18.03.2013 · Vier SPD-Oberbürgermeister aus dem Rhein-Main-Gebiet haben ein neues Bündnis gegen Fluglärm geschmiedet.
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Welches Interesse Sie an FRA haben weiss ich nicht, Herr Fink
...und ich möchte Ihnen auch nichts unterstellen. Es wird aber sicher einen Grund haben, weswegen Sie so robust eine bestimmte Meinung vertreten, auch wenn Sie ein persönliches Interesse wiederholt in Abrede stellen. Eine ernsthafte Diskussion über ein komplexes Verkehrskonzept kann auf 1000 Zeichen nicht sinnvoll geführt werden. Als Denkanstösse: Heathrow ist seit Jahren capacity-constrained mit 2(!) Runways. Im Großraum London werden aber 5 Flughäfen betrieben, auf die die Last verteilt wird. Ich habe es nicht überprüft, glaube aber nicht dass alle loss-making sind. In Wien Schwechat liegt der Flughafen südöstlichen weit genug vor den Toren der Stadt. Die Anbindung erfolgt (analog dem Heathrow Express) sehr effizient mit dem CAT. Ein ähnliches, in Herrn Stoibers viel belachter Rede geschildertes Konzept war für München angedacht. Nur in Frankfurt muss man alles über ein Gemurkse von Landebahnsystem quasi mitten in der Stadt abwickeln. Das ist auf Dauer nicht tragbar. Punkt!
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.03.2013 15:58 UhrSie müssen Sich nicht rechtfertigen, Herr Fink, das sagte ich doch bereits mehrfach.
Welchen Teil von "Wurscht" soll ich nochmal genauer erläutern?
Und wieder haben Sie Recht
Die S18 wäre nicht mehr nutzbar gewesen. Das ist bekannt, das
hatten wir hier an anderer Stelle schon mal. S18 weg und 2 neue
Parallelbahnen in den Süden, das wäre die Lösung gewesen,
aber daran hat sich noch nicht mal der brutalstmögliche
Aufklärer herangewagt.
Dieses Versagen der Gegenwart nun in die weit zurückliegende
Vergangenheit zu schieben, zeigt doch nur, dass man es heute offenbar
immer noch nicht besser kann.
Ob die Frage nach der Rechtfertigung - nach dem in die Runde
geäußerten Vorwurf der totalitären Haltung - angebracht
ist, stelle ich anheim. Es gehört zum menschlichen Miteinander,
dass Anworten nicht immer den eigenen Vorstellungen entsprechen. So
entstehen üblicherweise Diskussionen.
Wie steht es denn um Ihre Haltung zur Meinungsäußerung? Z.B.
im Hinblick auf Ihren Beitrag vom 21.03.13, 10.10 Uhr, letzter Satz.
Andere Meinung = Unfug?
Es ist schon sehr mühsam, die Dinge zu erklären wenn die Sicht verstellt ist
einer Südbahn steht die 18 im Weg. So einfach ist das. Die 18
wäre bei einer Südbahn nicht mehr nutzbar. So einfach ist das.
Wenn Börner damals die Parallelbahn durchgesetzt hätte,
wäre die Kapazität über die gesamten ca. 30 Jahre um etwa
20 pro Stunde höher gewesen. Bei einer weiteren Südbahn
wäre der zusätzliche Nutzen dann nicht mehr so groß
gewesen. Darüber kann man aber jetzt nur spekulieren. Die
Fluglotsen wollten ja die ATL Variante und die heißt nichts
anderes als 2 Bahnen im Norden und 2 Bahnen im Süden. Die 5. Bahn
von ATL vergessen wir mal.
Übrigens, seit wann muss man sich für seine
Meinungsäußerung rechtfertigen oder diese begründen?
Sind wir schon so weit?
Danke, Frau Schäfer
Mir fehlt langsam die Energie...
Danke, Herr Fink, für die nochmalige Klarstellung , dass Herr
Börner an dem "Gemurkse" schuld ist. Mag sein. Die
Personalie ist aber völlig irrelevant. Ich könnte als
nächstes auf die Anflugrouten in Schwechat verweisen und Ihnen
erklären, warum die reine Distanz des Flughafens zur Innenstadt
relativ wenig Relevanz für den Fluglärm in der Stadt hat. Ich
könnte aber auch genauso gut einen Euro in die Parkuhr werfen und
es der erzählen. Der Effekt wäre wohl in etwa der gleiche.
