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Abwahlverfahren gescheitert : Im Amt bestätigter Bürgermeister geht auf Kritiker zu

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Geht auf seine Kritiker zu: Steinaus Bürgermeister Malte Jörg Uffeln Bild: Rainer Wohlfahrt

Malte Jörg Uffeln bleibt Bürgermeister von Steinau an der Straße. Das Abwahlverfahren ist gescheitert. Nun sucht der umstrittene Rathauschef eine neue Zusammenarbeit im Stadtparlament.

          Nach dem gescheiterten Abwahlverfahren gegen den umstrittenen Bürgermeister von Steinau an der Straße will Malte Jörg Uffeln mit dem Stadtparlament ein neues Kapitel der Kooperation aufschlagen. „Ich strecke allen Kritikern die Hand zur neuen Zusammenarbeit aus und suche den Dialog. Wir müssen uns an einen Tisch setzen“, sagte der parteilose Kommunalpolitiker, der nun weiter Rathaus-Chef der Stadt im Main-Kinzig-Kreis bleibt, am Montag. Bei dem Bürgerentscheid am Sonntag stimmten 66,6 Prozent gegen seine Abwahl.

          Die Stadtverordnetenversammlung hatte das Abwahlverfahren in Gang gebracht. Die Kommunalpolitiker waren unzufrieden mit der Amtsführung des parteilosen Juristen. Er war im April 2014 mit 59 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden war. Nun sprach ihm die Bevölkerung mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit das Vertrauen aus.

          Buch über Adolf Hitlers Sekretär

          Anlass des Ärgers ist eine fragwürdige Widmung des Bürgermeisters in einem Buch über Adolf Hitlers Sekretär Martin Bormann. Uffeln hatte das Geschenk für seinen Hauptamtsleiter mit der Widmung versehen: „Mein Sekretär! Ihnen, meinem treuen Paladin, in dankbarer Verbundenheit. Ihr Malte Jörg Uffeln ,mF’ 20.04.2015.“

          Die Abkürzung „mF“ kann auch als „mein Führer“ gelesen werden. Zudem ist der 20. April Hitlers Geburtsdatum. Uffeln betonte: „Ich habe keine braune Gesinnung“. Es sei ein Scherz und ein Fehler gewesen. Die Staatsanwaltschaft Hanau sieht keinen Grund für Ermittlungen.

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