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Veröffentlicht: 26.06.2014, 07:19 Uhr

„Bildungsstreik“ in Wiesbaden Schüler und Studenten demonstrieren für mehr Geld

In Wiesbaden haben 1200 Schüler und Studenten für ein besseres Bildungssystem demonstriert - und damit auch für mehr Geld. Doch die hessische CDU hat gleich ein Gegenargument parat.

von , Wiesbaden
© Kaufhold, Marcus Schüler und Studenten demonstrieren für mehr Geld

„Wir sind hier. Wir sind laut, weil man unsere Bildung klaut.“ Mit Sprechchören, Transparenten und vielen Reden haben Studenten, Schüler und Lehrlinge in Wiesbaden für ein besseres Bildungssystem demonstriert. Anstelle der angemeldeten 2000 trafen sich nach Schätzung der Polizei nur rund 1200 junge Leute am Hauptbahnhof. Buhrufe lösten Sprecher des Wiesbadener Stadtschülerrates mit der Klage aus, dass die Teilnahme an dem „Bildungsstreik“ als unentschuldigtes Fehlen im Unterricht gelte. Neben der hessischen Schülervertretung hatten die Studentenvertretungen und der Landeselternbeirat zu der Demonstration aufgerufen.

Ewald Hetrodt Folgen:

Sie lief auf die Forderung hinaus, die Bildungseinrichtungen mit mehr Geld auszustatten und zu „demokratisieren“. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Kampagne, die auch in anderen Städten mehrere tausend junge Menschen mobilisierte. Die CDU im Landtag wies darauf hin, dass die Pro-Kopf-Ausgaben für Bildung in keinem anderen Bundesland höher seien als in Hessen. Wegen der unerwartet geringen Teilnehmerzahl bewegte der Demonstrationszug sich relativ rasch durch die Wiesbadener Innenstadt. Auf einen Zwischenstopp vor dem Wissenschaftsministerium folgte die Abschlusskundgebung auf dem Luisenplatz vor dem Kultusministerium. Sie endete eine gute Stunde früher als geplant.

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