Welches Interesse Sie an FRA haben, ist mir offen gestanden wurscht. Ich
denke mir meinen Teil und nehme an die meisten anderen Leser Ihrer
Beiträge werden es ebenfalls tun. Zumindest halte ich es nicht
für nötig, meine Beweggründe zu verheimlichen.
Die Schuldfrage
Weshalb wurde jetzt nochmal und von wem die Entscheidung zugunsten der
NW-Bahn getroffen? Statt einer weiteren Bahn im Süden, was von
allen Experten (wenn es solche wirklich gibt), befürwortet wurde?
Weshalb wurde nicht vorausschauend geplant, statt alles zuzubauen um
dann zu sagen, als die Amerikaner abzogen, das Auseinanderziehen der
Parallebahnen ist aus Platzgründen nicht möglich?
Das Schöne an Fehlern ist, dass man sie fast immer bereinigen kann.
Kostet aber meistens Geld. Sich hinzustellen und zu sagen, dieser oder
jener hat mit dem Gemurkse angefangen, also machen wir munter weiter
damit, nun, die Beurteilung dieser Sichtweise erspare ich mir.
Sie haben aber Recht. Ca. 2,3 km (gut hörbare) Luftlinie zwischen
Schweizer Platz und NW-Bahn ist ein derart gigantischer Abstand, dass
man absolut nicht von Innenstadtlage sprechen kann. Ganz klar.
Nehmen Sie es mal hin,dass das Interesse darin besteht, solche Beiträge nicht
unkommentiert stehen zu lassen.
VIE ist 18 km von der Stadt entfernt, FRA 12, bedient natürlich
auch den Großraum. Beide haben Bahnanbindung, FRA nach allen Richtungen.
LHR braucht die 3. Runway seit 20 Jahren dringend und schaut neidisch
auf FRA. Wäre ein split hub system machbar, würde man es in
LON machen. Der Großraum LON (South England ca. 14 Mio) ist vom
Aufkommen her wesentlich ergiebiger als die 5,6 Mio bei uns. Da rechnen
sich LGW, LTN und STN, die alle ihr eigenes Quellgebiet haben. Der City
Airport hat seine eigene Niche.
Übrigens, hätte Herr Börner die dritte runway hier
parallel bauen lassen, statt quer, würden wir hier nicht
diskutieren müssen. Das hätte B. damals für den gleichen
Ärger haben können und da hat Ihr "Gemurkse" seinen
Anfang. Vielleicht hätte es noch eine vierte, parallel zur (dann)
Südbahn gebraucht, die NW wäre jedenfalls keine Alternative
gewesen.
Übrigens FRA liegt nicht "mitten in der Stadt", as zu
behaupten ist Unfug.
würde ich auch als persönliche Beleidigung empfinden.
Gutmenschen bewirken meistens das Gegenteil und was dann dabei rauskommt
ist eher schlecht. Ich habe aber keine persönlichen Vorteile
davon, ob FRA nun gedeiht oder nicht.
Die Kunst ist ja, das übergeordnete Interesse mit Schutz der
Individuen in Einklang zu bringen und da gehen die Meinungen
auseinander.
Was das Wachstum angeht, es ist über die Jahre die Wachstumsrate
ausgedrückt in TKM. Ihre Behauptung lässt natürlich
schmunzeln, wenn keine slots verfügbar sind kann es natürlich
vor Ort kein Wachstum geben. Die neue Bahn wid ja auch nicht gleich vom
Anfang weg voll genutzt, jedenfalls wird die Gesamtkapazität nur
geringfügig aufgestockt.
Was die Termini angeht, wenn sie "Intermodal" in die
Diskussion einwerfen dann müssen Sie sich die Antwort halt gefallen
lassen. Intermodal ist hier gegeben, besser als mit einem ICE Bhf kann
es nicht sein.
Herr Fink, ich ziehe das jetzt mal hier hoch, sonst wird das unten zu unübersichtlich.
Jedes Interesse ist per definitionem immer ein Eigeninteresse. Ich
denke, den altruistischen Gutmenschen nimmt Ihnen hier ohnehin keiner
ab. Die Frage ist, ist dieses Interesse berechtigt und insbesondere: Wo
ist die Grenze, an der das übergeordnete öffentliche Interesse
den Schutz des Individuums nicht mehr überwiegt?
