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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Demo mit Menschenkette Händchenhalten gegen Fluglärm

 ·  Im Rhein-Main-Gebiet häufen sich die Proteste gegen Fluglärm. In Frankfurt bilden Tausende Demonstranten eine lange Menschenkette.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (41)

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Mark Schumann

Ach, Herr Schüssler

Ich bin einfach froh, daß wir Sie als Referenzpunkt für das "Niveau" in dieser Runde haben. Wer sollte uns sonst über die Flughäfen der großen weiten Welt aufklären und mit profundem Halbwissen zu Dividendenausschüttungen erheitern. Ich habe auch nicht ihretwegen Google bemüht (den Gartenzaun, den Sie und Herr Fink mir auf den Kopf gehauen haben konnte ich gar nicht ignorieren), sondern um Frau Schäfer endgültig die Illusion zu nehmen, Sie hätte es hier mit einem mehr oder weniger unvoreingenommenen Rentner zu tun. Die Diskussion mit Ihnen hatte ich auch für abgeschlossen gehalten (mein letzter Beitrag galt Fr. Schäfer, wenn Sie genau hinsehen). Nun ja, bei inzwischen erneut 3 Beiträgen innert 16 Minuten habe ich zwar Zweifel, daß Sie Ihr Versprechen einlösen werden. Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen dennoch ebenfalls.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 17:22 Uhr
Mark Schumann

Vielleicht sollte ich...

...auch eine Runde Golf spielen gehen. Allerdings nicht im Frankfurter Golf Club in Niederrad. Da ist es in letzter Zeit unerklärlicherweise so laut geworden. Vielleicht sollte ich mich aber auch mit der Frage befassen, wie man einerseits jemanden der "Niveaulosigkeit" bezichtigen, sich aber postwendend persönlich angegriffen fühlen kann, wenn man auf sachliche Fehler in der eigenen Argumentation hingewiesen wird. Das grenzt ja schon an Bigotterie. Oft helfen jedoch Zitate, wenn man nicht weiter weiss: "Alternativ könnten natürlich auch einige Leute Ihre individuellen Befindlichkeiten [zurückstellen]" (sounds familiar?). Ich habe Sie weder persönlich angegriffen noch in irgendeiner Form beleidigt, Herr Schüssler (auch dem hätte die FAZ wohl Einhalt geboten). Ich würde Sie lediglich bitten einmal im Rahmen einer kritischen Selbstreflektion zu überlegen, ob Sie da nicht etwas mit zweierlei Maß messen. Aber sei's drum. Eigentlich waren ja bereits vollmundige Schweigegelöbnisse offeriert..

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Hannelore Schäfer

Illusionen

Hatte ich wegen Herrn Schüssler nicht, es konnte eigentlich gar nicht anders sein. Dass er selbst zum Kreis der verlachten Rentner gehört (wenn nicht jetzt schon, dann bald), finde ich ein bissi erheiternd. Ich muss da noch richtig lange ranklotzen.

Es wird immer jemand geben, der mehr weiß, als andere. Ob man sich darauf aber was einbilden kann? Ob z.B. Frau Dr. Merkel als Physikerin und Kind der Planwirtschaft marktwirtschaftliche Zusammenhänge wirklich so erkennt, dass sie ganz Europa durch die Krise führen kann? Wer weiß?

FRA wird weiter wachsen, da bin ich mir sicher. Bis zu einem Punkt. Es gibt da eine Handwerkerregel: Nach fest kommt ab. Das kann man wunderbar auf viele Bereiche übertragen. Vielen Dank für Ihre Beiträge und Ihre Klarstellung zu den beiden Herren. Ich bin mir dennoch ziemlich sicher, dass die zwei nicht in den direkten Einflugschneisen wohnen.

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Bernhard Holtmann

Krebsgeschwür

Die Flughafenerweiterung wird immer ein Krebsgeschwürd sein in der Heinmat der Menschen hier. Wir sind die Antikörper und die Chemotherapie. Aber häufig bringt der Krebs die Menschen um, womit der Krebs dann auch tot ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 13:54 Uhr
Bernhard Holtmann

bitte richtig lesen

Herr Röder,
ich sprach von der Flughafenerweiterung.
Die jetzt demonstrierenden Menschen leben schon lange lange mit dem Flughafen als schlechten Nachbarn, und haben ihn akzeptiert. Nur die Erweiterungen und zunehmende Verlärmung sind eine Krebswucherung. Frankfurt profitiert nicht mehr davon, Frankfurt und Rhein Main verlieren inzwischen durch FRA und Börse. Sie kosten unser Steuergeld und unsere Gesundheit.
Intelligentes Wachstum sieht halt anders aus, als noch ne Betonpiste.
Die Welt ist nicht einfach schwarz weiss so wie es schreiben.

