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Veröffentlicht: 17.05.2017, 13:20 Uhr

Atomkraftwerk BUND klagt gegen Biblis-Abbaugenehmigung

Aus Sicht des BUND ist ein bestmöglicher Schutz beim Abriss des Atomkraftwerks Biblis unter jetzigen Vorzeichen nicht gewährleistet. Das Ministerium sieht das anders. Der BUND klagt dennoch gegen die Abrissgenehmigung.

© dpa Umstritten: Gegen den Abriss des Kernkraftwerks Biblis an sich hat der BUND nichts, allerdings stört er sich an Details

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Hessen hat Klage gegen die Genehmigung für den Abbau von Teilen des Atomkraftwerks Biblis erhoben. Bei der Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof gehe es um den Ende März vom Umweltministerium in Wiesbaden genehmigten Abbau von Anlagenteilen in Block A, teilte der Landesverband am Mittwoch in Frankfurt mit. Ein Sprecher des Gerichtshofes bestätigte den Eingang der Klage gegen das Land. Wann darüber entschieden werde, sei noch nicht absehbar.

Das Ministerium hatte dem Betreiber RWE Ende März grünes Licht für Stilllegung und Abbau der Blöcke A und B gegeben. Seinerzeit hatte Ministerin Priska Hinz (Die Grünen) betont: „Für Mensch und Umwelt sind keinerlei Beeinträchtigungen zu erwarten.“

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Der BUND bemängelt unter anderem, der höchstmögliche Schutz der Bevölkerung vor zusätzlicher radioaktiver Belastung sei nicht gewährleistet. Nötig seien niedrigere Strahlenschutz-Grenzwerte. Beim Abriss entstünden große Mengen radioaktiven Abfallmaterials. Das werde als nicht radioaktiv umdeklariert und lande auf Deponien, in Müllverbrennungsanlagen oder als Recyclingmaterial in Gegenständen.

Das AKW war 2011 nach der Katastrophe von Fukushima erst für drei Monate und dann ganz abgeschaltet worden. Für den Abbau sind mindestens 15 Jahre veranschlagt.

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Von Matthias Alexander

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