http://www.faz.net/-gzg-8z03o

Depeche Mode in Frankfurt : Sie können einfach nicht genug bekommen

Fanmagneten: Depeche Mode in der ausverkauften Frankfurter Arena - hier Sönger David Gahan Bild: Wonge Bergmann

Am Anfang geht es etwas düster zu, aber beim vierten Song tanzen die Massen: Depeche Mode im Frankfurter Waldstadion.

          Um auf Temperaturen zu kommen, bedurfte es am Dienstag Abend eigentlich keines Rockkonzerts. Die Anreise zum ausverkauften Auftritt der britischen Band Depeche Mode im Frankfurter Waldstadion, die für so manchen Besucher in einem längeren Fußmarsch zur Arena mündete, und das Passieren der gründlichen Sicherheitskontrollen reichten völlig aus. Allerdings ist es immer wieder von besonderem Reiz, aus einer gewaltigen Anlage vertraute Töne zu hören und deren Wirkung auf Zehntausende Menschen zu beobachten.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In der Arena dauerte es jedenfalls gerade einmal bis zum vierten Song des Programms, „A Pain That I’m Used To“, um die Massen zum Tanzen zu bringen. Zwar hatte das Konzert mit den Stücken „Going Backwards“ und „So Much Love“ vom neuen Album „Spirit“ noch vergleichsweise düster begonnen, doch sollte hier nur der skeptische Grundton des dezidiert politisch gemeinten Werks anklingen, das ja auch fragt, wo die Revolution sei. Die muss vielleicht noch warten – oder fand ihren Ausdruck gerade in der Begeisterung, die Dave Gahan, Martin Gore und Andy Fletcher mit ihren durchaus zivilisationskritisch zu verstehenden Hits wie „Everything Counts“, „Walking In My Shoes“, „Enjoy the Silence“, „Never Let Me Down Again“ oder „Personal Jesus“ auslösen können. Wir tänzeln zwar am Abgrund, schauen aber optimistisch nach vorne. Es ist eben nur „A Question of Lust“.

          Wer am Dienstag Abend beim Konzert nicht dabei sein konnte, sollte sich den 24. November vormerken. An diesem Tag starten Depeche Mode in der Frankfurter Festhalle eine Tour durch deutsche und österreichische Hallen und Arenen. Sie können eben einfach nicht genug bekommen.

          Weitere Themen

          Star-DJ Avicii tot aufgefunden Video-Seite öffnen

          Tod mit 28 Jahren : Star-DJ Avicii tot aufgefunden

          Der junge Schwede arbeitete regelmäßig mit hochkarätigen Künstlern zusammen. Unter anderem mit Chris Martin von Coldplay, Robbie Williams und Madonna.

          Brillenbär-Babys begeistern Frankfurter Zoo Video-Seite öffnen

          Vom Aussterben bedroht : Brillenbär-Babys begeistern Frankfurter Zoo

          Wochenlang hatten sie abgeschottet von der Außenwelt bei ihrer Mutter in der Wurfbox gelebt. Jetzt dürfen Manu und Suyana endlich nach draußen und fühlen sich dort pudelwohl. Doch bald droht schon die Trennung der Bären-Geschwister.

          Topmeldungen

          Kriminalitätsstatistik : Eine feste Burg ist unser Haus

          Lange stieg die Zahl der Einbrüche, nun ist sie um ein Viertel gesunken – weil viele ihr Zuhause sicherer machen und Ermittler neue Technik nutzen.
          Die Quartalszahlen der Google-Mutter übertrafen die Erwartungen.

          Quartalszahlen : Google-Holding Alphabet überzeugt

          Das Werbegeschäft des Internetkonzerns läuft weiterhin glänzend. Aber die Kosten steigen noch mehr als die Umsätze. Und Sparten wie Waymo bringen bislang kaum Geld ein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.