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Bündnis gegen Fluglärm SPD-Oberbürgermeister wollen erweitertes Nachtflugverbot

 ·  Vier SPD-Oberbürgermeister aus dem Rhein-Main-Gebiet haben ein neues Bündnis gegen Fluglärm geschmiedet.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (40)
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Mark Schumann

Welches Interesse Sie an FRA haben weiss ich nicht, Herr Fink

...und ich möchte Ihnen auch nichts unterstellen. Es wird aber sicher einen Grund haben, weswegen Sie so robust eine bestimmte Meinung vertreten, auch wenn Sie ein persönliches Interesse wiederholt in Abrede stellen. Eine ernsthafte Diskussion über ein komplexes Verkehrskonzept kann auf 1000 Zeichen nicht sinnvoll geführt werden. Als Denkanstösse: Heathrow ist seit Jahren capacity-constrained mit 2(!) Runways. Im Großraum London werden aber 5 Flughäfen betrieben, auf die die Last verteilt wird. Ich habe es nicht überprüft, glaube aber nicht dass alle loss-making sind. In Wien Schwechat liegt der Flughafen südöstlichen weit genug vor den Toren der Stadt. Die Anbindung erfolgt (analog dem Heathrow Express) sehr effizient mit dem CAT. Ein ähnliches, in Herrn Stoibers viel belachter Rede geschildertes Konzept war für München angedacht. Nur in Frankfurt muss man alles über ein Gemurkse von Landebahnsystem quasi mitten in der Stadt abwickeln. Das ist auf Dauer nicht tragbar. Punkt!

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.03.2013 15:58 Uhr
Mark Schumann

Sie müssen Sich nicht rechtfertigen, Herr Fink, das sagte ich doch bereits mehrfach.

Welchen Teil von "Wurscht" soll ich nochmal genauer erläutern?

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Hannelore Schäfer

Und wieder haben Sie Recht

Die S18 wäre nicht mehr nutzbar gewesen. Das ist bekannt, das hatten wir hier an anderer Stelle schon mal. S18 weg und 2 neue Parallelbahnen in den Süden, das wäre die Lösung gewesen, aber daran hat sich noch nicht mal der brutalstmögliche Aufklärer herangewagt.

Dieses Versagen der Gegenwart nun in die weit zurückliegende Vergangenheit zu schieben, zeigt doch nur, dass man es heute offenbar immer noch nicht besser kann.

Ob die Frage nach der Rechtfertigung - nach dem in die Runde geäußerten Vorwurf der totalitären Haltung - angebracht ist, stelle ich anheim. Es gehört zum menschlichen Miteinander, dass Anworten nicht immer den eigenen Vorstellungen entsprechen. So entstehen üblicherweise Diskussionen.

Wie steht es denn um Ihre Haltung zur Meinungsäußerung? Z.B. im Hinblick auf Ihren Beitrag vom 21.03.13, 10.10 Uhr, letzter Satz. Andere Meinung = Unfug?

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 21.03.2013 12:55 Uhr

Es ist schon sehr mühsam, die Dinge zu erklären wenn die Sicht verstellt ist

einer Südbahn steht die 18 im Weg. So einfach ist das. Die 18 wäre bei einer Südbahn nicht mehr nutzbar. So einfach ist das.

Wenn Börner damals die Parallelbahn durchgesetzt hätte, wäre die Kapazität über die gesamten ca. 30 Jahre um etwa 20 pro Stunde höher gewesen. Bei einer weiteren Südbahn wäre der zusätzliche Nutzen dann nicht mehr so groß gewesen. Darüber kann man aber jetzt nur spekulieren. Die Fluglotsen wollten ja die ATL Variante und die heißt nichts anderes als 2 Bahnen im Norden und 2 Bahnen im Süden. Die 5. Bahn von ATL vergessen wir mal.

Übrigens, seit wann muss man sich für seine Meinungsäußerung rechtfertigen oder diese begründen? Sind wir schon so weit?

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Mark Schumann

Danke, Frau Schäfer

Mir fehlt langsam die Energie...
Danke, Herr Fink, für die nochmalige Klarstellung , dass Herr Börner an dem "Gemurkse" schuld ist. Mag sein. Die Personalie ist aber völlig irrelevant. Ich könnte als nächstes auf die Anflugrouten in Schwechat verweisen und Ihnen erklären, warum die reine Distanz des Flughafens zur Innenstadt relativ wenig Relevanz für den Fluglärm in der Stadt hat. Ich könnte aber auch genauso gut einen Euro in die Parkuhr werfen und es der erzählen. Der Effekt wäre wohl in etwa der gleiche.
Welches Interesse Sie an FRA haben, ist mir offen gestanden wurscht. Ich denke mir meinen Teil und nehme an die meisten anderen Leser Ihrer Beiträge werden es ebenfalls tun. Zumindest halte ich es nicht für nötig, meine Beweggründe zu verheimlichen.

