eine Hochschule Rhein-Main wäre in der Lage, Juristen auszubilden. Die Anforderungen für diese Ausbidlung werden überbewertet, denn weshalb sind denn die
Repetitorien so voll? Auch diese Zeitung hat im letzten Jahr darüber berichtet.

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Gerold Keefer

"dafür sind auch die zehn Millionen Euro der Stadt noch da" ...

... und die bereits geflossenen rund 40 Millionen an öffentlichen Geldern für die "Privat"-Uni interessieren weiter nicht, denn es ist ja kein Wiesbadener Geld?

Man kann die Dinge drehen und wenden wie der Autor will: Fakt ist, dass Herr Müller an diesem Debakel beteiligt ist. Und ihm noch vor der Wahl zu diesem Thema Gehör zu verschaffen ist legitim.

Ob nun Roland Koch aus Liebe zu seiner Alma Mater ein Gegner des Projekt war, ist vor dem Hintergrund seiner bekannten, engen Verbindung zu Christopher Jahns durchaus offen: Immerhin kürzte er den staatlichen Hochschulen zeitgleich zur Förderung der EBS 30 Millionen jährlich.

Die fehlende Prüfung der Bonität der EBS entbehrte übrigens einer Notwendigkeit: Bereits 2010 gab es offenbar im Ministerium eine Krisensitzung bei der die finanzielle Schieflage der EBS Thema war.

Das Grundprinzip des fortgeschrittenen Kapitalismus können die EBS Zöglinge indes hautnah erleben: Gewinne privatisieren, Versluste sozialisieren.

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Gisela Baumeister

Wer braucht die EBS ?

Als Wiesbadenerin brauche ich keine Universität in meiner Stadt. Wir haben eine Fachhochschule mit exzellentem Ruf. Hier zu investieren sehe ich als sinnvoller an.
„ Müller war es immer ein Dorn im Auge, dass Wiesbaden als einzige Landeshauptstadt keine Universität hatte.“
Das ist ambitioniert für Wiesbaden gedacht. Doch angesichts leerer Kassen und sanierungsbedürftigen Schulgebäuden (nur ein Beispiel) an der Realität vorbei.
Ich denke nicht, dass die Mehrzahl der Wiesbadener sich eine private Universität wünscht.
Die erwartete Belebung des Viertels rund um das leerstehende Gerichtsgebäude kann auch stadtplanerisch gelöst werden. Sicher sind hierzu auch Mittel notwendig. 10 Mio. sind fasst überdimensioniert.

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05.01.2013, 09:00 Uhr

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