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Sven Röder
Sven Röder (ProFRA) - 27.06.2012 11:31 Uhr

...

Besuchen sie mal Städte im Osten ... so würde Frankfurt ohne Flughafen aussehen.. eine Börse von Weltrang gäbs nicht Mainhatten gäbs nicht Frankfurt hätte sicher keine 600.000 Einwohner Frankfurt wäre eine Arme Stadt ...

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Mark Schumann

@ Herren Schüssler und Fink zum Abschluss

Meine Absicht besteht weder darin Sie zu diskreditieren noch steht mir eine Beurteilung Ihres "Track Records" zu. Wohl aber eine Meinung, bei deren Äußerung ich mich sowohl um Differenziertheit als auch "Contenance" im Vortragen bemühe (im Falle Ermangelung eben dieser gehe ich davon aus, daß die FAZ ohnehin einschreiten würde). Ebenso schätze ich, daß sich an dieser Diskussion Leute beteiligen, die dazu beitragen (können), die aufgeheizte Diskussion zu versachlichen. Sie werden es mir jedoch nachsehen, daß ich im Hinblick auf Ihren "Track Record" die alte Weisheit "Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing" bemühe. Dennoch danke ich für die interessante und bisweilen auch sehr unterhaltsame Diskussion (zur Abwechslung ohne Ironie) und wünsche einen schönen Abend.

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Mark Schumann

Ach so, Herr Schüßler

Es zählt bei Ihnen also nur der ausgeschüttete Anteil am Gewinn, während der Rest "irrelevant" ist? Nun ja, das habe ich mal anders gelernt. Irrelevant ist vielmehr in der grundsätzlichen Betrachtung, ob und wieviel des Gewinns ausgeschüttet wird. Da gibt es sogar ein entsprechendes Irrelevanztheorem von Modigliani und Miller in der ökonomischen Theorie. Meines Wissens war zumindest einer der Herren auch Nobelpreisträger. Aber ich gehe nicht davon aus, daß Sie damit vertraut sind, nachdem schon Paretoeffizienz und abnehmender Grenznutzen unbekannte Konzepte zu sein schienen. Ebenso wie Details zur Fraport Dividendenausschüttung. Nun ja, zumindest haben Sie mir beim Verständnis des Unterschiedes zwischen Dividende und Gewerbesteuer geholfen. Sonst hätte ich das noch verwechselt.

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Mark Schumann

Ja wie jetzt?

Die Gewerbesteuer dieser "500 Firmen" für das Land zu vereinnahmen, hat mir Herr Schüßler ja bereits untersagt und zusammen mit Ihnen daher ein entsprechendes Interesse des Landes in Abrede gestellt (was Ausgangspunkt der derzeitigen Diskussion war: nämlich das ökonomische Interesse des Landes am Ausbau Frankfurts statt eine möglicherweise raumverträglicheren Planung andernorts jenseits der Landesgrenzen). Vielleicht sollten Sie zwei "Industrieveteranen" sich vorher kurz besser abstimmen und nochmal durch die Zahlen und Geschäftsberichte gehen.

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Mark Schumann

@ Schüßler - Südbahn, Gewerbesteuer & Regulierung

Ich denke, im St. Floriansgarten werden wir keine Gewinner finden können, insofern will ich diese Diskussion nicht weiter vertiefen. Zur Gewerbesteuer: Das Land Hessen ist mit einer Beteiligung von 31% der größte Eigentümer der Fraport AG. Ob ein Teil der dort generierten Cash Flows in Form von Gewerbesteuer (Kommunen, danke für die Klarstellung) oder Dividendenerträge (Land Hessen und Stadt Frankfurt) zurückfliessen, halte ich mit Verlaub für Haarspalterei. Davon abgesehen ist die Interessenkonformität zwischen Land Hessen und hessischen Kommunen mit Sicherheit substanzieller als zw Land Hessen und RLP-Kommunen. Aber sei's drum. Ich kenne die Ausführungen von Prof Vahrenkamp nicht und beanspruche auch keinen Expertenstatus für mich. Wohl aber einen gesunden Menschenverstand. Daß ein Platzangebot von 1000 Zeichen unzureichend für die Komplexität vieler hier diskutierter Sachverhalte ist, bestreite ich nicht. Vielleicht ist dies schlicht das falsche Forum...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 23:19 Uhr
silvia schleimer

Neue Arbeitsplätze

meinen sie die, die aus der Frankfurter Innenstadt /Umland jetzt an den Flughafen gezogen sind und die nun als neue Arbeitdsplätze verkauft werden?
Oder meinen Sie die Entlassungen bei Lufthansa?
Und meinen Sie sekundäre oder prekäre Arbeitsplätze?