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Hannelore Schäfer

Die Schuldfrage

Weshalb wurde jetzt nochmal und von wem die Entscheidung zugunsten der NW-Bahn getroffen? Statt einer weiteren Bahn im Süden, was von allen Experten (wenn es solche wirklich gibt), befürwortet wurde?

Weshalb wurde nicht vorausschauend geplant, statt alles zuzubauen um dann zu sagen, als die Amerikaner abzogen, das Auseinanderziehen der Parallebahnen ist aus Platzgründen nicht möglich?

Das Schöne an Fehlern ist, dass man sie fast immer bereinigen kann. Kostet aber meistens Geld. Sich hinzustellen und zu sagen, dieser oder jener hat mit dem Gemurkse angefangen, also machen wir munter weiter damit, nun, die Beurteilung dieser Sichtweise erspare ich mir.

Sie haben aber Recht. Ca. 2,3 km (gut hörbare) Luftlinie zwischen Schweizer Platz und NW-Bahn ist ein derart gigantischer Abstand, dass man absolut nicht von Innenstadtlage sprechen kann. Ganz klar.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 21.03.2013 10:10 Uhr

Nehmen Sie es mal hin,dass das Interesse darin besteht, solche Beiträge nicht

unkommentiert stehen zu lassen.

VIE ist 18 km von der Stadt entfernt, FRA 12, bedient natürlich auch den Großraum. Beide haben Bahnanbindung, FRA nach allen Richtungen.

LHR braucht die 3. Runway seit 20 Jahren dringend und schaut neidisch auf FRA. Wäre ein split hub system machbar, würde man es in LON machen. Der Großraum LON (South England ca. 14 Mio) ist vom Aufkommen her wesentlich ergiebiger als die 5,6 Mio bei uns. Da rechnen sich LGW, LTN und STN, die alle ihr eigenes Quellgebiet haben. Der City Airport hat seine eigene Niche.

Übrigens, hätte Herr Börner die dritte runway hier parallel bauen lassen, statt quer, würden wir hier nicht diskutieren müssen. Das hätte B. damals für den gleichen Ärger haben können und da hat Ihr "Gemurkse" seinen Anfang. Vielleicht hätte es noch eine vierte, parallel zur (dann) Südbahn gebraucht, die NW wäre jedenfalls keine Alternative gewesen.

Übrigens FRA liegt nicht "mitten in der Stadt", as zu behaupten ist Unfug.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 20.03.2013 17:03 Uhr

"Gutmensch" , Herr Schumann,

würde ich auch als persönliche Beleidigung empfinden. Gutmenschen bewirken meistens das Gegenteil und was dann dabei rauskommt ist eher schlecht. Ich habe aber keine persönlichen Vorteile davon, ob FRA nun gedeiht oder nicht.

Die Kunst ist ja, das übergeordnete Interesse mit Schutz der Individuen in Einklang zu bringen und da gehen die Meinungen auseinander.

Was das Wachstum angeht, es ist über die Jahre die Wachstumsrate ausgedrückt in TKM. Ihre Behauptung lässt natürlich schmunzeln, wenn keine slots verfügbar sind kann es natürlich vor Ort kein Wachstum geben. Die neue Bahn wid ja auch nicht gleich vom Anfang weg voll genutzt, jedenfalls wird die Gesamtkapazität nur geringfügig aufgestockt.

Was die Termini angeht, wenn sie "Intermodal" in die Diskussion einwerfen dann müssen Sie sich die Antwort halt gefallen lassen. Intermodal ist hier gegeben, besser als mit einem ICE Bhf kann es nicht sein.

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Mark Schumann

Herr Fink, ich ziehe das jetzt mal hier hoch, sonst wird das unten zu unübersichtlich.

