24.06.2012 · Im Rhein-Main-Gebiet häufen sich die Proteste gegen Fluglärm. In Frankfurt bilden Tausende Demonstranten eine lange Menschenkette.
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Ich bin einfach froh, daß wir Sie als Referenzpunkt für das "Niveau" in dieser Runde haben. Wer sollte uns sonst über die Flughäfen der großen weiten Welt aufklären und mit profundem Halbwissen zu Dividendenausschüttungen erheitern. Ich habe auch nicht ihretwegen Google bemüht (den Gartenzaun, den Sie und Herr Fink mir auf den Kopf gehauen haben konnte ich gar nicht ignorieren), sondern um Frau Schäfer endgültig die Illusion zu nehmen, Sie hätte es hier mit einem mehr oder weniger unvoreingenommenen Rentner zu tun. Die Diskussion mit Ihnen hatte ich auch für abgeschlossen gehalten (mein letzter Beitrag galt Fr. Schäfer, wenn Sie genau hinsehen). Nun ja, bei inzwischen erneut 3 Beiträgen innert 16 Minuten habe ich zwar Zweifel, daß Sie Ihr Versprechen einlösen werden. Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen dennoch ebenfalls.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 17:22 UhrVielleicht sollte ich...
...auch eine Runde Golf spielen gehen. Allerdings nicht im Frankfurter Golf Club in Niederrad. Da ist es in letzter Zeit unerklärlicherweise so laut geworden. Vielleicht sollte ich mich aber auch mit der Frage befassen, wie man einerseits jemanden der "Niveaulosigkeit" bezichtigen, sich aber postwendend persönlich angegriffen fühlen kann, wenn man auf sachliche Fehler in der eigenen Argumentation hingewiesen wird. Das grenzt ja schon an Bigotterie. Oft helfen jedoch Zitate, wenn man nicht weiter weiss: "Alternativ könnten natürlich auch einige Leute Ihre individuellen Befindlichkeiten [zurückstellen]" (sounds familiar?). Ich habe Sie weder persönlich angegriffen noch in irgendeiner Form beleidigt, Herr Schüssler (auch dem hätte die FAZ wohl Einhalt geboten). Ich würde Sie lediglich bitten einmal im Rahmen einer kritischen Selbstreflektion zu überlegen, ob Sie da nicht etwas mit zweierlei Maß messen. Aber sei's drum. Eigentlich waren ja bereits vollmundige Schweigegelöbnisse offeriert..
Illusionen
Hatte ich wegen Herrn Schüssler nicht, es konnte eigentlich gar
nicht anders sein. Dass er selbst zum Kreis der verlachten Rentner
gehört (wenn nicht jetzt schon, dann bald), finde ich ein bissi
erheiternd. Ich muss da noch richtig lange ranklotzen.
Es wird immer jemand geben, der mehr weiß, als andere. Ob man sich
darauf aber was einbilden kann? Ob z.B. Frau Dr. Merkel als Physikerin
und Kind der Planwirtschaft marktwirtschaftliche Zusammenhänge
wirklich so erkennt, dass sie ganz Europa durch die Krise führen
kann? Wer weiß?
FRA wird weiter wachsen, da bin ich mir sicher. Bis zu einem Punkt. Es
gibt da eine Handwerkerregel: Nach fest kommt ab. Das kann man wunderbar
auf viele Bereiche übertragen. Vielen Dank für Ihre
Beiträge und Ihre Klarstellung zu den beiden Herren. Ich bin mir
dennoch ziemlich sicher, dass die zwei nicht in den direkten
Einflugschneisen wohnen.
Die Flughafenerweiterung wird immer ein Krebsgeschwürd sein in der Heinmat der Menschen hier. Wir sind die Antikörper und die Chemotherapie. Aber häufig bringt der Krebs die Menschen um, womit der Krebs dann auch tot ist.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.06.2012 13:54 Uhrbitte richtig lesen
Herr Röder,
ich sprach von der Flughafenerweiterung.
Die jetzt demonstrierenden Menschen leben schon lange lange mit dem
Flughafen als schlechten Nachbarn, und haben ihn akzeptiert. Nur die
Erweiterungen und zunehmende Verlärmung sind eine Krebswucherung.
Frankfurt profitiert nicht mehr davon, Frankfurt und Rhein Main
verlieren inzwischen durch FRA und Börse. Sie kosten unser
Steuergeld und unsere Gesundheit.
Intelligentes Wachstum sieht halt anders aus, als noch ne Betonpiste.
Die Welt ist nicht einfach schwarz weiss so wie es schreiben.
