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Veröffentlicht: 18.04.2017, 13:05 Uhr

Kommentar Die Eintracht muss sich energisch aufbäumen

Die Frankfurter Ergebniskrise nimmt mittlerweile bedrohliche Ausmaße an. Die Mannschaft befindet sich halbwegs ungebremst im freien Fall. Nun ist ein energisches Aufbäumen notwendig.

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© EPA Kampfgeist: Frankfurts Mijat Gacinovic gegen Julian Weigl vom BVB

Alle Kraft dem Endspurt. Bei den drei erstklassigen Fußballklubs des Rhein-Main-Gebiets setzt das große Aufbäumen ein. Die einen meistern diese Prüfung besser, die anderen schlechter. Gut gemacht haben es am Osterfest die „Lilien“, denn die Spieler des SV Darmstadt 98 sind sich treu geblieben. Sie haben auch gegen den FC Schalke 04 bis zur letzten Minute, bis zur letzten Chance gekämpft und alles gegeben. Der Lohn ist der spät zustande gekommene 2:1-Sieg, der der Mannschaft von Trainer Torsten Frings zumindest dies gibt: moralischen Auftrieb. Die Chance auf den Klassenverbleib aber ist minimal. Der Abstieg ließe sich nur vermeiden, falls die „Lilien“ auch noch alle fünf restlichen Saisonspiele gewinnen würden – und die Konkurrenten vor ihnen allesamt verlieren würden.

Ralf Weitbrecht Folgen:

Auch die Mainzer haben verstanden, dass mit Wille und Leidenschaft viel erreicht werden kann. Die 05er von Trainer Martin Schmidt brauchten unbedingt einen Sieg – und sie haben ihn sich gegen Hertha BSC Berlin erarbeitet. Der Erfolg war aber auch zwingend notwendig, denn vom gefährlichen Relegationsplatz trennt Mainz lediglich die bessere Tordifferenz vom FC Augsburg. Von jenem Klub also, dem nun das ganze Augenmerk der Frankfurter Eintracht gilt.

Unten in der Rückrundentabelle

Die mit Darmstadt schlechteste Rückrundenmannschaft der Fußball-Bundesliga hat es versäumt, sich in Dortmund durch ein nicht unmögliches Remis eine bessere Ausgangslage für das wegweisende Heimspiel gegen Augsburg zu verschaffen. Doch bei der Eintracht hakt es nicht erst seit Ostern an vielen Stellen. Der Sturm ist weiterhin nur ein Stürmchen, und die Männer von Trainer Niko Kovac sollten sich nicht darauf verlassen, dass ihr seit Wochen bester und beständigster Profi Marco Fabian mal vom Elfmeterpunkt aus, mal aus der Distanz wie in Dortmund trifft.

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Die Frankfurter Ergebniskrise nimmt mittlerweile bedrohliche Ausmaße an. Die Mannschaft, viele Wochen lang im ersten Tabellendrittel notiert, befindet sich halbwegs ungebremst im freien Fall. Dieser kann am Samstag gestoppt werden. Und erst dann, ein entsprechendes energisches Aufbäumen vorausgesetzt, könnte sich die im Sommer aus aller Herren Länder neu zusammengesetzte internationale Fußballgemeinschaft einem entspannten Saisonfinale und anderen Aufgaben wie dem DFB-Pokalhalbfinale bei Borussia Mönchengladbach zuwenden. Darmstadt und Mainz haben an Ostern die richtigen Zeichen gesetzt. Jetzt ist es an Frankfurt, es den Rivalen gleichzutun.

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Von Ralf Euler

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