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 15:45 Uhr

Da müssen jetzt natürlich noch

die Ergebnisse der cirka 500 weiteren Firmen, die auf der durch Fraport angebotenen Infrastruktur ihre Geschäfte abwickeln und dabei meistens auch nrecht gut verdienen und entsprechendes Steueraufkommen abführen. Von den zur Zeit 70.000 direkt Beschäftigten und deren Lohn/EK Steuer sowie Sozialabgaben sowie die daraus resultierenden sekundären Beschäftigungsverhältnisse ganz zu schweigen.

Das ist die Situation mit Hub. Ohne Hub sähe das ganz anders aus. Maximal 15 Mio Passagiere, 60 Tsd Tonnen Fracht und vielleicht 12000 Beschäftigte. Den rest können Sie sich selber ausrechnen.

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Mark Schumann

Bananen

Da brauchen Sie gar nicht die Landes-SPD bemühen, das lässt sich relativ einfach nachrechnen. Fraport hat im letzten Jahr einen Vorsteuergewinn von €347m ausgewiesen, und einen Nettogewinn von €240m. Es wurde im Mai für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von €1.25 pro Aktie bezahlt, was bei 92.1m ausstehenden Aktien ca. €115m Dividende bedeutet. Der Anteil des Landes Hessen am ÖKONOMISCHEN Nachsteuergewinn beträgt somit 0,321x240m = €77m, der CASHWIRKSAME Anteil über Dividenden €37m (Der Anteil der Stadt Frankfurt sowie Gewerbe- sowie sonstige steuereinnahmen sind da mal aussen vor). Der Ertragssteueraufwand (inkl. Körperschafts- und Gewerbeertragssteuer) lag dabei bei ca. €70m fürs abgelaufene Jahr. Insofern sprechen wir hier ökonomisch gesehen durchaus von gleichen Größenordnungen (Gewerbesteuer vs ökon. Anteil am Gewinn). Sie mögen das lustig finden. Ich würde Ihnen jedoch nahelegen sich neben Landebahn-Layouts auch mal gelegentlich mit Geschäftsberichten zu befassen.

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Mark Schumann

Auweia, Herr Röder...

...Die Hardliner-Fraktion hat hier natürlich noch gefehlt. Danke, daß auch Sie sich in die Diskussion eingeschaltet haben. Ich atme tief durch, schüttele mich und sage: NICHTS. Manchmal treffen es Zitate besser, in diesem Fall Schiller: Contra stultitiam dei etiam pugnant frustra...


"Gegen die Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens." (Schiller: Die Jungfrau von Orléans)

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 14:09 Uhr
Hannelore Schäfer

Habe ich was verpasst?

Wer verlangt denn eigentlich, dass der Flughafen geschlossen wird? Bis jetzt ist mir noch nirgends auch nur eine Person begegnet, die das verlangt hat.

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Sven Röder
Sven Röder (ProFRA) - 26.06.2012 10:48 Uhr

...

was glauben denn die Hardliner der Antiflughafenfraktion denn was mit der Rhein Main Region passiert wenn der Flughafen weg ist???

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Sven Röder
Sven Röder (ProFRA) - 25.06.2012 21:32 Uhr

Was passiert wenn

... die Ausbau und Flughafengegner gewinnen ...

Die Rhein-Main Region wird International nicht mehr Wettbewerbsfähig
Der Flughafen wird auf die Grösse von Nürnberg schrumpfen
Internationale Firmen die auf den Flughafen angewiesen sind werden die Region verlassen
die Arbeitslosigkeit wird auf jeden fall steigen
Gutverdiener werden der Arbeit nachziehen

Aber das ist den Paar leuten egal, ich wünsche diesen Leuten die gegen den Flughafen Demonstrieren das sie wenn nicht die ersten sind die entlassen werden und arbeitslos werden dann wenigstens später dran sein werden. Wenn sie nicht schon Rente bekommen ...

die Jungen Leute die Arbeiten wollen werden wegziehen...

Es wird aber Ruhiger :) Danke ...