...
Besuchen sie mal Städte im Osten ... so würde Frankfurt ohne
Flughafen aussehen.. eine Börse von Weltrang gäbs nicht
Mainhatten gäbs nicht Frankfurt hätte sicher keine 600.000
Einwohner Frankfurt wäre eine Arme Stadt ...
@ Herren Schüssler und Fink zum Abschluss
Meine Absicht besteht weder darin Sie zu diskreditieren noch steht mir eine Beurteilung Ihres "Track Records" zu. Wohl aber eine Meinung, bei deren Äußerung ich mich sowohl um Differenziertheit als auch "Contenance" im Vortragen bemühe (im Falle Ermangelung eben dieser gehe ich davon aus, daß die FAZ ohnehin einschreiten würde). Ebenso schätze ich, daß sich an dieser Diskussion Leute beteiligen, die dazu beitragen (können), die aufgeheizte Diskussion zu versachlichen. Sie werden es mir jedoch nachsehen, daß ich im Hinblick auf Ihren "Track Record" die alte Weisheit "Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing" bemühe. Dennoch danke ich für die interessante und bisweilen auch sehr unterhaltsame Diskussion (zur Abwechslung ohne Ironie) und wünsche einen schönen Abend.
Es zählt bei Ihnen also nur der ausgeschüttete Anteil am Gewinn, während der Rest "irrelevant" ist? Nun ja, das habe ich mal anders gelernt. Irrelevant ist vielmehr in der grundsätzlichen Betrachtung, ob und wieviel des Gewinns ausgeschüttet wird. Da gibt es sogar ein entsprechendes Irrelevanztheorem von Modigliani und Miller in der ökonomischen Theorie. Meines Wissens war zumindest einer der Herren auch Nobelpreisträger. Aber ich gehe nicht davon aus, daß Sie damit vertraut sind, nachdem schon Paretoeffizienz und abnehmender Grenznutzen unbekannte Konzepte zu sein schienen. Ebenso wie Details zur Fraport Dividendenausschüttung. Nun ja, zumindest haben Sie mir beim Verständnis des Unterschiedes zwischen Dividende und Gewerbesteuer geholfen. Sonst hätte ich das noch verwechselt.
Die Gewerbesteuer dieser "500 Firmen" für das Land zu vereinnahmen, hat mir Herr Schüßler ja bereits untersagt und zusammen mit Ihnen daher ein entsprechendes Interesse des Landes in Abrede gestellt (was Ausgangspunkt der derzeitigen Diskussion war: nämlich das ökonomische Interesse des Landes am Ausbau Frankfurts statt eine möglicherweise raumverträglicheren Planung andernorts jenseits der Landesgrenzen). Vielleicht sollten Sie zwei "Industrieveteranen" sich vorher kurz besser abstimmen und nochmal durch die Zahlen und Geschäftsberichte gehen.
@ Schüßler - Südbahn, Gewerbesteuer & Regulierung
Ich denke, im St. Floriansgarten werden wir keine Gewinner finden können, insofern will ich diese Diskussion nicht weiter vertiefen. Zur Gewerbesteuer: Das Land Hessen ist mit einer Beteiligung von 31% der größte Eigentümer der Fraport AG. Ob ein Teil der dort generierten Cash Flows in Form von Gewerbesteuer (Kommunen, danke für die Klarstellung) oder Dividendenerträge (Land Hessen und Stadt Frankfurt) zurückfliessen, halte ich mit Verlaub für Haarspalterei. Davon abgesehen ist die Interessenkonformität zwischen Land Hessen und hessischen Kommunen mit Sicherheit substanzieller als zw Land Hessen und RLP-Kommunen. Aber sei's drum. Ich kenne die Ausführungen von Prof Vahrenkamp nicht und beanspruche auch keinen Expertenstatus für mich. Wohl aber einen gesunden Menschenverstand. Daß ein Platzangebot von 1000 Zeichen unzureichend für die Komplexität vieler hier diskutierter Sachverhalte ist, bestreite ich nicht. Vielleicht ist dies schlicht das falsche Forum...
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 23:19 UhrNeue Arbeitsplätze
meinen sie die, die aus der Frankfurter Innenstadt /Umland jetzt an den
Flughafen gezogen sind und die nun als neue Arbeitdsplätze verkauft werden?
Oder meinen Sie die Entlassungen bei Lufthansa?
Und meinen Sie sekundäre oder prekäre Arbeitsplätze?
