Eine neue leuchtend gelbe Froschart, die abfärbt, haben Forscher im Hochland Panamas entdeckt. Warum der nur etwa zwei Zentimeter große Regenfrosch bei Berührung seine Farbe abgibt, ist den Wissenschaftlern allerdings noch rätselhaft, wie das Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt mitteilte.
Die ungewöhnlichen Paarungsrufe der männlichen Gelbfärber-Regenfrösche (Diasporus citrinobapheus) hatten die Biologen auf die Spur der winzigen Amphibie gebracht. Zugleich entdeckten sie eine Frosch- und Salamanderart wieder, die in diesem Gebiet seit mehreren Jahrzehnten nicht gesichtet wurden. „Es war aber gar nicht so einfach, die winzigen Tiere im dichten Regenwald ausfindig zu machen, geschweige denn zu fangen.“
Opfer einer Pilzerkrankung
In der unzugänglichen Bergwelt im Westen Panamas suchten die Wissenschaftler auf verschiedenen Expeditionen von 2008 bis 2010 vor allem an den Ufern von Bergbächen und im Nebelwald nach seltenen Fröschen und Salamandern.
Sie konnten dabei auch 18 von insgesamt 33 gefährdeten und stark
gefährdeten Amphibienarten nachweisen. Darunter ist auch ein Salamander, der seit seiner Entdeckung vor 34 Jahren nicht mehr nachgewiesen werden konnte sowie ein Frosch, der seit 27 Jahren nicht mehr in Panama gesehen wurde. Vor allem Ende des 20. ahrhunderts waren zahlreiche Amphibien in der Region an einer Pilzerkrankung gestorben.
Gravierender sei jedoch der Verlust von geeignetem Lebensraum, erläuterte Hertz. Er forderte das entlegene Cerro Colorado Areal nicht für den Kupferabbau freizugeben, sondern als Schutzgebiet auszuweisen, um die Arten für künftige Generationen zu erhalten. „Es gibt sie an keinem anderen Ort der Welt.“ Ihre Studien präsentieren die Forscher in den Fachjournalen „Amphibian and Reptile Conservation“ und „ZooKeys“.

