Im Frankfurter Omnibusunternehmen Deutsche Touring laufen die Planungen für Fernbuslinien auf Hochtouren, seitdem sich die Fraktionen im Bundestag auf eine Liberalisierung dieses Marktes geeinigt haben. Michael Svedek, der Leiter des operativen Geschäfts, warnte allerdings vor überzogenen Erwartungen.Vor März oder April sei mit einem Linienverkehr im großen Stil nicht zu rechnen, sagte er.
Bisher hätten sich die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen erst im Grundsatz geeinigt, ein Gesetz sei also noch gar nicht verabschiedet. Und auch in Zukunft bedürfe es für den Linienverkehr einer Konzession, deren Erteilung Monate dauern könne.
Deinbus darf schon fahren
Die Deutsche Touring will seit Jahren Fernbusse unter anderem zwischen Frankfurt und Dortmund über Köln und Düsseldorf pendeln lassen, hatte jedoch keine Konzession erhalten. Svedek sagte, über die Einigung in Berlin sei man im Unternehmen „positiv geschockt“. Damit habe niemand mehr gerechnet.
Das Friedrichshafener Unternehmen Deinbus hatte hingegen bereits auf Basis der jetzigen Gesetzeslage die Genehmigung erhalten, mit Bussen zwischen München, Tübingen und Frankfurt zu fahren. Die Geschäftsführung hofft, dass weitere Konzessionen nun zügig erteilt werden.
Wieso mischt sich der Staat hier überhaupt ein?
Herbert Sax (H.Sax)
- 18.09.2012, 13:04 Uhr