Da müssen jetzt natürlich noch
die Ergebnisse der cirka 500 weiteren Firmen, die auf der durch Fraport
angebotenen Infrastruktur ihre Geschäfte abwickeln und dabei
meistens auch nrecht gut verdienen und entsprechendes Steueraufkommen
abführen. Von den zur Zeit 70.000 direkt Beschäftigten und
deren Lohn/EK Steuer sowie Sozialabgaben sowie die daraus resultierenden
sekundären Beschäftigungsverhältnisse ganz zu schweigen.
Das ist die Situation mit Hub. Ohne Hub sähe das ganz anders aus.
Maximal 15 Mio Passagiere, 60 Tsd Tonnen Fracht und vielleicht 12000
Beschäftigte. Den rest können Sie sich selber ausrechnen.
Bananen
Da brauchen Sie gar nicht die Landes-SPD bemühen, das lässt sich relativ einfach nachrechnen. Fraport hat im letzten Jahr einen Vorsteuergewinn von €347m ausgewiesen, und einen Nettogewinn von €240m. Es wurde im Mai für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von €1.25 pro Aktie bezahlt, was bei 92.1m ausstehenden Aktien ca. €115m Dividende bedeutet. Der Anteil des Landes Hessen am ÖKONOMISCHEN Nachsteuergewinn beträgt somit 0,321x240m = €77m, der CASHWIRKSAME Anteil über Dividenden €37m (Der Anteil der Stadt Frankfurt sowie Gewerbe- sowie sonstige steuereinnahmen sind da mal aussen vor). Der Ertragssteueraufwand (inkl. Körperschafts- und Gewerbeertragssteuer) lag dabei bei ca. €70m fürs abgelaufene Jahr. Insofern sprechen wir hier ökonomisch gesehen durchaus von gleichen Größenordnungen (Gewerbesteuer vs ökon. Anteil am Gewinn). Sie mögen das lustig finden. Ich würde Ihnen jedoch nahelegen sich neben Landebahn-Layouts auch mal gelegentlich mit Geschäftsberichten zu befassen.
...Die Hardliner-Fraktion hat hier natürlich noch gefehlt. Danke,
daß auch Sie sich in die Diskussion eingeschaltet haben. Ich atme
tief durch, schüttele mich und sage: NICHTS. Manchmal treffen es
Zitate besser, in diesem Fall Schiller: Contra stultitiam dei etiam
pugnant frustra...
"Gegen die Dummheit kämpfen Götter selbst
vergebens." (Schiller: Die Jungfrau von Orléans)
Habe ich was verpasst?
Wer verlangt denn eigentlich, dass der Flughafen geschlossen wird? Bis jetzt ist mir noch nirgends auch nur eine Person begegnet, die das verlangt hat.
...
was glauben denn die Hardliner der Antiflughafenfraktion denn was mit der Rhein Main Region passiert wenn der Flughafen weg ist???
... die Ausbau und Flughafengegner gewinnen ...
Die Rhein-Main Region wird International nicht mehr
Wettbewerbsfähig
Der Flughafen wird auf die Grösse von Nürnberg schrumpfen
Internationale Firmen die auf den Flughafen angewiesen sind werden die
Region verlassen
die Arbeitslosigkeit wird auf jeden fall steigen
Gutverdiener werden der Arbeit nachziehen
Aber das ist den Paar leuten egal, ich wünsche diesen Leuten die
gegen den Flughafen Demonstrieren das sie wenn nicht die ersten sind die
entlassen werden und arbeitslos werden dann wenigstens später dran
sein werden. Wenn sie nicht schon Rente bekommen ...
die Jungen Leute die Arbeiten wollen werden wegziehen...
Es wird aber Ruhiger :) Danke ...
Also, ich nehme ja nicht für mich in Anspruch ein ähnlich großer Kenner von Topographie, Windverhältnissen und Landebahn-Layouts internationaler Flughäfen zu sein. Aber ein einfacher Blick auf die Karte verrät mir bei Amsterdam: Links (sprich: westlich) Nordsee. Rechts (sprich: östlich) Markermeer. Unten: Eine dünn besiedelte Seenplatte. Das erleichtert m.E. die Flexibilität bei Starts und Landungen. Ein Blick auf die Umgebungskarte des Frankfurter Flughafens verrät mir: Links Wiesbaden, Mainz, Rüsselsheim...Städte mit zusammen in etwa der gleichen Einwohnerzahl wie Amsterdam. Rechts: Frankfurt, Offenbach, Hanau...Da passt Amsterdam 2x rein. Im Norden der Taunus - für Flugverkehr topographisch ungeeignet. Topographie lässt sich schwer ändern. Die Position einer Landebahn schon. Vielleicht bin ich aber auch zu naiv und wir müssen einfach nur die Städte besser um den Flughafen herum gruppieren...