Die Diskussion über Termini wie split hubs und Intermodalität
wird sicherlich die meisten Leute inzwischen stärker ermüden
als der fehlende Schlaf aufgrund Fluglärm. Wenn Sie mal in
Atatürk gelandet sind, wissen Sie, dass der Flughafen bestenfalls
am Stadtrand liegt. West, Ost und Süd: Meer. Nord: relativ
dünn besiedelt. Runways: Nord-Süd. Der neue Flughafen kommt
auf aufgefüllte Kohleminen weit nörlich der Stadt. Was die
Wachstumszahlen betrifft würde mich schon mal interessieren, wo Sie
diese Zahlen ausgebuddelt haben. Die Anzahl Flugbewegungen in Frankfurt
ist seit 2000 pro Jahr um ganze 0,4% gewachsen; die Anzahl Passagiere um
1,3%. Wachstumswunder sieht anders aus.
Es reicht nicht, dass man Menschen täglich einem
unerträglichen Lärmteppich aussetzt, dass man sie wie
Labor-Ratten benutzt, um Erkenntnisse über die Auswirkungen des
Fluglärms zu sammeln. Man muss ihnen auch noch eine totalitäre
Gesinnung nachsagen. Geht's noch perverser?
Herr Fink, was wollen Sie eigentlich mit Ihrer verächtlichen, immer
wieder gebrauchten Formulierung zum Ausdruck bringen, dass die
Fluglärmgegner ja nur „Ruhe über'm Dach haben
wollen“? Dass Ruhe über'm Dach völliger Unsinn ist?
Weil sich kein vernünftiger Mensch auf dem Dach aufhält? Das
sind Ihre Methoden, wenn Ihre, von allen menschlichen oder medizinischen
Aspekten befreiten Argumente nicht fruchten. Dann wird es auch gerne mal
etwas rustikaler. Sollten das etwa erste Anzeichen einer
totalitären Denkweise sein?
Herr Weinert? Wollen Sie den Reichen eins auf Mütze geben? Sind Sie
in erster Linie deshalb so besessen von einem weiteren Ausbau des
Flughafens? Dieses unerträgliche, mittlerweile überregionale
Lärmproblem besteht doch nur deshalb, weil sich wenige
„Unverantwortliche“ auf Kosten der Gesundheit und des
Wohlbefindens 100.000er Menschen aus allen Schichten "maß-und
rücksichtslos" bereichern wollten. Sind diese Reichen Ihre
Freunde? Oder was treibt Sie dazu Lärmgegner als Flughafengegner zu
diffamieren? Sie und einige Ihrer Kampfgenossen sind es doch Herr
Weinert, die dem „Haben“ eine deutlich höhere
Priorität einräumen als dem „Sein“. Sie stellen
doch den Konsum über das Leben und die Gesundheit 100.000er Menschen.
Sie sind es doch, die zu einem Denken, das über Konsum und
fragwürdigen Wohlstand hinausgeht nicht befähigt sind. Wenn es
also um unsere Zukunft und die unserer Kinder geht, taugen Sie als
Ratgeber nicht die Bohne.
Herr Rohde, geht von 23h00 bis 05h00. Von 22h00 bis 06h00 war da nie die
Rede und dem hätte auch die Luftverkehrswirtschaft niemals
zustimmen können. Man hat sich dann auf diese Zeit in einem
Kompromiss während des PFV geeingt, hier beheimatete carrier
können noch bei Verspätungen bis Mitternacht landen, bei
widrigen Witterungsbedingungen gibt es Ausnahmen für Starts.
All das ist rechtlich bindend festgezurrt. Aber wie das mit dem kleinen
Finger und der ganzen Hand so ist, nun will man gleich eine
Infrastruktur von überregionale Bedeutung für ein Drittel des
Tages stilllegen. Würde man das erreichen, kämen dann die
nächsten Forderungen, Mittagspause, Wochenendflugverbot,
Flugbuchung nur auf Antrag bei der Genehmigungsbehörde und nur
für diejenigen die sich politisch korrekt verhalten.
Fiktion? Nein, wenn man sich hier so einige Beträge durchliest,
die totalitäre Gesinnung schreibt da zwischen den litarisch wohl
formulierten Zeilen mit.
Natürlich geht es um die Anzahl!
