http://www.faz.net/-gzg-74n6l
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 27.11.2012, 16:59 Uhr

Braunfels Woolrec will Produktion wieder aufnehmen

Nachdem die Produktion wegen möglicher Schadstoffbelastungen gestoppt worden war, Bodenproben aber den Verdacht nicht erhärtet haben, will Woolrec wieder in Braunfels den Betrieb aufnehmen. Es soll aber weitere Proben geben.

© dapd Woolrec sieht keinen Grund mehr für die Vorgabe des RP Gießen, die Produktion auszusetzen

Die umstrittene Faserfirma Woolrec will ihre Produktion im mittelhessischen Braunfels-Tiefenbach wieder aufnehmen. Das Unternehmen werde einen Antrag auf Wiedereröffnung stellen, sagte ein Sprecher.

„Die Analysen des Hessischen Landeslabors und Hessischen Landesamts für Umwelt und Geologie (HLUG) bestätigen, dass alle Werte der Proben weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Eine weitere Stilllegung des Woolrec-Betriebes ist daher nicht mehr gerechtfertigt“, teilte Woolrec mit.

Mehr zum Thema

Das Regierungspräsidium Gießen hatte die Produktion wegen möglicher Schadstoffbelastungen gestoppt. Das Landeslabor war aber zu dem Schluss gekommen, dass keine überhöhten Schadstoffwerte in dem mittelhessischen Ort vorliegen.

Bei einer Bürgerversammlung am Montagabend wurde die Studie des Landeslabors von der Interessengemeinschaft Tiefenbach und einem von den Anwohnern beauftragen Ingenieurbüro als fehlerhaft kritisiert. Der Gutachter der Tiefenbacher sah eine „gefährlich hohe Dioxinbelastung“. Das Regierungspräsidium kündigte an, dass im Umfeld des Betriebs weitere Proben genommen werden.

Quelle: LHE

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Windvorranggebiete Weniger Politiker gelten als befangen

Das Darmstädter Regierungspräsidium macht einen neuen Vorschlag dazu, wer über Windvorranggebiete abstimmen darf. Das Wirtschaftsministerium findet ihn gut. Mehr Von Mechthild Harting, Rhein-Main

22.06.2016, 08:32 Uhr | Rhein-Main
Terrorgefahr bei EM Frankreich probt Ernstfall

Wegen der Gefahr neuer Anschläge sollen mehr als 90.000 Sicherheitskräfte die am 10. Juni beginnende Fußball-Europameisterschaft in Frankreich sichern. Nach den Terroranschlägen von Paris ist die Nervosität groß. Mit einer Übung in Lyon wappnet sich das Veranstalter-Land für den Ernstfall. Mehr

31.05.2016, 16:08 Uhr | Politik
Nach dem Brexit-Votum Am Rand Europas wird die Luft dünn

Nach dem Brexit-Entscheid hat Europa keine Wahl: Mittelfristig müssen sich der Binnenmarkt und das Währungsgebiet einander angleichen. Für die Länder an der europäischen Peripherie bedeutet das: Sie müssen prüfen, ob sie dort wirklich bleiben wollen. Mehr Von Thomas Gutschker

26.06.2016, 19:13 Uhr | Politik
Wiederaufnahme vermutet Produziert Nordkorea wieder Plutonium?

Nordkorea soll seine Plutonium-Produktion wieder aufgenommen haben. Die Vereinigten Staaten haben Hinweise auf ein Wiederanfahren der Produktion. Das atomwaffentaugliche Material werde durch Wiederaufbereitung aus dem Kernkraftwerk in Yongbyon gewonnen, sagte ein Insider. Mehr

08.06.2016, 15:58 Uhr | Politik
Athletenvertreter mahnen Olympisches Briefeschreiben

Brief hin und Brief her: Die Athletenvertreter mahnen das zerstörte Vertrauen in IOC und Wada an. Und Thomas Bach, der oberste Olympier, antwortet dem DLV. Mehr Von Michael Reinsch

15.06.2016, 18:15 Uhr | Sport

Der Vorhang geht auf

Von Rainer Hein

Wohin die politische Reise der AfD geht, scheint auch auf regionaler Ebene noch nicht ausgemacht. Darmstadts AfD hat sich wohl auf die Flüchtlingspolitik eingeschossen - samt Panikmache. Mehr 4

Abonnieren Sie unsere Rhein-Main Newsletter

  • Newsletter auswählen

    Newsletter auswählen