politisch motivierte flugrouten
Wer sich ein wenig mit der Flugroutenplanung der DFS im Rhein-Main-Gebiet auseinandersetzt wird m.E. sehr schnell erkennen, dass diese Routenplanung rein politisch gesteuert ist. Fair sieht anders aus. Ein Großteil des Lärms wird neben Offenbach über Rheinland-Pfalz geleitet. Dort wohnen nämlich Menschen, die Bouffier nicht abwählen können.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 23:09 UhrMerkwürdig
Merkwürdig, dass es dazu zwei ganz andere Gutachten aus RLP gibt. Oder wollen Sie jetzt auch der Rheinland-Pfälzischen Landesregierung Verschwörungstheorien unterstellen? Mal sehen , was die Richter dazu sagen, ich werde mich wieder bei Ihnen melden.
Guten Tag, Frau Schleimer
Könnte es nicht eher sein, dass sich die auch die DFS eher an der
Geographie ausrichtet? Haben Sie sich schon 'mal mit den Ist-Flugrouten
auf "umweltorg" befasst? Da sieht man sehr schon, dass
Flugzeuge, die aus dem Süden bzw. dem Nordwesten kommen und in
Richtung Osten landen sollen, gar keine andere Möglichkeit haben,
als kurz über den Rhein zu fliegen. Bei Flügen aus
"rein" westlicher Richtung liegen RLP und der Flughafen
ohnehin auf einer Linie - geographisch gesehen. Letzteres gilt
sinngemäß auch für Offenbach.
Nicht nur, aber auch unter Berücksichtigung dieser Umstände
hat Ihre Verschwörungstheorie keine Substanz.
Die am allerheftigsten betroffene Großstadt wird nicht erwähnt
Es gibt keine landschaftliche oder klimatische Zwangslage die
begründet, wieso 100% aller Anflüge entlang dreier
Anflugscheisen direkt über eine alte Großstadt führen
müssen. Selbst an Flughafenstandorten mit deutlich mehr Wind, zB
Amsterdam, werden An- und Abflüge in alle Himmelsrichtungen
geleitet, den Anliegern in den verschiedenen Sektoren wird jeweils nur
ein festgelegtes Quotum an Lärm zugemutet und die Anzahl der
Flugbewegungen ist gesetzlich gedeckelt.
Offenbach werden ohne jeden Ausgleich die Hauptlast des Fluglärms
und der Luftschadstoffe zugemutet. Erwachsene und 20.000 Kinder!!! sind
ständig Lärmpegeln ausgesetzt. die weit über dem
Grenzwert liegen, den die Welt-GesundheitsOrganisation WHO als
gesundheitsschädlich einstuft.
Aus den zum Teil auch noch steuerfinanzierten Mittel der medial
groß angekündigten Allianz für Lärmschutz sollen
nur ca. 1% nach Offenbach kommen.
Wer dieses Unrecht verschweigt, macht sich mitschuldig.
Herr Schumann
man sollte seine Mitstreiter nicht für dümmer halten als man
selber ist. Herr Schüssler und meine Wenigkeit verfügen
über einen track record der auch nicht zu verachten ist und, um mal
die Leberkäs Semmeln aufzugreifen, mer san net auf der Brensuppn
daher gschwommen.
Sie mögen sich ja über den Fluglärm aufregen und das
bleibt Ihnen unbenommen., Die Leute sind heute halt empfindlicher.
Leider ist aus den vielen Beiträgen die Flughafengegner in den
letzten Wochen geschrieben haben immer wieder zu erkennen, das man mit
Betriebsabläufen nicht vertraut ist. Macht ja auch nichts, nicht
jeder Buchhalter muss wissen warum die Rechnung erstellt wurde die er verbucht.
Aber es ist dann oft so wie mit dem Professor V., der sich auf ein
Gebiet der Logistik spezialisiert hat das mit Luftfracht wenig zu tun
hat und dann meint, er könne trotzdem was über Flughäfen
unfd Luftfracht zum besten geben. Kann er nicht und das geht dann auch
vielen Schreibern hier so.
Der aufmerksame Leser, Herr Fink
sollte bemerkt haben, dass ich versucht habe, ein Konzept zu illustrieren. Natürlich setzt das beim Leser ein gewisses Abstraktionsvermögen voraus. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich damit einen Teil der Leserschaft offensichtlich überfordert haben sollte.