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Mark Schumann

Topographie und Wind

Also, ich nehme ja nicht für mich in Anspruch ein ähnlich großer Kenner von Topographie, Windverhältnissen und Landebahn-Layouts internationaler Flughäfen zu sein. Aber ein einfacher Blick auf die Karte verrät mir bei Amsterdam: Links (sprich: westlich) Nordsee. Rechts (sprich: östlich) Markermeer. Unten: Eine dünn besiedelte Seenplatte. Das erleichtert m.E. die Flexibilität bei Starts und Landungen. Ein Blick auf die Umgebungskarte des Frankfurter Flughafens verrät mir: Links Wiesbaden, Mainz, Rüsselsheim...Städte mit zusammen in etwa der gleichen Einwohnerzahl wie Amsterdam. Rechts: Frankfurt, Offenbach, Hanau...Da passt Amsterdam 2x rein. Im Norden der Taunus - für Flugverkehr topographisch ungeeignet. Topographie lässt sich schwer ändern. Die Position einer Landebahn schon. Vielleicht bin ich aber auch zu naiv und wir müssen einfach nur die Städte besser um den Flughafen herum gruppieren...

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silvia schleimer

politisch motivierte flugrouten

Wer sich ein wenig mit der Flugroutenplanung der DFS im Rhein-Main-Gebiet auseinandersetzt wird m.E. sehr schnell erkennen, dass diese Routenplanung rein politisch gesteuert ist. Fair sieht anders aus. Ein Großteil des Lärms wird neben Offenbach über Rheinland-Pfalz geleitet. Dort wohnen nämlich Menschen, die Bouffier nicht abwählen können.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 23:09 Uhr
silvia schleimer

Merkwürdig

Merkwürdig, dass es dazu zwei ganz andere Gutachten aus RLP gibt. Oder wollen Sie jetzt auch der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung Verschwörungstheorien unterstellen? Mal sehen , was die Richter dazu sagen, ich werde mich wieder bei Ihnen melden.

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Closed via SSO

Guten Tag, Frau Schleimer

Könnte es nicht eher sein, dass sich die auch die DFS eher an der Geographie ausrichtet? Haben Sie sich schon 'mal mit den Ist-Flugrouten auf "umweltorg" befasst? Da sieht man sehr schon, dass Flugzeuge, die aus dem Süden bzw. dem Nordwesten kommen und in Richtung Osten landen sollen, gar keine andere Möglichkeit haben, als kurz über den Rhein zu fliegen. Bei Flügen aus "rein" westlicher Richtung liegen RLP und der Flughafen ohnehin auf einer Linie - geographisch gesehen. Letzteres gilt sinngemäß auch für Offenbach.

Nicht nur, aber auch unter Berücksichtigung dieser Umstände hat Ihre Verschwörungstheorie keine Substanz.

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Beate Obermann

Die am allerheftigsten betroffene Großstadt wird nicht erwähnt

Es gibt keine landschaftliche oder klimatische Zwangslage die begründet, wieso 100% aller Anflüge entlang dreier Anflugscheisen direkt über eine alte Großstadt führen müssen. Selbst an Flughafenstandorten mit deutlich mehr Wind, zB Amsterdam, werden An- und Abflüge in alle Himmelsrichtungen geleitet, den Anliegern in den verschiedenen Sektoren wird jeweils nur ein festgelegtes Quotum an Lärm zugemutet und die Anzahl der Flugbewegungen ist gesetzlich gedeckelt.
Offenbach werden ohne jeden Ausgleich die Hauptlast des Fluglärms und der Luftschadstoffe zugemutet. Erwachsene und 20.000 Kinder!!! sind ständig Lärmpegeln ausgesetzt. die weit über dem Grenzwert liegen, den die Welt-GesundheitsOrganisation WHO als gesundheitsschädlich einstuft.
Aus den zum Teil auch noch steuerfinanzierten Mittel der medial groß angekündigten Allianz für Lärmschutz sollen nur ca. 1% nach Offenbach kommen.
Wer dieses Unrecht verschweigt, macht sich mitschuldig.

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Antworten (19) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 19:00 Uhr
Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 19:00 Uhr

Herr Schumann

man sollte seine Mitstreiter nicht für dümmer halten als man selber ist. Herr Schüssler und meine Wenigkeit verfügen über einen track record der auch nicht zu verachten ist und, um mal die Leberkäs Semmeln aufzugreifen, mer san net auf der Brensuppn daher gschwommen.

Sie mögen sich ja über den Fluglärm aufregen und das bleibt Ihnen unbenommen., Die Leute sind heute halt empfindlicher. Leider ist aus den vielen Beiträgen die Flughafengegner in den letzten Wochen geschrieben haben immer wieder zu erkennen, das man mit Betriebsabläufen nicht vertraut ist. Macht ja auch nichts, nicht jeder Buchhalter muss wissen warum die Rechnung erstellt wurde die er verbucht.

Aber es ist dann oft so wie mit dem Professor V., der sich auf ein Gebiet der Logistik spezialisiert hat das mit Luftfracht wenig zu tun hat und dann meint, er könne trotzdem was über Flughäfen unfd Luftfracht zum besten geben. Kann er nicht und das geht dann auch vielen Schreibern hier so.

