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Dresdner-Übernahme Commerzbank bei Stellenabbbau über Plan

 ·  Die Commerzbank hat im Zuge der Dresdner-Bank-Übernahme in diesem Jahr weit mehr Stellen abgebaut als ursprünglich geplant. Bis Jahresende sollen 2400 Arbeitsplätze weggefallen sein. Auch die Kosten der Dresdner-Integration liegen über Plan.

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Die Commerzbank hat im Zuge der Dresdner-Bank-Übernahme in diesem Jahr weit mehr Stellen abgebaut als ursprünglich geplant. Nach den am Mittwoch vorgelegten Zahlen sind bis September schon 2300 Arbeitsplätze weggefallen – geplant waren 1900 für das Gesamtjahr. Bis Ende des Jahres sollen 2400 erreicht sein, wie Vorstandschef Martin Blessing auf dem Investorentag der Bank mitteilte. Darüber hinaus seien 1256 Altersteilzeitverträge abgeschlossen worden.

Finanzvorstand Eric Strutz verwies darauf, dass etwa in seinem Ressort noch eine Zeit lang zwei Bilanzen parallel erstellt werden müssten. Deshalb sei es von Vorteil, dass Teilzeitverträge erst in einigen Jahren ausliefen. Insgesamt wolle die Bank an dem geplanten Abbau von 6500 Stellen in Deutschland festhalten.

Höhere Kosten durch Mietverträge

Die Kosten der Integration liegen um 500 Millionen Euro über dem Plan, bei 2,5 Milliarden Euro, wie es weiter hieß. Ein Grund dafür sei etwa, dass einige Geschäftsräume früher verlassen würden, als geplant, erläuterte Blessing, was aufgrund bestehender Mietverträge zu Zusatzkosten führen kann. Zugleich führe das Zusammenlegen von Einheiten in weniger Gebäuden aber auch zur Erhöhung regelmäßiger Kostensynergien.

Langfristig rechnet die Commerzbank damit, durch die Zusammenlegung jährlich 2,4 Milliarden Euro weniger auszugeben, als die beiden Vorgängerinstitute. Ursprünglich war man von jährlichen Einsparungen von 1,9 Milliarden ausgegangen. Durch die Umstrukturierung und Angleichung der beiden Häuser werden in diesem Jahr Kosten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro anfallen. Dem stünden etwa 600 Millionen an Synergien entgegen.

Bank wartet mit Eurohypo-Verkauf

Die Umstrukturierung der Eschborner Tochter Eurohypo sei im Gange, sagte Blessing weiter. Der von der Europäischen Kommission geforderte Verkauf des Hauses werde erst angegangen, wenn die Märkte wieder besser seien. In den vorgelegten Planungen zählt die Eurohypo auch 2012 noch zum Konzern.

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Jahrgang 1982, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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