Der aufmerksame Leser, Herr Schumann, sollte mitbekommen haben um welches
Geschäft es sich handelt. Vielleicht erfahren Sie ja auch noch die
Erleuchtung.
Ja, es geht so und nicht anders und da sind wir wieder bei den 1000
Zeichen. Weiter oben können Sie aber die Differenz zwischen Hub und
kein Hub nachlesen.
Sie schreiben so nonchalant von 700000 Flugbewegungen und die 700001ste
die dann nicht mehr schmeckt und merken überhaupt den Unfug nicht.
Sie müssen mir auch nicht erklären wie leise Autos und wie
laut Flugzeuge sind, wahrscheinlich bin ich etwas länger unterwegs
als Sie. Sonst wüssten Sie wie laut die erste Generation der Jets
war.
Heute ist es ein Bruchteil davon, auch wenn mehr Flüge operieren.
Fluglärm insgesamt macht einen Bruchteil des Lärms aus, dem
man in einem Ballungsgebiet ausgesetzt ist. Man kann sich natürlich
in etwas hineinsteigern. Sie werden dann auch 100 Flugbewegungen am Tag
als Lärm empfinden, da kann man dann nicht helfen.
Jedenfalls ist der Protest nicht mehr nachvollziehbar und
unbegründet.
Wer rechnen kann...
Herr Fink, genauso wenig wie ich Ihnen unterstelle 27 Leberkäs-Semmeln zu essen habe ich behauptet, dass es Anwohner gibt, die alle 700.000 Flugbewegungen mitbekommen. Aber ob sie von 200.000 auf 350.000 oder von 400.000 auf 700.000 gehen: Die prozentuale Zuname der Belastung bleibt gleich. Unter diesen abstrakten Zahlen kann sich ohnehin niemand etwas vorstellen. Unter dem subjektiv wahrgenommenen Mehr an Lärm hingegen durchaus. Auch hier reichen 1000 Zeichen nicht aus, um Ihnen den Unterschied zwischen von Auto- und von Flugverkehr generiertem Lärm zu erklären. Und der vermeintlichen Lärmminderung der Flugzeuge steht eine objektive Vermehrung der Einzelschallereignisse gegenüber. In Summe beweifel ich, dass es objektiv insgesamt leiser geworden ist. Ich weiss nicht, in welchen "Geschäft" Sie seit Jahrzehnten sind. Aber wenn diese Erfahrung Sie zu keiner anderen Argumentation als "Was den Ausbau angeht, es geht nur so und nicht anders" befähigt, dann scheinen die Jahre vergebens...
Denkfehler
kein Einwohner der Metropolregion wird jemals alle 700000 Flugbewegungen
bemerken. Es sind ja immer nur die Hälfte, weil diejenigen die die
Starts mitbekommen nicht gleichzeitig die Landungen erleben und
umgekehrt. Die wenigsten werden einen Unterschied zwischen den dann
vielleicht 350000 und den heutigen vcirka 250.000 erkennen können.
Die ganzen Horrorszenarien sind doch fernab der Realität. Herr
Schüssler und ich sind einige Jahrzehnte im Geschäft und
wissen noch, wie laut Flugzeuge mal waren. Heute ist das doch nur bei
den meisten Überflügen (Landungen) 5 bis 10 Sekunden
Geräusch das ist meistens nicht lauter als ein vorbeifahrendes
Auto. Mit dem Unterschied - Autos fahren immer.
Was den Ausbau angeht, es geht nur so und nicht anders. Hat was mit
Wettbewern zu tun und der ist Weltweit. Eine A380 beschäftigt
übrigens 400 hoch qualifizierte Mitarbeiter wovon kein einziger
eine Billigarbeitskraft ist. .
Man muss Nachtflüge auch nicht
einheitlich regeln, schön wäre es aber, es ist auch eine
Bundesangelegenheit weil von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Das sich
eine Wirtschaftsnation unserer Güte in der Nacht vom Weltgeschehen
abnabelt ist eine absurde Vorstellung. Wie man sieht wird ja hjier
schon von einer Minderheit gegen eine richterlich abgesegnete, recht
unpraktikable Minimallösung wöchentlich demonstriert. OK, jezt
ist Urlaub und Lenin hatte (leider) mal recht.....
So ist dann auch nicht alles was hinkt ein Vergleich. London hat ein
ungleich größeres Eigenaufkommen als FRA in der
polyzentrischen Bundesrepublik. Ich habe da noch ein Zuckerl für
Sie, die schaffen die 65++ Millionen sogar mit weniger Flugbewegungen.