In Dortmund gibt es eine Runway mit Ost/West-Ausrichtung. Wenn man östlich oder westlich davon wohnt, bekommt man als Anwohner also 87/2= 44 entweder Starts oder Landungen pro Tag mit. Bei 18 Stunden Betriebszeit sind das mehr oder weniger 2 Flugzeuge pro Stunde, die an ihrem Haus vorbeidüsen. In Frankfurt teilen wir das Elend von 1400 ATMs immerhin auf 2 Bahnen auf. Wenn Sie das Glück haben nicht gerade dort zu wohnen, wo man on beiden etwas hat, sind das also 350 Flugbewegungen pro Tag. Auf 18 Betriebsstunden verteilt macht das 20 Flieger pro Stunde. Das heisst, alle 3 Minuten dröhnt Ihnen eine Jet über die Hütte. In Stoßzeiten noch enger getaktet. Da sich die Flieger freundlicherweise schon akustisch ankündigen, bevor sie über ihrem Dach sind und sich nochmal mit einem netten Geräusch verabschieden, wenn sie schon vorbei sind, endet das nahezu in einem Lärm-Kontinuum. 2 pro Stunde vs alle 3 Minuten. Es bedarf schon ein ziemlichen Ignoranz diesen Unterschied zu negieren!
Doch Herr Schröder
die Zahlen kenne ich und die sind auch ganz schnell zu erhalten,
für jeden der mit dem Netz umgehen kann.
Es geht auch nicht um die Anzahl, es geht um die Betriebszeiten, die
selbst bei einem kleinen Flughafen nun mal das besagte Zeitfenster
erforderlich machen. ohne das kann man an Flughäfen keine Maschinen
stationieren. Selbst wenn nur eine Maschine stationiert wäre, die
muss im Sommer 1x Kanaren und 1x Antalya schaffen (Beispiel) und das ist
nun mal zwischen 6 und 22 Uhr nicht machbar.
Was die 87 angeht, die Gegnerschaft in Dortmund stört die geringen
Anzahl nicht, die sind bei 87 genau so dagegen wie hier bei den 1400
Bewegungen.
Nabelschau
"Herr Schumann, ich habe ja hier niemanden direkt angesprochen aber
es gibt in diesem Forum Teilnehmer, die andere Meinungen so gekonnt
abbügeln und andere dann gerne als dumm, wenn nicht Grenzdebil
hinstellen, das man sich diese kleine Ironie schon mal elauben darf."
So ein Verhalten haben Sie nur bei anderen beobachtet? Interessant.
Die Megahubs in IST und DXB sind
ja zur Zeit noch Zukunftsmusik. Beide derzeitigen Flughäfen liegen
in Stadtgebieten, übrigens mit 24 Stunden Betrieb.
Gerade die Intermodalität ist in FRA ja gegeben, ich darf Sie an
die Autobahn-und Bahn- anbindung erinnern. Was Sie meinen sind
"split hubs" und die funktionieren nun mal nachweislich nicht.
Im polyzentrischen Deutschland bietet sich die Chance, den Vekehr
über mehrere eigenständige Hubs zu verteilen, sonst wäre
hier noch mehr los.
Die LFW hat über die Jahrzehnte durchschnittlich 5-6 % Wachstum
nachweislich gebracht. Daran haben auch Einbrüche wie 9/11 nichts
geändert und der jetzige konjunkturelle Einbruch wird daran auch
nichts ändern. Die gerade veröffentlichten Zahlen der direkt
bei Flughafenfirmen beschäftigten Mitarbeiter (78000)
bestätigen die nachhaltige Entwicklung.
Es geht auch nicht um Fussball und Tennis. Sie und andere vetreten hier
Eigeninteressen. Dagegen stehen diejenigen die die gesamtwirtschaftliche
Bedeutung hervorheben.
So subtil waren Ihre Andeutungen ja nicht, Herr Fink...
...als dass ich dem Schuh (ich schreibe mich übrigens ohne
"h" - insofern hätte das Wortspiel ohnehin nicht viel
Sinn gemacht) hätte ausweichen können.
Wissen Sie Herr Fink, wenn einer Fussball spielen will und der andere
Tennis, wird man nur schwer zusammen kommen. Ich habe das schon mehrfach
versucht klar zu machen: Ein Flughafen ist doch kein in sich
geschlossener Mikrokosmos, der nur aus einer inneren Betriebslogik
heraus ohne Rücksicht auf die Umwelt betrieben werden kann. Es gibt
hier viele Stakeholder Interessen. Und insofern macht es eben einen ganz
beträchtlichen Unterschied ob ein Flughafen mitten im urbanen
Siedlungsgebiet 87 oder 1400 ATMs hat. Ihre letze Frage wurde bereits
mehrfach diskutiert. Sie werden hier kein Mega-Hub a la Dubai oder
Istanbul in-spe hinbekommen. Also wird es unausweichliche bleiben, ein
alternatives Verkehrskonzept mit Intermodalität und Anbindung
mehrerer Flughäfen zu betreiben. Dass die LVW in D eine
Wachstumsbranche ist, halte ich für fragwürdig
Man hält es nicht für möglich!