Jedes Interesse ist per definitionem immer ein Eigeninteresse. Ich denke, den altruistischen Gutmenschen nimmt Ihnen hier ohnehin keiner ab. Die Frage ist, ist dieses Interesse berechtigt und insbesondere: Wo ist die Grenze, an der das übergeordnete öffentliche Interesse den Schutz des Individuums nicht mehr überwiegt?
Die Diskussion über Termini wie split hubs und Intermodalität wird sicherlich die meisten Leute inzwischen stärker ermüden als der fehlende Schlaf aufgrund Fluglärm. Wenn Sie mal in Atatürk gelandet sind, wissen Sie, dass der Flughafen bestenfalls am Stadtrand liegt. West, Ost und Süd: Meer. Nord: relativ dünn besiedelt. Runways: Nord-Süd. Der neue Flughafen kommt auf aufgefüllte Kohleminen weit nörlich der Stadt. Was die Wachstumszahlen betrifft würde mich schon mal interessieren, wo Sie diese Zahlen ausgebuddelt haben. Die Anzahl Flugbewegungen in Frankfurt ist seit 2000 pro Jahr um ganze 0,4% gewachsen; die Anzahl Passagiere um 1,3%. Wachstumswunder sieht anders aus.

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Alfons Rapp

Totalitäre Gesinnung.

Es reicht nicht, dass man Menschen täglich einem unerträglichen Lärmteppich aussetzt, dass man sie wie Labor-Ratten benutzt, um Erkenntnisse über die Auswirkungen des Fluglärms zu sammeln. Man muss ihnen auch noch eine totalitäre Gesinnung nachsagen. Geht's noch perverser?

Herr Fink, was wollen Sie eigentlich mit Ihrer verächtlichen, immer wieder gebrauchten Formulierung zum Ausdruck bringen, dass die Fluglärmgegner ja nur „Ruhe über'm Dach haben wollen“? Dass Ruhe über'm Dach völliger Unsinn ist? Weil sich kein vernünftiger Mensch auf dem Dach aufhält? Das sind Ihre Methoden, wenn Ihre, von allen menschlichen oder medizinischen Aspekten befreiten Argumente nicht fruchten. Dann wird es auch gerne mal etwas rustikaler. Sollten das etwa erste Anzeichen einer totalitären Denkweise sein?

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Alfons Rapp

Worum geht es Ihnen

Herr Weinert? Wollen Sie den Reichen eins auf Mütze geben? Sind Sie in erster Linie deshalb so besessen von einem weiteren Ausbau des Flughafens? Dieses unerträgliche, mittlerweile überregionale Lärmproblem besteht doch nur deshalb, weil sich wenige „Unverantwortliche“ auf Kosten der Gesundheit und des Wohlbefindens 100.000er Menschen aus allen Schichten "maß-und rücksichtslos" bereichern wollten. Sind diese Reichen Ihre Freunde? Oder was treibt Sie dazu Lärmgegner als Flughafengegner zu diffamieren? Sie und einige Ihrer Kampfgenossen sind es doch Herr Weinert, die dem „Haben“ eine deutlich höhere Priorität einräumen als dem „Sein“. Sie stellen doch den Konsum über das Leben und die Gesundheit 100.000er Menschen.
Sie sind es doch, die zu einem Denken, das über Konsum und fragwürdigen Wohlstand hinausgeht nicht befähigt sind. Wenn es also um unsere Zukunft und die unserer Kinder geht, taugen Sie als Ratgeber nicht die Bohne.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 20.03.2013 09:57 Uhr

Die Mediationsnacht

Herr Rohde, geht von 23h00 bis 05h00. Von 22h00 bis 06h00 war da nie die Rede und dem hätte auch die Luftverkehrswirtschaft niemals zustimmen können. Man hat sich dann auf diese Zeit in einem Kompromiss während des PFV geeingt, hier beheimatete carrier können noch bei Verspätungen bis Mitternacht landen, bei widrigen Witterungsbedingungen gibt es Ausnahmen für Starts.

All das ist rechtlich bindend festgezurrt. Aber wie das mit dem kleinen Finger und der ganzen Hand so ist, nun will man gleich eine Infrastruktur von überregionale Bedeutung für ein Drittel des Tages stilllegen. Würde man das erreichen, kämen dann die nächsten Forderungen, Mittagspause, Wochenendflugverbot, Flugbuchung nur auf Antrag bei der Genehmigungsbehörde und nur für diejenigen die sich politisch korrekt verhalten.

Fiktion? Nein, wenn man sich hier so einige Beträge durchliest, die totalitäre Gesinnung schreibt da zwischen den litarisch wohl formulierten Zeilen mit.

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Antworten (11) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.03.2013 17:02 Uhr
Mark Schumann

Natürlich geht es um die Anzahl!