Aber weil da nichts mehr reinpasst ist in der Zwischenzeit Amsterdam der
beste Umsteigeflughafen von Großbritannien. Das Geld könnte
man mit einer dritten Bahn im eigenen Land verdienen.
Da sind wir...
wieder bei einfachen Gesetzen der Mikroökonomie, Herr Fink. Nach der Pareto-Effizienz (s. unten) kommt nun das Konzept des abnehmenden Grenznutzens: So wie Ihnen die 27. Leberkäs-Semmel nicht mehr so gut schmeckt wie die 1. (Saturierungseffekt) sind auch die Menschen im Rhein-Main-Gebiet über die 700-tausendste jährliche Flugbewegung nicht mehr so begeistert wie über die ersten 1-200 tausend. Eine Metropolregion definiert sich eben nicht nur über einen Verkehrs-Hub, sondern auch über Lebensqualität. Die Stadt und Region Frankfurt gibt viel Geld für Ihr Standort-Marketing und die Bewältigung ihres schlechten Rufes aus. Was diese "Metropolregion" voranbringt sind nicht Billigarbeitskräfte am Flughafen und tausende Umsteiger am Hub, sondern intelligente und gut ausgebildete Leute. Ob die unter den immer breiter werdenden Einflugschneisen hier wohnen möchten, wage ich zu bezweifeln. Die adäquate Lage des Flughafens bestreite ich nicht, wohl aber des Ausbaus, wie er sich derzeit darstellt..
Regulierung...
Herr Fink, umfasst in der Luftfahrt nicht nur direkte Regulierung über Verkehrsrechte. Dazu gehören eben auch weiterreichende indirekte Elemente (wie z.B. auch ein bundesweit nicht einheitlich geregeltes Nachtflugverbot). Diese Art der Regulierung hat nun einmal gewollte oder auch ungewollte Lenkungsfunktion, da sie Optimierungsparameter von Carriern beeinflussen (können). Was die Kapazität 3er Parallelbahnen betrifft: Heathrow bewältigt mit 2(!) Parallelbahnen 70 Mio Passagiere jährlich. Schwer vorstellbar, dass FRA bei 3 entzerrten Parallelbahnen schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen würde.
Was den Standort angeht,
Herr Schumann, der ist nicht nur opportun sondern nahe beim
geographischen und demographischen Mittelpunkt Europas geradezu
zwingend für diesen Flughafen. Wo wenn nicht hier soll man denn
diese Infrastruktureinrichtung bauen? Zumal hier neben dem
Umsteigereffekt die richtige Mischung aus Geschäftsreiseverkehr und
privatem Reisen gegeben ist und auch die Straßen und die Bahn
(Intermodalität !!! ) für das nötige Aufkommen und die
Miuschung sorgen, um ein Hub rentabel zu machen.
Das sich aus dieser exzellenten Lage eine Metropolregion entwickelt ist
ein no-brainer. Sollte man jedenfalls glauben. Schon deswegen ist die
momentane Diuslussion und vor allem die Aufregung schwer
verständlich und nur mit einem gewissen Satturierungseffekt der
Bevölkerung zu erkären. Uns geht's halt zu gut.
Herr Schumann, wie Sie wissen sollten sind die Verkehrsrechte
reguliert, es sei denn die carrier fliegen innerhalb des Binnenmarktes
sowie der angeschlossenen Länder oder von dort in Länder mit
denen die EU liberale Abkommen geschlossen hat. Die Verkehrsrechte und
Bilateralen Abkommen mit Drittländern garantieren z.B. auch
gegenseitige Steuerfreiheit auf Umsätze, was auch die GW Steuer anlangt.
Hat ein carrier VKRechte für die EU bzw D kann er sich in diesem
Rahmen aussuchen wohin er fliegen möchte und da sind dann die
Flughäfen im freien Wettbewerb. Die von mir genannten haben alle
eine exzellente Infrastruktur.
Was die Südbahn angeht, auch da liegen Sie nicht ganz richtig. Die
Schließung der 18 und der Bau nur EINER Bahn (das hätte schon
Herr Börner für den gleichen Ärger haben können)
bringt nicht den gleichen Verkehrszuwachs wie die jetzige Lösung.
Man hätte dann schoin 2 gebraucht um den ATL Effekt zu haben. Dort
gibt es mittlerweile aber sogar eine 5. Parallelbahn die unabhängig
von den anderen 4 nutzbar ist.
Alternativ...