87 versus 1.400.
Allein die Verschleierung dieses einen Zusammenhangs führt die
Gegenseite in der Argumentation ja völlig hinters Licht. Ich frage
mich, ob jemand der minutengenau weiß, wann Flugbewegungen in
Dortmund möglich sind, nicht auch diese Zahlen genau kannte?
Der sprichwörtliche Vergleich von "Äpfeln mit
Birnen" würde hier ja eine völlige Untertreibung bedeuten.
Tolle Recherche, Herr Schumann. Respekt! (Ich gehe einmal davon aus,
dass die Zahlen stimmen)
Sehen Sie Herr Schumann, es ist Ihre Sache sich den Schuh anzuziehen (no pun intended)
Sie bringen es unbewusst auf den Punkt, weil Sie mein Argument
hinsichtlich DTM offensichtlich nicht verstanden haben/wollen. Es ist
völlig gleichgültig, wie viele Starts und Landungen an einem
Flughafen stattfinden, die betrieblichen Voraussetzungen machen
bestimmte Öffnungszeiten nun mal zwingend erforderlich. Ich schrieb
ja :"selbst ein"...
Wenn man will das FRA nur noch 16 Stunden am Tag geöffnet wird,
wobei die 16. Stunde faktisch kaum genutzt werden kann, dann muss man
sich über Deckelungen keine Gedanken mehr machen. Das reguliert
sich dann von ganz alleine.
Ich warte übrigens seit langem auf einen Vorschlag, wo man denn das
Hub bauen soll, wenn nicht in dieser Verkehrsgeographisch hervorragenden
Lage. Oder wollen Sie das, damit einige wenige in Sachsenhausen um 22
Uhr die Zipfelmütze aufsetzen können, sich Deutschland auch
noch aus dieser Wachstumsbranche verabschiedet?
Solange es nur die Tastatur ist, die Ihren flinken Fingern nicht folgen kann, Herr Fink...
Ich hätte kaum für möglich gehalten, dass wir beide in
diesem Forum mal etwas gemeinsam haben würden. Aber beim
Gefühl, dass Argumente auf keinen fruchtbaren Boden auf der anderen
Seite fallen, geht es mir lustigerweise genau wie Ihnen.
Noch ein letzter Versuch. Flughafen Dortmund: 87 Flugbewegungen pro Tag.
Flughafen Frankfurt: knapp 1.400 Flugbewegungen pro Tag. Klingelt's?
Eine ausführliche Diskussion, wieviel der Misere welcher Carrier
durch (Über-)Regulierung und wieviel durch strategische/operative
Probleme hausgemacht ist, sprengt einfach diesen Rahmen. Eine
vermeintliche Aussage meinserseits, die Carrier verstünden ihr
Geschäft nicht, haben Sie fälschlicherweise aus meinen
Beiträgen inferiert. Aber das passt vielleicht besser zu der
Schublade, in der Sie mich wohl am liebsten verschwinden sehen möchten.
literarisch
gehen Sie mal davon aus das die Finger schneller waren als die Tastatur.
So lange das "i" nicht verschluckt wurde geht es ja noch.
Herr Schumann, ich habe ja hier niemanden direkt angesprochen aber es
gibt in diesem Forum Teilnehmer, die andere Meinungen so gekonnt
abbügeln und andere dann gerne als dumm, wenn nicht Grenzdebil
hinstellen, das man sich diese kleine Ironie schon mal elauben darf.
Mit Argumenten habe ich es sehr oft versucht, es bringt nichts. Das
selbst ein Flughafen wie Dortmund mittlerweile von 06h00 bis 23h30
geöffnet hat, wobei dort stationierte Maschinen auch bis
Mitternacht landen dürfen und Ausnahmen vor 6 Uhr möglich
sind, kann man als Argument einringen, es prallt aber ab.
Das FRA und seine Heimatcarrier dem weltweiten Wettbewerb unterstehen
stört nicht, wer zwischen 6 / 22 Uhr nicht klarkommt versteht halt
sein Geschäft nicht
Nur die egene Meinung zählt und die will Ruhe überm Dach,
koste es was es wolle. Kompromisse akzeptiert man nicht. Schon
totalitär
Moral?