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Mark Schumann

Der aufmerksame Leser, Herr Fink

sollte bemerkt haben, dass ich versucht habe, ein Konzept zu illustrieren. Natürlich setzt das beim Leser ein gewisses Abstraktionsvermögen voraus. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich damit einen Teil der Leserschaft offensichtlich überfordert haben sollte.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 16:35 Uhr

Der aufmerksame Leser, Herr Schumann, sollte mitbekommen haben um welches

Geschäft es sich handelt. Vielleicht erfahren Sie ja auch noch die Erleuchtung.
Ja, es geht so und nicht anders und da sind wir wieder bei den 1000 Zeichen. Weiter oben können Sie aber die Differenz zwischen Hub und kein Hub nachlesen.

Sie schreiben so nonchalant von 700000 Flugbewegungen und die 700001ste die dann nicht mehr schmeckt und merken überhaupt den Unfug nicht. Sie müssen mir auch nicht erklären wie leise Autos und wie laut Flugzeuge sind, wahrscheinlich bin ich etwas länger unterwegs als Sie. Sonst wüssten Sie wie laut die erste Generation der Jets war.

Heute ist es ein Bruchteil davon, auch wenn mehr Flüge operieren. Fluglärm insgesamt macht einen Bruchteil des Lärms aus, dem man in einem Ballungsgebiet ausgesetzt ist. Man kann sich natürlich in etwas hineinsteigern. Sie werden dann auch 100 Flugbewegungen am Tag als Lärm empfinden, da kann man dann nicht helfen.

Jedenfalls ist der Protest nicht mehr nachvollziehbar und unbegründet.

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Mark Schumann

Wer rechnen kann...

Herr Fink, genauso wenig wie ich Ihnen unterstelle 27 Leberkäs-Semmeln zu essen habe ich behauptet, dass es Anwohner gibt, die alle 700.000 Flugbewegungen mitbekommen. Aber ob sie von 200.000 auf 350.000 oder von 400.000 auf 700.000 gehen: Die prozentuale Zuname der Belastung bleibt gleich. Unter diesen abstrakten Zahlen kann sich ohnehin niemand etwas vorstellen. Unter dem subjektiv wahrgenommenen Mehr an Lärm hingegen durchaus. Auch hier reichen 1000 Zeichen nicht aus, um Ihnen den Unterschied zwischen von Auto- und von Flugverkehr generiertem Lärm zu erklären. Und der vermeintlichen Lärmminderung der Flugzeuge steht eine objektive Vermehrung der Einzelschallereignisse gegenüber. In Summe beweifel ich, dass es objektiv insgesamt leiser geworden ist. Ich weiss nicht, in welchen "Geschäft" Sie seit Jahrzehnten sind. Aber wenn diese Erfahrung Sie zu keiner anderen Argumentation als "Was den Ausbau angeht, es geht nur so und nicht anders" befähigt, dann scheinen die Jahre vergebens...

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 13:46 Uhr

Denkfehler

kein Einwohner der Metropolregion wird jemals alle 700000 Flugbewegungen bemerken. Es sind ja immer nur die Hälfte, weil diejenigen die die Starts mitbekommen nicht gleichzeitig die Landungen erleben und umgekehrt. Die wenigsten werden einen Unterschied zwischen den dann vielleicht 350000 und den heutigen vcirka 250.000 erkennen können. Die ganzen Horrorszenarien sind doch fernab der Realität. Herr Schüssler und ich sind einige Jahrzehnte im Geschäft und wissen noch, wie laut Flugzeuge mal waren. Heute ist das doch nur bei den meisten Überflügen (Landungen) 5 bis 10 Sekunden Geräusch das ist meistens nicht lauter als ein vorbeifahrendes Auto. Mit dem Unterschied - Autos fahren immer.

Was den Ausbau angeht, es geht nur so und nicht anders. Hat was mit Wettbewern zu tun und der ist Weltweit. Eine A380 beschäftigt übrigens 400 hoch qualifizierte Mitarbeiter wovon kein einziger eine Billigarbeitskraft ist. .

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 13:37 Uhr

Man muss Nachtflüge auch nicht

einheitlich regeln, schön wäre es aber, es ist auch eine Bundesangelegenheit weil von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Das sich eine Wirtschaftsnation unserer Güte in der Nacht vom Weltgeschehen abnabelt ist eine absurde Vorstellung. Wie man sieht wird ja hjier schon von einer Minderheit gegen eine richterlich abgesegnete, recht unpraktikable Minimallösung wöchentlich demonstriert. OK, jezt ist Urlaub und Lenin hatte (leider) mal recht.....