...hätten all die "guten" Argumente sowohl gegen die Nordwest- als auch die Südbahnlösung mit all ihren unüberwindbaren Schwierigkeiten vielleicht auch die unabwendbare Erkenntnis zutage fördern können, daß ein weiterer Flughafenausbau an diesem Standort schlicht nicht opportun ist? Nur so als Gedankenanstoss "out of the box". Aber ich weiss, das passt nicht zum Postulat nach weiterem Wachstum des Flughafens, ohne den die Region ja in die Steinzeit zurück befördert wird, wenn man den Untergangspropheten Glauben schenkt.
Luftfahrt, Herr Fink...
...ist, wie Sie wissen sollten, eine hochgradig regulierte Industrie. Insofern gibt es zwar in Europa (zum Glück, da gebe ich Ihnen Recht) keinen "Dirigismus". Aber die "kommerziellen" Entscheidungen der Gesellschaften sind durchaus stark vom regulatorischen Rahmenwerk dieser Industrie beeinflusst. Reine "Frachter" brauchen vor allem ein entsprechendes Logistikkonzept mit entsprechender Anbindung an Bahn und Strasse. Daß dies GEGENWÄRTIG an anderen Flughäfen nicht im gleichen Maß gegeben wie FRA ist offensichtlich. Die Antwort kann aber doch nicht eine Zementierung solcher Strukturen auf ewig sein (das sind wir wieder bei Kleinstaaterei bundesföderalen Zuschnitts). Was Ihre Hinweise zur Südbahn betrifft: Es wäre aber gleichzeitig auch eine Bahn (SB West) geschlossen worden. Der "Nettozugewinn" wäre auch hier "nur" eine Bahn gewesen. Gleichzeitig wäre die Region Rhein-Main insgesamt durch sinnvollere Flugrouten deutlich entlastet worden. Der Ökonom nennt das "Pareto-Effizienz".
Die Hessische Landesregierung hat auch keinen indirekten
Einfluss auf die Entscheidungen von Fluggesellschaften., wo diese ihe
Frachtsendungen abwickeln, Das hat man dann auch irgendwann gemerkt und
ist aus dem Projekt Hahn ausgestiegen.
Ungefähr die Hälfte der Fracht ist Beiladung in
Passagiermaschinen und diejenigen die reine Frachter fliegen machen
kommerzielle Entscheidungen, wo diese Frachter landen. Für LH ist
HHN überhaupt keine Alternativem weil man die Umladefähigkeit
zu den Passagiermaschinen braucht.
Für reine Frachter steht HHN im Wettbewerb mit Köln,
Luxemburg, Lüttich oder Amsterdam, um nur einige zu nennen,
natürlich auch mit FRA. Außerdem haben wir in Europa zum
Glück keinen Dirigismus.
Was Ihre Anmerkungen zur Südbahn angeht - mal abgesehen davon, das
man dann dort nicht eine sondern zwei gebraucht hätte, der
Ärger und der Protest wäre der Gleiche, wenn nicht noch
größer. Glauben Sie ernsthaft, die alten Streiter aus M-W ,
die heute noch als Anmelder der Demos fungieren, hätten das so
einfach hingenommen?
Lassen Sie mich...
...meine Aussage zum Land Hessen präzisieren: Natürlich ist richtig, daß die hessische Landesregierung keinen DIREKTEN Einfluß auf die Abwicklung der Luftfracht hat. Im Hinblick auf Gewerbesteuereinnahmen und (mögliche) Schaffung von Arbeitsplätzen hat sie aber eine starke Incentivierung alles dafür zu tun, daß die VORAUSSETZUNGEN dafür geschaffen sind, diese Fracht auch über Frankfurt abzuwickeln. Unabhängig davon, ob die Raumverträglichkeit für ein solches Verkehrsaufkommen (besser) gegeben ist als andernorts. Und darin besteht eben m.E. die Analogie zu den von Ihnen angeführten Kommunalpolitikern und ihrer "Bauzonenausweiswut". Über die spezifische Eignung von Hahn als Ausweichsflughafen lässt sich sicher diskutieren. Nicht aber über die Notwendigkeit Alternativen zur Abwicklung solcher Fracht über einen teuren und mitten im Ballungsgebiet liegenden "City-Airport" wie Frankfurt zu eruieren.
Bei einer...