In Dortmund gibt es eine Runway mit Ost/West-Ausrichtung. Wenn man östlich oder westlich davon wohnt, bekommt man als Anwohner also 87/2= 44 entweder Starts oder Landungen pro Tag mit. Bei 18 Stunden Betriebszeit sind das mehr oder weniger 2 Flugzeuge pro Stunde, die an ihrem Haus vorbeidüsen. In Frankfurt teilen wir das Elend von 1400 ATMs immerhin auf 2 Bahnen auf. Wenn Sie das Glück haben nicht gerade dort zu wohnen, wo man on beiden etwas hat, sind das also 350 Flugbewegungen pro Tag. Auf 18 Betriebsstunden verteilt macht das 20 Flieger pro Stunde. Das heisst, alle 3 Minuten dröhnt Ihnen eine Jet über die Hütte. In Stoßzeiten noch enger getaktet. Da sich die Flieger freundlicherweise schon akustisch ankündigen, bevor sie über ihrem Dach sind und sich nochmal mit einem netten Geräusch verabschieden, wenn sie schon vorbei sind, endet das nahezu in einem Lärm-Kontinuum. 2 pro Stunde vs alle 3 Minuten. Es bedarf schon ein ziemlichen Ignoranz diesen Unterschied zu negieren!

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 20.03.2013 15:43 Uhr

Doch Herr Schröder

die Zahlen kenne ich und die sind auch ganz schnell zu erhalten, für jeden der mit dem Netz umgehen kann.

Es geht auch nicht um die Anzahl, es geht um die Betriebszeiten, die selbst bei einem kleinen Flughafen nun mal das besagte Zeitfenster erforderlich machen. ohne das kann man an Flughäfen keine Maschinen stationieren. Selbst wenn nur eine Maschine stationiert wäre, die muss im Sommer 1x Kanaren und 1x Antalya schaffen (Beispiel) und das ist nun mal zwischen 6 und 22 Uhr nicht machbar.

Was die 87 angeht, die Gegnerschaft in Dortmund stört die geringen Anzahl nicht, die sind bei 87 genau so dagegen wie hier bei den 1400 Bewegungen.

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Hannelore Schäfer

Nabelschau

"Herr Schumann, ich habe ja hier niemanden direkt angesprochen aber es gibt in diesem Forum Teilnehmer, die andere Meinungen so gekonnt abbügeln und andere dann gerne als dumm, wenn nicht Grenzdebil hinstellen, das man sich diese kleine Ironie schon mal elauben darf."

So ein Verhalten haben Sie nur bei anderen beobachtet? Interessant.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 20.03.2013 14:21 Uhr

Die Megahubs in IST und DXB sind

ja zur Zeit noch Zukunftsmusik. Beide derzeitigen Flughäfen liegen in Stadtgebieten, übrigens mit 24 Stunden Betrieb.

Gerade die Intermodalität ist in FRA ja gegeben, ich darf Sie an die Autobahn-und Bahn- anbindung erinnern. Was Sie meinen sind "split hubs" und die funktionieren nun mal nachweislich nicht. Im polyzentrischen Deutschland bietet sich die Chance, den Vekehr über mehrere eigenständige Hubs zu verteilen, sonst wäre hier noch mehr los.

Die LFW hat über die Jahrzehnte durchschnittlich 5-6 % Wachstum nachweislich gebracht. Daran haben auch Einbrüche wie 9/11 nichts geändert und der jetzige konjunkturelle Einbruch wird daran auch nichts ändern. Die gerade veröffentlichten Zahlen der direkt bei Flughafenfirmen beschäftigten Mitarbeiter (78000) bestätigen die nachhaltige Entwicklung.

Es geht auch nicht um Fussball und Tennis. Sie und andere vetreten hier Eigeninteressen. Dagegen stehen diejenigen die die gesamtwirtschaftliche Bedeutung hervorheben.

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Mark Schumann

So subtil waren Ihre Andeutungen ja nicht, Herr Fink...

