Marburg, Wiesbaden und Darmstadt sind dem begehrten Welterbe-Titel der Unesco ein kleines Stück näher gekommen. Die Bewerbungen aller drei Städte seien fristgerecht bei der Kultusministerkonferenz eingereicht worden, teilte das hessische Kunstministerium am Mittwoch in Wiesbaden mit. Ministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass es die Kandidaten in die nächste Runde der Auswahl-Prozedur schaffen. „Sie unterstreichen einmal mehr die Einzigartigkeit, Vielfalt und große Attraktivität der kulturellen Schätze in Hessen (...)“, ließ sie mitteilen.
Darmstadt schickt die Jugendstil-Künstlerkolonie Mathildenhöhe ins Rennen, Wiesbaden bewirbt sich mit seiner Geschichte als Weltkurstadt im 19. Jahrhundert. Marburg möchte gemeinsam mit Tübingen als „Prototyp der europäischen Universitätsstadt“ punkten.
Für die Bundesländer endete am (heutigen) 1. August die Frist, die Vorschläge bei der Kultusministerkonferenz einzureichen. Ein Expertengremium prüft dann die Bewerbungen und erstellt eine nationale Rangliste für die Unesco. Diese entscheidet vom Jahr 2016 an über die weltweite Titelvergabe. In Hessen gibt es bislang fünf Welterbestätten.
Die Faust auf dem Auge (Mathildenhoehe Darmstadt)
Heiko Steinmann (diversey)
- 04.08.2012, 01:34 Uhr