..gleichzeitigen Schließung der Startbahn West (die bei der von Ihnen beschriebenen Lösung ohnehin nötig gewesen wäre), hätte sich im Endeffekt die Belastung von Mörfelden-Walldorf wohl nicht wesentlich verändert. Die Raunheimer sind über die jetzige Lösung mit Sicherheit keineswegs glücklicher. Im Endeffekt hätte man so die Chance gehabt eine Lösung zu schaffen, der ein dauerhaft tragbareres Konzept zugrunde liegt: Entflechtung der Flugrouten, Kapazitätssteigerung ohne anschliessende Notwendigkeit zu weiteren Baumaßnahmen auf absehbare Zeit und gleichzeitig weniger (Neu-)betroffene in den am dichtesten besiedelten Zonen. Die gegenwärtige Lösung hingegen ist für niemanden wirklich tragbar und mit Sicherheit im Hinblick auf Effizienz die schlechteste...
Kommunalpolitiker, Herr Schüßler...
...werden nun einmal von einer Kommune gewählt und haben daher auch die Aufgabe, primär die Interessen eben selbiger zu vertreten. Ähnliches gilt für Landespolitiker. Und genau darin liegt das Problem: Wenn man Infrastruktur von überregionaler Relevanz (wie einen Flughafen) plant. Wie sonst ist es etwa zu erklären, daß sich eine hessische Landesregierung mit Händen und Füssen dagegen wehrt, im Interesse der Raumverträglichkeit auch nur einen Teil der Luftfracht über andere Flughäfen (z.B. Hahn) abwickeln zu lassen? Bezüglich Erschliessung von Baugebieten: Es ist doch grotesk, den ohnehin knappen stadtnahen Wohnraum in Frankfurt und Umgebung weiterhin künstlich durch den Bau einer Landebahn ZUR STADT HIN statt von ihr weg zu verknappen. Ich kann in diesem Zusammenhang nur noch einmal auf den Artikel von Jochen Remmert vom 9.4.2012 in dieser Zeitung verweisen. Darin sehe ich den weitaus größeren Fehler als in der in Einzelfällen vielleicht verantwortungslosen Ausweisung von Bauzonen.
Herr Schüßler,
...das ist ja geradezu schockierend, daß die Städte Frankfurt
und Offenbach in den letzten 30 Jahren so "gierig" neuen
Wohnraum für Menschen erschlossen haben, anstatt diesen Raum
provisorisch mal für neue Landebahnen frei zu halten.
Unverantwortlich, so etwas. Wie soll denn so ein aufstrebendes MDax
Unternehmen noch wachsen können, wenn die Leute den nötigen
Raum rücksichtslos einfach mit ihren Häusern belegen?
Frau Wild ...,
... Sie wissen doch genauso gut wie ich, dass der Neubau eines Flughafen
- idealerweise gleich mit vier Vollbahnen nach dem Atlanta-Modell - in
Deutschland absolut nicht (mehr) möglich ist, nicht in hundert
Jahren. Da bleibt halt nur improvisieren. Siehe: Hamburg,
Düsseldorf, München (neuerdings), Köln (sehr bald),
Berlin, ... Da bleibt doch doch nur die Alternative, das Vorhandene
dauerhaft-provisorisch zu verbessern.
Schauen Sie sich einmal auf Google Earth die Dächer rund um den
Frankfurter Flughafen an. Da lässt sich schon sehr gut
einschätzen, was vor 30 bzw. 20 bzw. 10 Jahren entstanden ist. Die
verschiedenen Stadtregierungen, auch Offenbach, sind doch mit der Gier
nach dem Ausweis neuer Baugebiete kaum noch hinterher gekommen.
@Beate Obermann
Wenn Sie sich einmal ein Layout des Amsterdamer Flughafen anschauen,
dann werden Sie schnell feststellen, dass dieser über sechs (6!)
Vollbahnen verfügt, wohingegen Frankfurt nur vier
"Krüppelbahnen" hat. Bei den Verhältnissen liegt es
auf der Hand, dass die An- und Abflüge wesentlich besser verteilt
werden können.
Außerdem verlaufen drei der sechs Amsterdamer Bahnen in
Nord-Süd-Richtung; das erleichtert die Verteilung "in alle
Himmelsrichtungen" ebenfalls kolossal. Möglichweise hat diese
Verteilung der Bahnen damit zu tun, dass in Küstennähe auch
andere Windverhältnisse herrschen - Frankfurt hat überwiegend
West-Wetterlagen, ein geringerer Teil Ost-Wetterlagen und verschwindend
wenig Wind aus Norden.
Ja, ich weiß, Tatsachen spielen keine große Rolle und sind
weitgehend unerwünscht. Tut mir Leid, dass ich es trotzdem sagen mußte.