Der hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) hat sich gegenüber der Rhein-Main-Zeitung skeptisch zu dem Bürgerbegehren geäußert, das eine Initiative gegen den beschlossenen Verkauf des städtischen Klinikums angestrengt hat. Grüttner setzt hinter den alternativen Finanzierungsvorschlag, den die Bürgerinitiative ihrem Begehren beigefügt hat, ein Fragezeichen.
Laut Grüttner geht es nicht allein um die wirtschaftliche Lage des Klinikums, sondern auch um die finanzielle Belastung der Stadt als Träger. Die Klinikum Offenbach GmbH will bis 2015 eine „schwarze Null“ für das 820-Betten-Krankenhaus schreiben. Allerdings soll nach diesem Modell die Stadt nicht nur die Schulden des Klinikums sondern auch den Kapitaldienst für den 2010 eröffneten, mittlerweile auf 180 Millionen Euro veranschlagten Klinikneubau übernehmen. Der Finanzierungsvorschlag der Bürgerinitiative stützt sich auf diesen Sanierungsplan des Klinikums.
Der Gesundheitsminister verwies darauf, dass der Kapitaldienst bei etwa 25 Millionen Euro im Jahr liegen werde. Angesichts einer solchen Belastung könne es „ein Weiter so weder für das Klinikum noch die hochverschuldete Stadt geben“.