So ist dann auch nicht alles was hinkt ein Vergleich. London hat ein ungleich größeres Eigenaufkommen als FRA in der polyzentrischen Bundesrepublik. Ich habe da noch ein Zuckerl für Sie, die schaffen die 65++ Millionen sogar mit weniger Flugbewegungen. Aber weil da nichts mehr reinpasst ist in der Zwischenzeit Amsterdam der beste Umsteigeflughafen von Großbritannien. Das Geld könnte man mit einer dritten Bahn im eigenen Land verdienen.

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Mark Schumann

Da sind wir...

wieder bei einfachen Gesetzen der Mikroökonomie, Herr Fink. Nach der Pareto-Effizienz (s. unten) kommt nun das Konzept des abnehmenden Grenznutzens: So wie Ihnen die 27. Leberkäs-Semmel nicht mehr so gut schmeckt wie die 1. (Saturierungseffekt) sind auch die Menschen im Rhein-Main-Gebiet über die 700-tausendste jährliche Flugbewegung nicht mehr so begeistert wie über die ersten 1-200 tausend. Eine Metropolregion definiert sich eben nicht nur über einen Verkehrs-Hub, sondern auch über Lebensqualität. Die Stadt und Region Frankfurt gibt viel Geld für Ihr Standort-Marketing und die Bewältigung ihres schlechten Rufes aus. Was diese "Metropolregion" voranbringt sind nicht Billigarbeitskräfte am Flughafen und tausende Umsteiger am Hub, sondern intelligente und gut ausgebildete Leute. Ob die unter den immer breiter werdenden Einflugschneisen hier wohnen möchten, wage ich zu bezweifeln. Die adäquate Lage des Flughafens bestreite ich nicht, wohl aber des Ausbaus, wie er sich derzeit darstellt..

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Mark Schumann

Regulierung...

Herr Fink, umfasst in der Luftfahrt nicht nur direkte Regulierung über Verkehrsrechte. Dazu gehören eben auch weiterreichende indirekte Elemente (wie z.B. auch ein bundesweit nicht einheitlich geregeltes Nachtflugverbot). Diese Art der Regulierung hat nun einmal gewollte oder auch ungewollte Lenkungsfunktion, da sie Optimierungsparameter von Carriern beeinflussen (können). Was die Kapazität 3er Parallelbahnen betrifft: Heathrow bewältigt mit 2(!) Parallelbahnen 70 Mio Passagiere jährlich. Schwer vorstellbar, dass FRA bei 3 entzerrten Parallelbahnen schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen würde.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 12:18 Uhr

Was den Standort angeht,

Herr Schumann, der ist nicht nur opportun sondern nahe beim geographischen und demographischen Mittelpunkt Europas geradezu zwingend für diesen Flughafen. Wo wenn nicht hier soll man denn diese Infrastruktureinrichtung bauen? Zumal hier neben dem Umsteigereffekt die richtige Mischung aus Geschäftsreiseverkehr und privatem Reisen gegeben ist und auch die Straßen und die Bahn (Intermodalität !!! ) für das nötige Aufkommen und die Miuschung sorgen, um ein Hub rentabel zu machen.

Das sich aus dieser exzellenten Lage eine Metropolregion entwickelt ist ein no-brainer. Sollte man jedenfalls glauben. Schon deswegen ist die momentane Diuslussion und vor allem die Aufregung schwer verständlich und nur mit einem gewissen Satturierungseffekt der Bevölkerung zu erkären. Uns geht's halt zu gut.

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 12:11 Uhr

Herr Schumann, wie Sie wissen sollten sind die Verkehrsrechte

reguliert, es sei denn die carrier fliegen innerhalb des Binnenmarktes sowie der angeschlossenen Länder oder von dort in Länder mit denen die EU liberale Abkommen geschlossen hat. Die Verkehrsrechte und Bilateralen Abkommen mit Drittländern garantieren z.B. auch gegenseitige Steuerfreiheit auf Umsätze, was auch die GW Steuer anlangt.
Hat ein carrier VKRechte für die EU bzw D kann er sich in diesem Rahmen aussuchen wohin er fliegen möchte und da sind dann die Flughäfen im freien Wettbewerb. Die von mir genannten haben alle eine exzellente Infrastruktur.
Was die Südbahn angeht, auch da liegen Sie nicht ganz richtig. Die Schließung der 18 und der Bau nur EINER Bahn (das hätte schon Herr Börner für den gleichen Ärger haben können) bringt nicht den gleichen Verkehrszuwachs wie die jetzige Lösung. Man hätte dann schoin 2 gebraucht um den ATL Effekt zu haben. Dort gibt es mittlerweile aber sogar eine 5. Parallelbahn die unabhängig von den anderen 4 nutzbar ist.

