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Bilanz der Blitzer-Aktion : Jeder zwanzigste Fahrer zu schnell unterwegs

  • Aktualisiert am

Gemessen: 190.000 Kraftfahrer wurden von der hessischen Polizei am Mittwoch kontrolliert Bild: dpa

190.000 Kraftfahrer hat die hessische Polizei zur Wochenmitte beim sogenannten Speedmarathon kontrolliert. Fünf Prozent waren zu schnell. Der Spitzenreiter wurde in Wetzlar erwischt.

          Knapp 10.000 von insgesamt 190.000 kontrollierten Verkehrsteilnehmern sind am Mittwoch in Hessen durch zu hohes Tempo auf den Straßen aufgefallen. Damit lag die Beanstandungsquote beim sogenannten Speedmarathon bei etwas weniger als fünf Prozent, wie Guido Rehr von der Polizei in Dillenburg am Donnerstag sagte.

          Die Quote sei zwar höher als im Vorjahr. Allerdings dauerte die Überwachung diesmal von 6.00 bis 22.00 Uhr, im Vorjahr dagegen rund um die Uhr. Damals lag die Quote bei 4,3 Prozent.

          Zahl der Fahrverbote klein

          Von den 10.000 erwischten Fahrern überschritten 2500 die Tempolimits um mehr als 21 Kilometer in der Stunde und bekamen dadurch Punkte und Bußgelder. Bei 7500 ging es glimpflicher mit Verwarngeldern aus. 138 Raser waren so schnell, dass sie mit einem Fahrverbot von mindestens vier Wochen rechnen müssen. Den Negativ-Rekord stellte ein Fahrer auf der B 49 bei Wetzlar auf, statt mit erlaubten 80 war er mit 141 Kilometern in der Stunde unterwegs.

          Die Kontrollen in Hessen waren Teil eines europaweiten Aktionstages. An 343 zuvor bekanntgegebenen Messstellen wurde das Tempo überwacht. Zu hohe Geschwindigkeit ist nach Polizei-Angaben mit deutlichem Abstand Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Getöteten und Schwerverletzten. Polizeisprecher Rehr wertete die mittlerweile fünfte Aktion dieser Art seit 2013 als Erfolg. Polizeigewerkschaften sprachen dagegen von einer „medienwirksamen Schaufensteraktion“.

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