...als dass ich dem Schuh (ich schreibe mich übrigens ohne "h" - insofern hätte das Wortspiel ohnehin nicht viel Sinn gemacht) hätte ausweichen können.
Wissen Sie Herr Fink, wenn einer Fussball spielen will und der andere Tennis, wird man nur schwer zusammen kommen. Ich habe das schon mehrfach versucht klar zu machen: Ein Flughafen ist doch kein in sich geschlossener Mikrokosmos, der nur aus einer inneren Betriebslogik heraus ohne Rücksicht auf die Umwelt betrieben werden kann. Es gibt hier viele Stakeholder Interessen. Und insofern macht es eben einen ganz beträchtlichen Unterschied ob ein Flughafen mitten im urbanen Siedlungsgebiet 87 oder 1400 ATMs hat. Ihre letze Frage wurde bereits mehrfach diskutiert. Sie werden hier kein Mega-Hub a la Dubai oder Istanbul in-spe hinbekommen. Also wird es unausweichliche bleiben, ein alternatives Verkehrskonzept mit Intermodalität und Anbindung mehrerer Flughäfen zu betreiben. Dass die LVW in D eine Wachstumsbranche ist, halte ich für fragwürdig

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Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 20.03.2013 13:21 Uhr

Man hält es nicht für möglich!

87 versus 1.400.

Allein die Verschleierung dieses einen Zusammenhangs führt die Gegenseite in der Argumentation ja völlig hinters Licht. Ich frage mich, ob jemand der minutengenau weiß, wann Flugbewegungen in Dortmund möglich sind, nicht auch diese Zahlen genau kannte?

Der sprichwörtliche Vergleich von "Äpfeln mit Birnen" würde hier ja eine völlige Untertreibung bedeuten.

Tolle Recherche, Herr Schumann. Respekt! (Ich gehe einmal davon aus, dass die Zahlen stimmen)

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 20.03.2013 13:06 Uhr

Sehen Sie Herr Schumann, es ist Ihre Sache sich den Schuh anzuziehen (no pun intended)

Sie bringen es unbewusst auf den Punkt, weil Sie mein Argument hinsichtlich DTM offensichtlich nicht verstanden haben/wollen. Es ist völlig gleichgültig, wie viele Starts und Landungen an einem Flughafen stattfinden, die betrieblichen Voraussetzungen machen bestimmte Öffnungszeiten nun mal zwingend erforderlich. Ich schrieb ja :"selbst ein"...

Wenn man will das FRA nur noch 16 Stunden am Tag geöffnet wird, wobei die 16. Stunde faktisch kaum genutzt werden kann, dann muss man sich über Deckelungen keine Gedanken mehr machen. Das reguliert sich dann von ganz alleine.

Ich warte übrigens seit langem auf einen Vorschlag, wo man denn das Hub bauen soll, wenn nicht in dieser Verkehrsgeographisch hervorragenden Lage. Oder wollen Sie das, damit einige wenige in Sachsenhausen um 22 Uhr die Zipfelmütze aufsetzen können, sich Deutschland auch noch aus dieser Wachstumsbranche verabschiedet?

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Mark Schumann

Solange es nur die Tastatur ist, die Ihren flinken Fingern nicht folgen kann, Herr Fink...

Ich hätte kaum für möglich gehalten, dass wir beide in diesem Forum mal etwas gemeinsam haben würden. Aber beim Gefühl, dass Argumente auf keinen fruchtbaren Boden auf der anderen Seite fallen, geht es mir lustigerweise genau wie Ihnen.
Noch ein letzter Versuch. Flughafen Dortmund: 87 Flugbewegungen pro Tag. Flughafen Frankfurt: knapp 1.400 Flugbewegungen pro Tag. Klingelt's?
Eine ausführliche Diskussion, wieviel der Misere welcher Carrier durch (Über-)Regulierung und wieviel durch strategische/operative Probleme hausgemacht ist, sprengt einfach diesen Rahmen. Eine vermeintliche Aussage meinserseits, die Carrier verstünden ihr Geschäft nicht, haben Sie fälschlicherweise aus meinen Beiträgen inferiert. Aber das passt vielleicht besser zu der Schublade, in der Sie mich wohl am liebsten verschwinden sehen möchten.

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 20.03.2013 11:58 Uhr

literarisch

gehen Sie mal davon aus das die Finger schneller waren als die Tastatur. So lange das "i" nicht verschluckt wurde geht es ja noch.

Herr Schumann, ich habe ja hier niemanden direkt angesprochen aber es gibt in diesem Forum Teilnehmer, die andere Meinungen so gekonnt abbügeln und andere dann gerne als dumm, wenn nicht Grenzdebil hinstellen, das man sich diese kleine Ironie schon mal elauben darf.

Mit Argumenten habe ich es sehr oft versucht, es bringt nichts. Das selbst ein Flughafen wie Dortmund mittlerweile von 06h00 bis 23h30 geöffnet hat, wobei dort stationierte Maschinen auch bis Mitternacht landen dürfen und Ausnahmen vor 6 Uhr möglich sind, kann man als Argument einringen, es prallt aber ab.

