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Veröffentlicht: 19.11.2012, 14:21 Uhr

Bildungswesen Die Industrie fordert die Betonung der Naturwissenschaften

Nachwuchssorgen machen den Unternehmen in der hessischen Metallindustrie zu schaffen. Besonders gefragt sind Akademiker. Die Naturwissenschaften sollten bereits in der Schule eine größere Priorität aufweisen.

© dpa Berufe wie Bioingenieurin, hier am Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse, bieten Frauen neue Optionen.

Die hessische Metallindustrie hat einen besseren naturwissenschaftlichen Unterricht in den Schulen verlangt. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 müsse ein zusätzliches, fächerübergreifendes Fach „Naturphänomene“ eingeführt werden, erklärten Vertreter des Verbandes Hessenmetall am Montag bei einer Ausbildungsmesse für technisch-mathematische Berufe (MINT) in Rüsselsheim. Zudem müsse die mit 40 Prozent viel zu hohe Abbrecherquote in den entsprechenden Studiengängen gesenkt werden. Die Hochschulen müssten ihre starren Erwartungen an die Studenten aufgeben und den Zugang erleichtern, verlangten Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender und Opel-Personalvorstand Holger Kimmes.

Laut einer Umfrage von Hessenmetall beklagen 90 Prozent der Unternehmen in der größten Industriebranche Metall & Elektro einen Fachkräftemangel auf allen Ebenen der naturwissenschaftlich- technischen Berufe. Am schwierigsten seien Akademiker zu finden, gefolgt von den allgemeinen Fachkräften. Bei den Auszubildenden verschärfe sich die Situation gerade. Es gebe allgemein zu wenig Bewerber. Bislang hatten sich die Betriebe meist über fehlende Qualifikationen der Kandidaten beschwert.

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Auch das Handwerk klagt über die schwindende Zahl geeigneter Bewerber. Aktuell sei die Zahl der neuen Lehrverträge um 4,1 Prozent auf rund 10 500 zurückgegangen. Neben der allgemein ungünstigen demografischen Entwicklung gebe es anteilig zu wenige Absolventen von Haupt- und Realschulen, erklärte Geschäftsführer Harald Brandes am Montag in Wiesbaden. „Der Wettbewerb zwischen den Wirtschaftsbereichen um die besten Köpfe wird härter“, stellte er fest. Dabei hätten Haupt- und Realschüler die besten Chancen im Handwerk. Das müsse auch die zentrale Botschaft zur Schulwahl werden.

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