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Mark Schumann

Alternativ...

...hätten all die "guten" Argumente sowohl gegen die Nordwest- als auch die Südbahnlösung mit all ihren unüberwindbaren Schwierigkeiten vielleicht auch die unabwendbare Erkenntnis zutage fördern können, daß ein weiterer Flughafenausbau an diesem Standort schlicht nicht opportun ist? Nur so als Gedankenanstoss "out of the box". Aber ich weiss, das passt nicht zum Postulat nach weiterem Wachstum des Flughafens, ohne den die Region ja in die Steinzeit zurück befördert wird, wenn man den Untergangspropheten Glauben schenkt.

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Mark Schumann

Luftfahrt, Herr Fink...

...ist, wie Sie wissen sollten, eine hochgradig regulierte Industrie. Insofern gibt es zwar in Europa (zum Glück, da gebe ich Ihnen Recht) keinen "Dirigismus". Aber die "kommerziellen" Entscheidungen der Gesellschaften sind durchaus stark vom regulatorischen Rahmenwerk dieser Industrie beeinflusst. Reine "Frachter" brauchen vor allem ein entsprechendes Logistikkonzept mit entsprechender Anbindung an Bahn und Strasse. Daß dies GEGENWÄRTIG an anderen Flughäfen nicht im gleichen Maß gegeben wie FRA ist offensichtlich. Die Antwort kann aber doch nicht eine Zementierung solcher Strukturen auf ewig sein (das sind wir wieder bei Kleinstaaterei bundesföderalen Zuschnitts). Was Ihre Hinweise zur Südbahn betrifft: Es wäre aber gleichzeitig auch eine Bahn (SB West) geschlossen worden. Der "Nettozugewinn" wäre auch hier "nur" eine Bahn gewesen. Gleichzeitig wäre die Region Rhein-Main insgesamt durch sinnvollere Flugrouten deutlich entlastet worden. Der Ökonom nennt das "Pareto-Effizienz".

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Kurt J. Fink
Kurt J. Fink (KFink) - 26.06.2012 08:58 Uhr

Die Hessische Landesregierung hat auch keinen indirekten

Einfluss auf die Entscheidungen von Fluggesellschaften., wo diese ihe Frachtsendungen abwickeln, Das hat man dann auch irgendwann gemerkt und ist aus dem Projekt Hahn ausgestiegen.

Ungefähr die Hälfte der Fracht ist Beiladung in Passagiermaschinen und diejenigen die reine Frachter fliegen machen kommerzielle Entscheidungen, wo diese Frachter landen. Für LH ist HHN überhaupt keine Alternativem weil man die Umladefähigkeit zu den Passagiermaschinen braucht.
Für reine Frachter steht HHN im Wettbewerb mit Köln, Luxemburg, Lüttich oder Amsterdam, um nur einige zu nennen, natürlich auch mit FRA. Außerdem haben wir in Europa zum Glück keinen Dirigismus.

Was Ihre Anmerkungen zur Südbahn angeht - mal abgesehen davon, das man dann dort nicht eine sondern zwei gebraucht hätte, der Ärger und der Protest wäre der Gleiche, wenn nicht noch größer. Glauben Sie ernsthaft, die alten Streiter aus M-W , die heute noch als Anmelder der Demos fungieren, hätten das so einfach hingenommen?

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Mark Schumann

Lassen Sie mich...

...meine Aussage zum Land Hessen präzisieren: Natürlich ist richtig, daß die hessische Landesregierung keinen DIREKTEN Einfluß auf die Abwicklung der Luftfracht hat. Im Hinblick auf Gewerbesteuereinnahmen und (mögliche) Schaffung von Arbeitsplätzen hat sie aber eine starke Incentivierung alles dafür zu tun, daß die VORAUSSETZUNGEN dafür geschaffen sind, diese Fracht auch über Frankfurt abzuwickeln. Unabhängig davon, ob die Raumverträglichkeit für ein solches Verkehrsaufkommen (besser) gegeben ist als andernorts. Und darin besteht eben m.E. die Analogie zu den von Ihnen angeführten Kommunalpolitikern und ihrer "Bauzonenausweiswut". Über die spezifische Eignung von Hahn als Ausweichsflughafen lässt sich sicher diskutieren. Nicht aber über die Notwendigkeit Alternativen zur Abwicklung solcher Fracht über einen teuren und mitten im Ballungsgebiet liegenden "City-Airport" wie Frankfurt zu eruieren.

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Mark Schumann

Bei einer...