Das FRA und seine Heimatcarrier dem weltweiten Wettbewerb unterstehen stört nicht, wer zwischen 6 / 22 Uhr nicht klarkommt versteht halt sein Geschäft nicht

Nur die egene Meinung zählt und die will Ruhe überm Dach, koste es was es wolle. Kompromisse akzeptiert man nicht. Schon totalitär

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kai rohde
kai rohde (kairohde) - 20.03.2013 11:33 Uhr

Moral?

Lieber Herr Fink, totalitäre Ansichten las ich eher bei einigen wenigen Ausbaubefürwortern, die ganz unverhohlen Wirtschaftsmachiavellismus und Frühkapitalismus predigen, hinter Lärmschutzglas oder in der Provinz sinnierend über Wirtschaftsprosperität ohne Rücksicht auf gewachsene Strukturen oder dem Schutz der ansässigen Bevölkerung. Ist es aber nicht so, dass das BVG ganz Eindeutig den Schutz der Bevölkerung manifestierte (diesen gibt es im GG ebenfalls)? Entgegen den Versprechungen aus Politik und Wirtschaft wird kein Lärmschutz und keine Entlastung gewährt (auch dieser Bruch der Zusagen wurde ja von den einen oder anderen Befürwortern begrüßt). Daher ist es m.E. die logische Folge hier, mangels passivem Lärmschutz, den aktiven umfassend zu fördern, dazu gehört das Nachtflugverbot, auch ausgedehnt auf die gesetzliche Nachtruhe. Herr Fink, die Nutznießer müssen sich schon entscheiden: Wie sollen die vor 12 Jahren gemachten Zusagen gehalten werden? Aktiv, passiv oder gar nicht?

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Mark Schumann

Manchmal, Herr Fink,

sollte man seine Worte besser gut wählen. Insbesondere dann, wenn man sich in der Öffentlichkeit (und ein solches Forum würde ich mal dazu zählen) äussert.
Jemandem eine "totalitäre Gesinnung" zu unterstellen ist dabei nicht nur Ausdruck eines akuten Argumentationsnotstandes sondern auch schlichtweg jenseits des guten Geschmacks.
Im übrigen heisst es litERarisch.

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kai rohde
kai rohde (kairohde) - 19.03.2013 23:05 Uhr

Gute Richtung! weiter so!

Ein guter Vorstoss der Bürgermeister, ein Schritt in die richtige Richtung. Eben darum ging es in der Mediation, den Vorzug des Schutzbedürfnisses der Anwohner vor den wirtschafltichen Belangen. Es wurde viel versprochen um eine Aktzeptanz in der Bevölkerung zu schaffen, als es an das einhalten der Versprechen ging versagten die Verantwortlichen auf breiter Linie, die Belastung ist größer und der Schutz ist kleiner als jener, der am Anfang kommuniziert wurde. Daher ist der Vorschlag der Bürgermeister nur konsequent um diesen kleinen, oben erwähnten, Satz der Mediation zu erfüllen. Wer denn nun den Lärmkritikern vorwirft, inkonsequent in der Benutzung der Luftfahrt zu sein sollte aber auch reflektieren wie seine eigene Einstellung zu bindenden Zusagen, Versprechen und Ehrlichkeit ist, das gehört ebenso zur Diskussion.

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Mark Schumann

Ein bemerkenswerter Beitrag, Herr Berhorn

Analytisch, tiefschürfend, eloquent und dabei so wahnsinnig treffsicher.
Vor allem in der Argumentation differenziert und komplett neu im Gedankengang.
Ich muss mich gerade mal nach unten beugen, um die Schublade zu suchen, in der Ihr Kommentar wohl am besten aufgehoben ist. So etwas muss ja schliesslich für die Nachwelt erhalten bleiben.
Chapeau!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.03.2013 22:02 Uhr
Alfons Rapp

Der Beitrag des Fluglärmbefürworters,

Haus-, Wohnungs-, Ruhe-, Schlaf-, und Gesundheitsgegners Berhorn kann einem schon die Sprache verschlagen.
Gut, dass es ihnen Herr Schumann trotzdem gelungen ist, hier die passenden Worte zu finden. Ist ja schließlich gar nicht so einfach.

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Wolfgang Weinert

Sie überschätzen mutmaßlich den Ehrgeiz von Herrn Behorn...

Er wendet sich nur in einfacher Sprache gegen die Anmaßung, die Sie mit Ihrer literaturnobelpreisverdächtigen Replik zu verschleiern suchen: Gebe der Herr, daß die Flugzeuge nicht über die Hütten der Reichen fliegen!