Lieber Herr Fink, totalitäre Ansichten las ich eher bei einigen wenigen Ausbaubefürwortern, die ganz unverhohlen Wirtschaftsmachiavellismus und Frühkapitalismus predigen, hinter Lärmschutzglas oder in der Provinz sinnierend über Wirtschaftsprosperität ohne Rücksicht auf gewachsene Strukturen oder dem Schutz der ansässigen Bevölkerung. Ist es aber nicht so, dass das BVG ganz Eindeutig den Schutz der Bevölkerung manifestierte (diesen gibt es im GG ebenfalls)? Entgegen den Versprechungen aus Politik und Wirtschaft wird kein Lärmschutz und keine Entlastung gewährt (auch dieser Bruch der Zusagen wurde ja von den einen oder anderen Befürwortern begrüßt). Daher ist es m.E. die logische Folge hier, mangels passivem Lärmschutz, den aktiven umfassend zu fördern, dazu gehört das Nachtflugverbot, auch ausgedehnt auf die gesetzliche Nachtruhe. Herr Fink, die Nutznießer müssen sich schon entscheiden: Wie sollen die vor 12 Jahren gemachten Zusagen gehalten werden? Aktiv, passiv oder gar nicht?
Manchmal, Herr Fink,
sollte man seine Worte besser gut wählen. Insbesondere dann, wenn
man sich in der Öffentlichkeit (und ein solches Forum würde
ich mal dazu zählen) äussert.
Jemandem eine "totalitäre Gesinnung" zu unterstellen ist
dabei nicht nur Ausdruck eines akuten Argumentationsnotstandes sondern
auch schlichtweg jenseits des guten Geschmacks.
Im übrigen heisst es litERarisch.
Ein guter Vorstoss der Bürgermeister, ein Schritt in die richtige Richtung. Eben darum ging es in der Mediation, den Vorzug des Schutzbedürfnisses der Anwohner vor den wirtschafltichen Belangen. Es wurde viel versprochen um eine Aktzeptanz in der Bevölkerung zu schaffen, als es an das einhalten der Versprechen ging versagten die Verantwortlichen auf breiter Linie, die Belastung ist größer und der Schutz ist kleiner als jener, der am Anfang kommuniziert wurde. Daher ist der Vorschlag der Bürgermeister nur konsequent um diesen kleinen, oben erwähnten, Satz der Mediation zu erfüllen. Wer denn nun den Lärmkritikern vorwirft, inkonsequent in der Benutzung der Luftfahrt zu sein sollte aber auch reflektieren wie seine eigene Einstellung zu bindenden Zusagen, Versprechen und Ehrlichkeit ist, das gehört ebenso zur Diskussion.
Ein bemerkenswerter Beitrag, Herr Berhorn
Analytisch, tiefschürfend, eloquent und dabei so wahnsinnig
treffsicher.
Vor allem in der Argumentation differenziert und komplett neu im
Gedankengang.
Ich muss mich gerade mal nach unten beugen, um die Schublade zu suchen,
in der Ihr Kommentar wohl am besten aufgehoben ist. So etwas muss ja
schliesslich für die Nachwelt erhalten bleiben.
Chapeau!
Der Beitrag des Fluglärmbefürworters,
Haus-, Wohnungs-, Ruhe-, Schlaf-, und Gesundheitsgegners Berhorn kann
einem schon die Sprache verschlagen.
Gut, dass es ihnen Herr Schumann trotzdem gelungen ist, hier die
passenden Worte zu finden. Ist ja schließlich gar nicht so
einfach.
Sie überschätzen mutmaßlich den Ehrgeiz von Herrn Behorn...
Er wendet sich nur in einfacher Sprache gegen die Anmaßung, die Sie mit Ihrer literaturnobelpreisverdächtigen Replik zu verschleiern suchen: Gebe der Herr, daß die Flugzeuge nicht über die Hütten der Reichen fliegen!
Ich kann Flughafengegner nur dann ernstnehmen,
wenn sie auf Flugreisen verzichten und auf alle Produkte verzichten, die in ihrem Fertigungs- und Transportprozess kein Flugzeug von innen gesehen haben. Alles andere ist egoistisches Sollen-die-Flieger-doch-übern-Nachbarn-Fliegen Wutbürger gehabe.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.03.2013 09:36 UhrHaben Sie einen Flughafengegner gefunden?
Die ganze Zeit suche ich schon einen Demonstranten in Sachen
Fluglärm oder irgendeinen Menschen, der gefordert hat, den
Flughafen ganz zu schließen. Wenn Sie einen gefunden haben,
Glückwunsch.
