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Dalai Lama verhindert : Tibethaus in Frankfurt eröffnet

  • Aktualisiert am

Verhindert: Der Dalai Lama, hier eine Aufnahme mit ihm in alten Tibet-Haus 2014, konnte nicht zur Segnung nach Frankfurt kommen Bild: Helmut Fricke

Ohne das geistliche Oberhaupt ist das neue Tibet-Haus in Frankfurt eröffnet worden. Der Dalai Lama wollte als Schirmherr teilnehmen, schaffte es aber nicht rechtzeitig aus Irland an den Main. Das lag nicht an ihm.

          Mit einer spirituellen Segnung und einer symbolischen Schlüsselübergabe ist das neue Tibethaus in Frankfurt eröffnet worden - in Abwesenheit des Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, Schirmherr des Hauses, kam einem Sprecher zufolge wegen eines technischen Defekts bei seinem Flug von Irland am Dienstag nicht rechtzeitig nach Frankfurt und wird erst am Mittwoch mit dem geplanten Programm seines mehrtägigen Besuches beginnen.

          Der geschäftsführende Vorstand des Tibethauses, Puntsok Tsering, sagte, das Haus solle eine Brückenfunktion zwischen Ost und West übernehmen und Heimat sein für Exil-Tibeter und alle, die sich für tibetische und buddhistische Kultur interessieren. Der langjährige Sondergesandte des Dalai Lama in Europa, Kelsang Gyaltsen, betonte, es gehe nicht um Missionierung, sondern um die Erweiterung und Vertiefung von Wissen und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses.

          Untergebracht ist das neue Tibethaus, das unter anderem Seminare und Workshops anbietet, in einer früheren Professorenvilla auf dem ehemaligen Frankfurter Uni-Campus. Neben Frankfurt gibt es nach Angaben der Kulturstiftung Tibethaus weltweit nur noch ein ebenfalls offiziell anerkanntes Pendant in New York.

          Zur Einweihung am Dienstag kamen auch Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) und der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Roth sagte, Frankfurt und Hessen könnten stolz darauf sein, ihre Unterstützung für die Tibeter stets aufrecht erhalten zu haben - „wissend, welcher Druck von unterschiedlichen Seiten ausgeübt wird, nicht zuletzt auch von chinesischer Seite“.

          Quelle: dpa

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