06.07.2009 · Die Klasse 6c der Carl-Schurz-Schule, Frankfurt, besuchte die Frankfurter Sternwarte. Die Begeisterung des Astronomen Volker Heinrich vom Physikalischen Verein färbte schnell auf sie ab.
Warum herrscht kein Leben auf anderen Planeten? Was machen wir, wenn die Sonne nicht mehr scheint? Wann geht die Welt unter?“ - Fragen über Fragen, die die Klasse 6c der Carl-Schurz-Schule beim Besuch der Frankfurter Sternwarte an Volker Heinrich vom Physikalischen Verein Frankfurt stellte. Sie folgte ihm durch eine riesige Halle, in der viele interessante Poster von Sternen und Sonnensystemen zu sehen waren.
Gespannt lauschten die Schüler dem Vortrag „Eine Reise durch die Milchstraße“ in dem Hörsaal, in dem früher die Studenten „gequält“ worden seien, und brachten ihn mit vielen Fragen, die er alle gut verständlich und mit viel Geduld beantwortete, immer wieder von seiner „Umlaufbahn“ ab. Die Begeisterung des Astronomen und Hobbyastrologen für das uns bekannte Universum und für das, was sich dahinter verbirgt, färbte schnell auf uns ab.
Freie Sicht in den Himmel
Wir erfuhren viel Interessantes: dass die dunklen Flecken auf der Sonne, die Sonnenflecken, circa 1000 Grad kälter sind als der Rest der Sonne. Im Innern ist sie 15.000.000 Grad heiß und außen „nur“ 6000 Grad. Diese Sonnenflecken, die im Vergleich zur Sonne fast schwarz wirken, sind tausendmal heller als andere Sterne. Eine andere Frage war, ob 2036 tatsächlich die Welt untergehen werde. Dazu könne es aber nur kommen, wenn der Kleinplanet Apophis im Jahr 2029 an einer bestimmten Stelle die Umlaufbahn passiere, die so klein wie ein Schlüsselloch sei, und dann auf die Erde falle. Herr Heinrich beruhigte uns und sagte, dass dies sehr unwahrscheinlich sei - er werde seinen Urlaub für das Jahr 2036 guten Gewissens rechtzeitig planen.
Nach dem Vortrag verließen wir den Hörsaal und stiegen eine endlos lange Treppe hinauf zur eigentlichen Sternwarte. Wir erreichten einen kleinen Turm mit einem atemberaubenden Blick über die Dächer von Frankfurt. In der Kuppel standen das riesige Teleskop und eine fahrbare Treppe. Das runde Dach war mit Holz verkleidet. Doch wie sollten wir in diesem geschlossenen Raum die Sterne sehen können? Daraufhin drehte Herr Heinrich an einem Rad, plötzlich öffnete sich ein Teil des Daches über unseren Köpfen, und die Sicht in den Himmel war frei.