Den meisten Fluglärmbetroffenen geht es vor allem darum, dass man
sich an gegebene Zusagen hält. Schon alleine das Nachtflugverbot,
welches u.a. Ergebnis der Mediation war, musste mühsam vor Gericht
erstritten werden und wird dennoch mit den fadenscheinigsten
Gründen regelmäßig ausgehölt. Natürlich ohne
dass jemand dafür Verantwortung übernimmt.
Wenn Sie auch zu den Menschen gehören sollten, der Zusagen nichts
Wert sind, was glauben Sie, wie relevant Ihre Feststellung ist, dass Sie
Fluglärmbetroffene nicht ernst nehmen?
Ich bin übrigens für generelle Tempolimits, LKW-Maut auf allen
Straßen (damit die Ausweicherei auf Bundesstraßen
aufhört) und noch einiges mehr, um Lärm an sich zu reduzieren.
Eben weil ich mir wünsche, dass es auch meinen Nachbarn gut geht.
Meines Wissens gab es kein Nachtflugverbot vor der Landebahn NW. Das haben Ihre Leuchtturmwärter (verzeihung, muß natürlich heißen vernünftige Politiker) für den Ausbau gefordert. Wird Zeit sich mit der Realität auseinander zu setzten.
Wie sagte schon Otto von Bismarck:
Die erste Generation arbeitet hart und legt den Grundstein. Sie verdient
viel und gibt nichts aus.
Das war sagen wir 1880 oder 1950.
Die zweite Generation erweitert den Erfolg, konsumiert aber schon mehr
und legt das Geld überwiegend an,
Die dritte Generation studiert Kunstgeschichte.
Frankfurt und Rhein-Main sind nun in der 3. Generation. Wohlstand ist
ein Naturgesetz, Geld kommt vom lieben Gott (oder dem Staat) und Strom
aus der Steckdose. Also können wir unsere Banken dichtmachen. Und
den Flughafen schließen für ewige Nachtruhe.
Macht nur schön weiter so. Vor dem Krieg war Leipzig das, was
Frankfurt heute ist und Berlin das, was München ist.
Lass dort nur mal ein paar Jahr ein paar vernünftige Politiker ran.
Dann ist es vorbei mit der Parvenü-Herrlichkeit von FFM und die
Stadt das, was sie immer war: Eine kleine Äbbelwoi-Provinzstadt.
Aber wie gesagt, Wohlstand ist bei uns von Natur aus und das Geld kommt
vom lieben Gott. Gelle?
Sorry Herr Schröder,
Bitte beachten Sie, dass mein Äbbelwoi-Provinzstadt Beitrag nur
eine ironisch gemeinte Reaktion auf Herrn Berggrüns Beitrag
"Die Karavane zieht weiter" war.
Ich bin doch völlig Ihrer Meinung Herr Schröder!
Was ich zum Aussdruck bringen wollte, war, dass das schöne alte
Frankfurt, wie viele andere deutsche Städte auch, schon einmal zum
Opfer eines Größenwahns geworden ist und dass man sich
durchaus "Fortschritts-Szenarien" vorstellen kann, bei denen
das Leben in einer Äbbelwoi-Provinzstadt das bei weitem harmlosere
"Extrem" wäre. Diese, mir symphatischere, Gegenposition
habe ich in ironischer Weise eingenommen. Alles klar?
Nochmal, Herr Rapp
zwischen Abbelwoi-Provinzstadt und Flucht-Region existiert noch ein
weites Feld. Man muss natürlich weit gestreute Industrie- und
Dienstleistungspolitik betreiben und nicht nur auf zwei
Pferde (s.u.) mit großen Kollateral-Problemen setzen. Andere
Regionen (s.u. München) machen es besser und ziehen deshalb davon.
Ach wie wär das schön,
wenn Frankfurt wieder eine kleine Äbbelwoi-Provinzstadt wär. Am besten wieder so schön wie es vor dem 1000 jährigen Reich war. Wenn das machbar wäre - ich wär dabei. Prost, das Leben ist schön.
Schon mal gehört, Herr Berggrün...
dass es NIE sinnvoll ist, einen Krieg bis zum letzten Blutstropfen zu
führen? Manche haben das schon in der ersten Generation gelernt,
Sie sind dagegen nach wie vor vom totalen Ausbau bis zur letzten
durchgeschlafenen Stunde überzeugt.
