Das Radisson Blu Hotel Frankfurt ist das einzige Hotel mit dieser Form in Europa! Das gläserne Gebäude, das wir soeben betreten haben, hat die Form einer Scheibe. Wie gigantisch es auch sein mag, man hat das Gefühl, dass es jeden Moment wegrollen wird. Das kann es aber dank einer sehr guten Statik nicht, wird uns erklärt. Wir blicken heute vor, aber auch hinter die Kulissen des großen Frankfurter Hotels.
„Stressig“, „interessant“, „neue Herausforderungen“ : Das sind die Worte, mit denen Chefkoch Oliver Schakow seinen Arbeitsalltag beschreibt, denn jeder Tag sei hier ein neues Erlebnis. 29 Mitarbeiter sind hier in der Küche tätig, davon neun Auszubildende. Wir sind umgeben von weißen Fliesen und Küchentheken aus Edelstahl. Wagen mit Geschirr fahren an uns vorbei. Rechts klappert's, links klirrt's: Die Souschefs und Köche flitzen herum und bereiten alles für die nächste Tagung vor. Die Anspannung ist spürbar. Alles muss nun glattgehen. An einer großen Wand hängen die sogenannten Wochenpläne, auf denen genau steht, was und wie viel sie kochen müssen, denn anders ist so eine große Küche gar nicht zu managen.
Langeweile hat hier niemand
Beim Eintritt in das Restaurant im italienischen Design ist der große gewölbte Spiegel nicht zu übersehen. Hier finden etwa 130 Gäste Platz. Nicht nur Hotelgäste, auch Besucher von außerhalb genießen täglich die Speisen, die das Restaurant in einer großen Auswahl anbietet. Hitze schlägt mir sofort ins Gesicht, als ich aus dem klimatisierten Hotel ins Freie auf die Terrasse gehe, die zum Restaurant gehört und sich wunderbar zum Sonnen und Lesen eignet. Oberhalb des Restaurants befindet sich ein riesiger Ballsaal, der für Tagungen, Veranstaltungen, Partys und ähnliche Zwecke genutzt wird. „Ohne diese Veranstaltungen könnte unser Hotel nicht leben“, erklärt uns Herr Ammon, zuständiger Manager des Hauses für Essen und Trinken. Schließlich erblicken wir den Weinturm, der mit 1500 Flaschen 100 verschiedener Sorten gefüllt ist.
Dem Hotel stehen rund 37.500 Quadratmeter verteilt auf 20 Etagen (inklusive Tiefgeschoss) zur Verfügung. Die Gäste kommen aus aller Welt, hauptsächlich aber aus Deutschland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und auch aus Japan. Die meisten von ihnen sind Geschäftsreisende, 80 Prozent sind Männer. Das Standardzimmer hat eine Größe von 25 Quadratmetern mit Badezimmer, Schlafzimmer und Minibar. Den meisten Platz bietet die Präsidenten-Suite, sie hat eine Gesamtfläche von 130 Quadratmetern. Vom Doppelbett aus schaut man auf einen großen Plasmafernseher. Vom Schreibtisch aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt Frankfurt. Wenn das Radisson Hotel ausgebucht ist, übernachten mehr als 800 Gäste in der stehenden kreisrunden Scheibe im Frankfurter Westen.
„,Yes, I can' ist die schon weit vor Barack Obama ins Leben gerufene Philosophie des Radisson Hotels“, berichtet uns Nina Schoppohl aus der Personalabteilung des Hauses, als wir die Verwaltung besuchen. In einem Programm mit diesem Motto lernen alle Radisson-Mitarbeiter ihre Freundlichkeit gegenüber Gästen und Kollegen jeden Tag hundertprozentig zu zeigen. Aus den Büros hört man Telefone klingeln, telefonierende und tippende Mitarbeiter. Langeweile hat hier niemand. Dort treffen wir auch Herrn Baecker, er kümmert sich um die Preise. Die Nachfrage ist entscheidend: „Daher sind die Zimmerpreise zu bestimmten Terminen, zum Beispiel bei Messen, höher als an normalen Tagen“, erklärt er uns. Ein Stück weiter hat der Hoteldirektor sein Büro. Er ist für die Motivation der Angestellten und die Zufriedenheit der Kunden verantwortlich. Wie er das macht, ist Betriebsgeheimnis. Die Mitarbeiter in der Reservierungsabteilung beraten die Kunden und buchen die Zimmer. Die Buchhalter - liebevoll auch „Erbsenzähler“ genannt - sind unter anderem für die Erstellung und Ablage von Rechnungen verantwortlich.
Nach der Besichtigung der Verwaltung können wir eines feststellen: Alle Abteilungen und Mitarbeiter haben eines gemeinsam - jeder gibt sein Bestes, um die Hotelgäste zufriedenzustellen.

