Nach dem Einsatz eines Notarztes ist ein Prozess wegen Betrügereien mit Schrottimmobilien in Darmstadt am Freitag gleich wieder vertagt worden. Der Mediziner musste eine Angeklagte behandeln. So nahm das Landgericht nur kurz die Personalien der insgesamt sieben Angeklagten auf, es kam noch nicht einmal zur Verlesung der Vorwürfe.
Die mutmaßliche Bande soll Immobilien jahrelang zu überhöhten Preisen verkauft und hohe Kredite unter anderem mit gefälschten Unterlagen erschwindelt haben. Als Projekte platzten, soll Banken als Kreditgeber erheblicher Schaden entstanden sein. Ausgezahlt worden sein sollen Darlehen von fast sechs Millionen Euro.
Prozess wird Anfang September fortgesetzt
Der Prozess wird am 5. September fortgesetzt. Ursprünglich hatte das Landgericht zehn Angeklagte angekündigt. Ein Teil dieser Verfahren sei aber schon erledigt, ein Mann flüchtig.
Ein anderer Prozess zu Betrügereien mit Schrottimmobilien geht vor dem Landgericht gerade erst zu Ende. Angeklagt sind dabei neun Männer und Frauen. Für die Hauptangeklagte verlangt die Staatsanwaltschaft insgesamt 13 Jahre Haft. Das Urteil wird Anfang September erwartet.