Dann doch lieber einen beschaulichen Äbbelwoi, der vielleicht sogar
das Großhirn zu mehr Kreativität anregt :-)
Wie einfach erscheint doch die Welt ohne Fluglärm
Sehr geehrte Frau RR. Sie benötigen noch etwas Nachhilfe scheint
mir. Weder der Flughafen noch die Wirtschaft im Rhein Main Gebiet
brechen zusammen, wenn die neue Bahn, die 120000 neue Betroffene
geschaffen hat wieder geschlossen wird. Dafür gibt es die
bestehenden und völlig ausreichenden Parallelbahnen. Auch ist die
beabsichtigte Kapazitätssteigerung der Flugbewegungen mit der NW
aufgrund der verkorksten Südumfliegung beim Abflug gar nicht
realisierbar ohne eine Südvariante. Es wird sogar schon in der FLK
diskutiert, welche der Bahnen geschlossen würde, wenn die
wahnwitzigen Nemaxwachtumszahlen des Flughafens nicht kommen. Bleibt die
FLK ihren Grundsätzen treu, nämlich nach der Anzahl der
Belasteten zu gehen, so muß es die NW sein.
Was die Ideen der OB`s angeht, so ist die eingeschlagene Richtung der
richtige Weg. Auch das UBA empfiehlt Flughäfen in Ballungsgebieten
in der gesetzlichen Nacht nicht zu nutzen. Dort leben Menschen, die ein
Recht auf Schlaf haben.
meinten Sie München in Deutschland ? Die Stadt, in der die Bürgerinnen gegen die dritte Landebahn votierten und der Fluglärm gerade noch auszuhalten ist? Und in der die Immobilienpreise immer höher steigen, vielleicht weil es noch in einer Stadt relativ ruhig ist und ein regionaler Flughafen völlig ausreicht?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.03.2013 16:18 UhrJa, genau so meinte ich das.
So schafft man Wohlstand UND Lebensqualität. Sonst nur sinnfreies Wachstum. Und Ersteres wird eben auch bezahlt.
2 Fliegen mit einer Klappe schlagen
Wenn der Flughafen Frankfurt an Bedeutung verliert und die internationale Bankenszene wegen ständig neuer Abgaben sich in Richtung London auf und davon macht, wird der Ballungsraum Frankfurt an Attraktivität verlieren, der Wohnungsmarkt wird entlastet und man kann sich als Schöpfer des billigen Wohnraums für die sozial Schwachen feiern lassen. So einfach ist Französisch. gez. R. R.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.03.2013 23:02 UhrTja, so ist das...
wenn man auf 2 Pferde setzt, von denen das eine auf dem letzten Loch
pfeift, nachdem es seinen Kunden eine Kapitalrendite von 25% abgepresst
hat, das andere nur weiter wachsen kann, wenn es seine eigene Region
unbewohnbar macht.
Eine Bankenregion sollte es besser wissen. Eine Risikostreuung ist immer
von Vorteil. Wo ist die industrielle Basis in Rhein/Main geblieben? Die
mit echten Geschäftsmodellen, die auch funktionieren. Mit
Innovationen, die die Welt auch braucht. Nicht irgendwelche neuartigen
Wetten auf irgendetwas, mit obskuren Namen wie Derivate o.ä.
London ist doch nur der Anlaufpunkt, weil sie noch viel mehr
Schweinereien ohne Regulierung zulassen. Alles auf Kosten der
Steuerzahler der anderen Länder. Deshalb zieht die City das Geld
und die Superreichen an wie ein Sch..haufen die Fliegen. Wollen wir da
mithalten oder dagegenhalten?
Nur so zur Info!
Bei den Quadratmeterpreisen für Wohnraum (bei allen Problemen mit
hohen Preisen immer noch ein wichtiger Gradmesser für den Wohlstand
einer Region), wird der Großraum Frankfurt derzeit nach hinten
durchgereicht. Hinter beschauliche Mittelstädtchen a la Regensburg
u.ä.. Keine erkennbare Verbindung mehr mit München, Hamburg
etc.
Sollte da nicht ein Zusammenhang bestehen zur Lebensqualität in
diesem Ballungsraum? Zeitlich passt der Absturz am bundesdeutschen
Immobilienmarkt jedenfalls zur Fertigstellung der neuen Landebahn.
Macht Euch mal Gedanken, liebe Entscheider, ob dieser Flughafen wirklich
noch gut ist für diese Region. Abgerechnet wird immer am Schluss.
Was nützt die schönste Vision, wenn keiner mehr in "Eure
Vision" kommen will.