..gleichzeitigen Schließung der Startbahn West (die bei der von Ihnen beschriebenen Lösung ohnehin nötig gewesen wäre), hätte sich im Endeffekt die Belastung von Mörfelden-Walldorf wohl nicht wesentlich verändert. Die Raunheimer sind über die jetzige Lösung mit Sicherheit keineswegs glücklicher. Im Endeffekt hätte man so die Chance gehabt eine Lösung zu schaffen, der ein dauerhaft tragbareres Konzept zugrunde liegt: Entflechtung der Flugrouten, Kapazitätssteigerung ohne anschliessende Notwendigkeit zu weiteren Baumaßnahmen auf absehbare Zeit und gleichzeitig weniger (Neu-)betroffene in den am dichtesten besiedelten Zonen. Die gegenwärtige Lösung hingegen ist für niemanden wirklich tragbar und mit Sicherheit im Hinblick auf Effizienz die schlechteste...

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Mark Schumann

Kommunalpolitiker, Herr Schüßler...

...werden nun einmal von einer Kommune gewählt und haben daher auch die Aufgabe, primär die Interessen eben selbiger zu vertreten. Ähnliches gilt für Landespolitiker. Und genau darin liegt das Problem: Wenn man Infrastruktur von überregionaler Relevanz (wie einen Flughafen) plant. Wie sonst ist es etwa zu erklären, daß sich eine hessische Landesregierung mit Händen und Füssen dagegen wehrt, im Interesse der Raumverträglichkeit auch nur einen Teil der Luftfracht über andere Flughäfen (z.B. Hahn) abwickeln zu lassen? Bezüglich Erschliessung von Baugebieten: Es ist doch grotesk, den ohnehin knappen stadtnahen Wohnraum in Frankfurt und Umgebung weiterhin künstlich durch den Bau einer Landebahn ZUR STADT HIN statt von ihr weg zu verknappen. Ich kann in diesem Zusammenhang nur noch einmal auf den Artikel von Jochen Remmert vom 9.4.2012 in dieser Zeitung verweisen. Darin sehe ich den weitaus größeren Fehler als in der in Einzelfällen vielleicht verantwortungslosen Ausweisung von Bauzonen.

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Mark Schumann

Herr Schüßler,

...das ist ja geradezu schockierend, daß die Städte Frankfurt und Offenbach in den letzten 30 Jahren so "gierig" neuen Wohnraum für Menschen erschlossen haben, anstatt diesen Raum provisorisch mal für neue Landebahnen frei zu halten.
Unverantwortlich, so etwas. Wie soll denn so ein aufstrebendes MDax Unternehmen noch wachsen können, wenn die Leute den nötigen Raum rücksichtslos einfach mit ihren Häusern belegen?

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Frau Wild ...,

... Sie wissen doch genauso gut wie ich, dass der Neubau eines Flughafen - idealerweise gleich mit vier Vollbahnen nach dem Atlanta-Modell - in Deutschland absolut nicht (mehr) möglich ist, nicht in hundert Jahren. Da bleibt halt nur improvisieren. Siehe: Hamburg, Düsseldorf, München (neuerdings), Köln (sehr bald), Berlin, ... Da bleibt doch doch nur die Alternative, das Vorhandene dauerhaft-provisorisch zu verbessern.

Schauen Sie sich einmal auf Google Earth die Dächer rund um den Frankfurter Flughafen an. Da lässt sich schon sehr gut einschätzen, was vor 30 bzw. 20 bzw. 10 Jahren entstanden ist. Die verschiedenen Stadtregierungen, auch Offenbach, sind doch mit der Gier nach dem Ausweis neuer Baugebiete kaum noch hinterher gekommen.

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@Beate Obermann

Wenn Sie sich einmal ein Layout des Amsterdamer Flughafen anschauen, dann werden Sie schnell feststellen, dass dieser über sechs (6!) Vollbahnen verfügt, wohingegen Frankfurt nur vier "Krüppelbahnen" hat. Bei den Verhältnissen liegt es auf der Hand, dass die An- und Abflüge wesentlich besser verteilt werden können.

Außerdem verlaufen drei der sechs Amsterdamer Bahnen in Nord-Süd-Richtung; das erleichtert die Verteilung "in alle Himmelsrichtungen" ebenfalls kolossal. Möglichweise hat diese Verteilung der Bahnen damit zu tun, dass in Küstennähe auch andere Windverhältnisse herrschen - Frankfurt hat überwiegend West-Wetterlagen, ein geringerer Teil Ost-Wetterlagen und verschwindend wenig Wind aus Norden.

Ja, ich weiß, Tatsachen spielen keine große Rolle und sind weitgehend unerwünscht. Tut mir Leid, dass ich es trotzdem sagen mußte.

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