http://www.faz.net/-gzg-8565k

Frankfurt im Mittelfeld : Bier-Paradies Krakau

Prostpreis: Frankfurt liegt mit seinen Bierpreisen weltweit nur im Mittelfeld. Aber auch unter deutschen Großstädten kann Frankfurt nicht glänzen. Bild: dpa

Die Statistik spricht für sich: Für preisbewusste Trinker ist Frankfurt der falsche Ort. In Bars muss der Gast im Durchschnitt fünf Euro für eine kleine Flasche Bier hinlegen. Krakau ist da um einiges günstiger.

          Wo kann man sich für wenig Geld mit viel Bier volllaufen lassen? Nicht in Frankfurt. Denn die Mainmetropole liegt in der Bierpreis-Rangliste weltweit auf Platz 37. Unter 75 Metropolen, die von der Reisesuchmaschine GoEuro einbezogen wurden, nimmt Frankfurt einen langweiligen Mittelplatz ein. 74 Cent kostet hier im Durchschnitt eine Flasche Bier im Supermarkt und 4,95 Euro an der Bar. Für englische und schwedische Prolls, die angeblich ihren Urlaubsort nach dem örtlichen Hektoliter-Preis von alkoholischen Getränken aussuchen, ist Frankfurt als Destination also nicht erste Wahl.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ihnen dürfte Krakau als Paradies erscheinen, denn in dieser polnischen Stadt kostet das Bier im Supermarkt nur 55 Cent und an der Bar sensationelle 2,41 Euro. So preiswert kann man sich in keiner anderen Großstadt betrinken. Und schlecht ist das polnische Bier auch nicht, jedenfalls nicht schlechter als das vom Sachsenhäuser Berg in Frankfurt, wie Kenner behaupten. Es ist aber ein bösartiges Gerücht, dass der Freundeskreis Frankfurt-Krakau unter seinem Vorsitzenden Klaus Sturmfels sich wegen der billigen Bierpreise gerne auf Reisen in Frankfurts polnische Partnerstadt begibt.

          Günstig für Bierfreunde sind übrigens auch Kiew, Ho-Chi-Minh-Stadt oder Mexiko City. Dafür reißen aber die Flugtickets dorthin ein tiefes Loch in die Kasse. Ganz abzuraten ist für Menschen mit großem Durst von der schönen Stadt Genf. Normalverdiener sollten sich bei den Rekordpreisen von 1,61 Euro für eine Flasche Bier im Laden und 9,62 Euro an der Hotelbar dort lieber an Leitungswasser halten. Da ist das Bier in Zürich mit 6,73 Euro an der Bar direkt billig.

          In Deutschland muss ein preisbewusster Säufer nach München reisen. Dort ist das Bier gut und verhältnismäßig günstig. In Berlin legt man zwar ein paar Cent weniger auf die Theke. Aber wer möchte schon freiwillig Schultheiss oder Berliner Kindl trinken? Deshalb überdecken die Berliner ja gerne den Biergeschmack mit Waldmeister-Aroma.

          Weitere Themen

          Aus der Schule direkt auf den Chefsessel

          Unterricht mal anders : Aus der Schule direkt auf den Chefsessel

          Frankfurts kleiner Nachbar Offenbach rühmt sich gern als Hessens Gründerhauptstadt. Um diesen Titel zu halten, werden dort nun schon Schüler mit der Idee vertraut gemacht, später ihr eigenes Unternehmen zu gründen.

          Topmeldungen

          SPD im Krisenmodus : Wenn der Bauch regiert

          Die SPD-Mitglieder wollen sich nicht länger von Seehofer vorführen lassen. Auch vielen Befürwortern der großen Koalition reicht es. Andrea Nahles hat die Wut unterschätzt.
          Echo Show in der neuen Version.

          Neue Produkte : Amazon macht die Welle

          Das war ein ziemliches Feuerwerk, was Amazon heute in Seattle präsentiert hat. Viele neue Produkte kommen auf der Markt. Darunter auch eines für die Küche.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.