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Dom-Römer GmbH Vorwürfe weiter ungeklärt

 ·  Gespräch bei Roth über die Zukunft von Pfaff

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Zu der Frage, ob der Frankfurter Projektentwickler Werner Pfaff Geschäftsführer der städtischen Dom-Römer GmbH bleiben kann oder nicht, war gestern bis Redaktionsschluss der F.A.Z. keine Auskunft zu erhalten. Wie berichtet, wollte Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) gestern Abend in einem Gespräch mit Pfaff klären, in welchem Maß der Vorwurf zutrifft, er sei vor sechs Jahren in die Korruptionsaffäre der Frankfurter Immobilienbranche verwickelt gewesen. Pfaff soll 200 000 Euro an den Geschäftsführer einer Immobilientochter gezahlt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte das Ermittlungsverfahren 2005 eingestellt.

Wie von der Staatsanwaltschaft zu hören war, wird sich Pfaff womöglich noch in diesem Jahr vor Gericht zu der Frage äußern müssen, ob es zu der Bestechung gekommen ist, als seine Projektentwicklungsgesellschaft den Auftrag erhielt, ein Gebäude in Mainz zu sanieren. Gegen einen Frankfurter Hausverwalter, über den die Transaktion abgewickelt worden sein soll, hat die Staatsanwaltschaft inzwischen Anklage erhoben. Allerdings hat die zuständige Kammer am Landgericht das Hauptverfahren noch nicht eröffnet. Pfaff war zuvor schon in einem anderen Prozess als Zeuge von der Staatsanwaltschaft benannt worden, musste aber nicht aussagen, weil der Angeklagte zu Beginn der Hauptverhandlung ein Geständnis abgelegt hatte.

Von Untersuchungshaft verschont

Pfaff bestreitet, er habe vor vier Jahren Strafverfolgern die Zahlung von Schmiergeld gestanden. Dies war auch gestern nicht zu klären. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Doris Möller-Scheu, sagte, die Akte sei sehr umfangreich und es sei daher schwierig, ein etwaiges Vernehmungsprotokoll herauszusuchen. Frankfurts Personaldezernent Markus Frank (CDU) hat bisher vergeblich Einsicht in die Unterlagen begehrt.

Wie berichtet, wurde das Ermittlungsverfahren gegen Pfaff schon 2005 eingestellt, nachdem dieser umfassend zu den Vorwürfen Stellung genommen und als Auflage 75.000 Euro gezahlt hatte. In diesem Betrag verrechnete die Staatsanwaltschaft die 50.000 Euro Kaution, die Pfaff entrichtet hatte, um von der Untersuchungshaft verschont zu werden.

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Jahrgang 1956, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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