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Veröffentlicht: 27.09.2013, 14:38 Uhr

Betrugsprozess S&K-Chef will durchs Fenster fliehen

Im Frankfurter Landgericht hat sich ein mutmaßlicher Millionenbetrüger der S&K-Fonds aus dem Fenster gestürzt. Wachtmeister konnten den Fluchtversuch nicht verhindern.

Bei einem Fluchtversuch aus dem Frankfurter Landgericht hat sich der mutmaßliche S&K-Anlagebetrüger Stephan S. schwer verletzt. Der mit Handschellen gefesselte Mann habe sich am Freitagvormittag aus einem Fenster im ersten Stock gestürzt, bestätigte ein Gerichtssprecher einen Bericht von „bild.de“.

Beim Sturz auf das Pflaster aus etwa sechs Metern Höhe habe sich der Hauptbeschuldigte aus dem Anlagebetrugsverfahren um die Immobiliengruppe S&K schwer verletzt. Der 34 Jahre alte Untersuchungshäftling musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Er war aus dem Gefängnis in Weiterstadt zu einem Zivilprozess gegen eine der S&K-Gesellschaften als Geschäftsführer vorgeladen worden. Auch sein Kompagnon Jonas K. war im Gericht erschienen.

Den beiden S&K-Geschäftsführern wird mit zehn weiteren Beschuldigten Untreue sowie gewerbs- und bandenmäßiger Betrug mit Kapitalanlagen vorgeworfen. Sie sollen über ein Schneeballsystem Anleger um rund 105 Millionen Euro geprellt und das Geld mit einem extrem aufwendigen Lebensstil verprasst haben.

Aufs offene Fenster losgestürmt

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt dauern noch an. Im Februar hatte es eine spektakuläre Großrazzia gegen die Verdächtigen gegeben, die dann auch in Untersuchungshaft genommen wurden. Zuletzt hatten die Ermittler eine umfangreiche Liste sichergestellter Wertgegenstände ins Internet gestellt.

Der mit Handschellen gefesselte S. war am Freitag von Justizbeamten begleitet worden. Der Gerichtssaal B 116 befindet sich im ersten Stock eines repräsentativen Altbaus aus der Gründerzeit. Laut „bild.de“ war S. beim Betreten des Saals auf das offene Fenster losgestürmt und rausgesprungen. Die völlig überrumpelten Wachtmeister hatten den durchtrainierten Bodybuilder nicht mehr stoppen können.

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