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Miki Krstic Dr.

Das Wort zum Sonntag

Meines Wissens gab es kein Nachtflugverbot vor der Landebahn NW. Das haben Ihre Leuchtturmwärter (verzeihung, muß natürlich heißen vernünftige Politiker) für den Ausbau gefordert. Wird Zeit sich mit der Realität auseinander zu setzten.

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Olaf Berggrün

Die Karavane zieht weiter

Wie sagte schon Otto von Bismarck:
Die erste Generation arbeitet hart und legt den Grundstein. Sie verdient viel und gibt nichts aus.
Das war sagen wir 1880 oder 1950.
Die zweite Generation erweitert den Erfolg, konsumiert aber schon mehr und legt das Geld überwiegend an,
Die dritte Generation studiert Kunstgeschichte.

Frankfurt und Rhein-Main sind nun in der 3. Generation. Wohlstand ist ein Naturgesetz, Geld kommt vom lieben Gott (oder dem Staat) und Strom aus der Steckdose. Also können wir unsere Banken dichtmachen. Und den Flughafen schließen für ewige Nachtruhe.
Macht nur schön weiter so. Vor dem Krieg war Leipzig das, was Frankfurt heute ist und Berlin das, was München ist.
Lass dort nur mal ein paar Jahr ein paar vernünftige Politiker ran. Dann ist es vorbei mit der Parvenü-Herrlichkeit von FFM und die Stadt das, was sie immer war: Eine kleine Äbbelwoi-Provinzstadt.
Aber wie gesagt, Wohlstand ist bei uns von Natur aus und das Geld kommt vom lieben Gott. Gelle?

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.03.2013 07:19 Uhr
Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 21.03.2013 07:19 Uhr

Alles Klar!

Sorry und viele Grüße,
Achim Schröder

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Alfons Rapp

Sorry Herr Schröder,

Bitte beachten Sie, dass mein Äbbelwoi-Provinzstadt Beitrag nur eine ironisch gemeinte Reaktion auf Herrn Berggrüns Beitrag "Die Karavane zieht weiter" war.

Ich bin doch völlig Ihrer Meinung Herr Schröder!

Was ich zum Aussdruck bringen wollte, war, dass das schöne alte Frankfurt, wie viele andere deutsche Städte auch, schon einmal zum Opfer eines Größenwahns geworden ist und dass man sich durchaus "Fortschritts-Szenarien" vorstellen kann, bei denen das Leben in einer Äbbelwoi-Provinzstadt das bei weitem harmlosere "Extrem" wäre. Diese, mir symphatischere, Gegenposition habe ich in ironischer Weise eingenommen. Alles klar?

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Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 20.03.2013 10:29 Uhr

Nochmal, Herr Rapp

zwischen Abbelwoi-Provinzstadt und Flucht-Region existiert noch ein weites Feld. Man muss natürlich weit gestreute Industrie- und Dienstleistungspolitik betreiben und nicht nur auf zwei
Pferde (s.u.) mit großen Kollateral-Problemen setzen. Andere Regionen (s.u. München) machen es besser und ziehen deshalb davon.

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Alfons Rapp

Ach wie wär das schön,

wenn Frankfurt wieder eine kleine Äbbelwoi-Provinzstadt wär. Am besten wieder so schön wie es vor dem 1000 jährigen Reich war. Wenn das machbar wäre - ich wär dabei. Prost, das Leben ist schön.

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Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 19.03.2013 16:22 Uhr

Schon mal gehört, Herr Berggrün...

dass es NIE sinnvoll ist, einen Krieg bis zum letzten Blutstropfen zu führen? Manche haben das schon in der ersten Generation gelernt, Sie sind dagegen nach wie vor vom totalen Ausbau bis zur letzten durchgeschlafenen Stunde überzeugt.

Dann doch lieber einen beschaulichen Äbbelwoi, der vielleicht sogar das Großhirn zu mehr Kreativität anregt :-)

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Miki Krstic Dr.

Wie einfach erscheint doch die Welt ohne Fluglärm

Sehr geehrte Frau RR. Sie benötigen noch etwas Nachhilfe scheint mir. Weder der Flughafen noch die Wirtschaft im Rhein Main Gebiet brechen zusammen, wenn die neue Bahn, die 120000 neue Betroffene geschaffen hat wieder geschlossen wird. Dafür gibt es die bestehenden und völlig ausreichenden Parallelbahnen. Auch ist die beabsichtigte Kapazitätssteigerung der Flugbewegungen mit der NW aufgrund der verkorksten Südumfliegung beim Abflug gar nicht realisierbar ohne eine Südvariante. Es wird sogar schon in der FLK diskutiert, welche der Bahnen geschlossen würde, wenn die wahnwitzigen Nemaxwachtumszahlen des Flughafens nicht kommen. Bleibt die FLK ihren Grundsätzen treu, nämlich nach der Anzahl der Belasteten zu gehen, so muß es die NW sein.
Was die Ideen der OB`s angeht, so ist die eingeschlagene Richtung der richtige Weg. Auch das UBA empfiehlt Flughäfen in Ballungsgebieten in der gesetzlichen Nacht nicht zu nutzen. Dort leben Menschen, die ein Recht auf Schlaf haben.

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silvia schleimer

Hallo Herrr Schröder,

meinten Sie München in Deutschland ? Die Stadt, in der die Bürgerinnen gegen die dritte Landebahn votierten und der Fluglärm gerade noch auszuhalten ist? Und in der die Immobilienpreise immer höher steigen, vielleicht weil es noch in einer Stadt relativ ruhig ist und ein regionaler Flughafen völlig ausreicht?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.03.2013 16:18 Uhr
Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 19.03.2013 16:18 Uhr

Ja, genau so meinte ich das.

So schafft man Wohlstand UND Lebensqualität. Sonst nur sinnfreies Wachstum. Und Ersteres wird eben auch bezahlt.

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Reinhilde Rauschenbach

2 Fliegen mit einer Klappe schlagen

Wenn der Flughafen Frankfurt an Bedeutung verliert und die internationale Bankenszene wegen ständig neuer Abgaben sich in Richtung London auf und davon macht, wird der Ballungsraum Frankfurt an Attraktivität verlieren, der Wohnungsmarkt wird entlastet und man kann sich als Schöpfer des billigen Wohnraums für die sozial Schwachen feiern lassen. So einfach ist Französisch. gez. R. R.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.03.2013 23:02 Uhr
Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 18.03.2013 23:02 Uhr

Tja, so ist das...

wenn man auf 2 Pferde setzt, von denen das eine auf dem letzten Loch pfeift, nachdem es seinen Kunden eine Kapitalrendite von 25% abgepresst hat, das andere nur weiter wachsen kann, wenn es seine eigene Region unbewohnbar macht.

Eine Bankenregion sollte es besser wissen. Eine Risikostreuung ist immer von Vorteil. Wo ist die industrielle Basis in Rhein/Main geblieben? Die mit echten Geschäftsmodellen, die auch funktionieren. Mit Innovationen, die die Welt auch braucht. Nicht irgendwelche neuartigen Wetten auf irgendetwas, mit obskuren Namen wie Derivate o.ä.

London ist doch nur der Anlaufpunkt, weil sie noch viel mehr Schweinereien ohne Regulierung zulassen. Alles auf Kosten der Steuerzahler der anderen Länder. Deshalb zieht die City das Geld und die Superreichen an wie ein Sch..haufen die Fliegen. Wollen wir da mithalten oder dagegenhalten?

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Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 18.03.2013 17:33 Uhr

Schönen guten Morgen!

Nur so zur Info!

Bei den Quadratmeterpreisen für Wohnraum (bei allen Problemen mit hohen Preisen immer noch ein wichtiger Gradmesser für den Wohlstand einer Region), wird der Großraum Frankfurt derzeit nach hinten durchgereicht. Hinter beschauliche Mittelstädtchen a la Regensburg u.ä.. Keine erkennbare Verbindung mehr mit München, Hamburg etc.

Sollte da nicht ein Zusammenhang bestehen zur Lebensqualität in diesem Ballungsraum? Zeitlich passt der Absturz am bundesdeutschen Immobilienmarkt jedenfalls zur Fertigstellung der neuen Landebahn.

Macht Euch mal Gedanken, liebe Entscheider, ob dieser Flughafen wirklich noch gut ist für diese Region. Abgerechnet wird immer am Schluss. Was nützt die schönste Vision, wenn keiner mehr in "Eure Vision" kommen will.

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18.03.2013, 15:45 Uhr

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Provokationen am wunden Punkt

Von Helmut Schwan

Die Frankfurter Hausbesetzer kritisieren den Leerstand von Gebäuden bei angespanntem Wohnungsmarkt. Damit treffen sie die schwache Stelle einer Politik, die das Feld zu lange dem freien Spiel der Kräfte überlassen hat. Mehr 12 4