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Besetztes Haus „Institut für Irrelevanz“ geräumt

 ·  Das „Institut für vergleichende Irrelevanz“ war eine Mischung aus linker Wohngemeinschaft, Gegen-Universität und alternativem Kulturzentrum. Nun wurde das letzte besetzte Haus Frankfurts geräumt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)
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Thomas Weber

Bedürftige vs Individualrechte

Wer gegen Eigentum ist, der ist auch gegen Individualrechte und fordert eine Umverteilung zur "Gemeinschaft der Bedürftigen", dessen Vertreter dann natürlich in den Villen der Erbauer leben und die Erbauer in juristische und steuerliche Ketten leben oder gleich erschlagen.

Für mich sind diese Typen vom IVI keine harmlosen Kinder, sondern schlicht höchst boshafte Kriminelle, die voller Neid auf diejenigen sind die zu Leistungen fähig sind zu denen sie selbst nicht fähig sind.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.04.2013 14:25 Uhr
Martin Ebendorff

"Wer gegen Eigentum ist, der ist auch gegen Individualrechte"

Wo steht das?
Wer hat das wann behauptet?
Und was sind Individualrechte überhaupt?

Sie werfen da eine Menge Dinge in einen Topf die nicht zusammengehören, aber sicherlich stört Sie das nicht weiter, eine differenziertere Betrachtung würde ihre Polemik nur zu schnell zu Fall bringen...

Woher wissen sie dass die "Typen vom IVI" voller Neid sind?
Haben sie sich mal mit ihnen unterhalten um etwas über ihre Weltsicht zu erfahren?

Ich denke nicht!

Sie haben wahrscheinlich nicht das geringste Interesse an einer intellektuellen Aueinandersetzung, schließlich wird mit dem Feind nicht gesprochen, stimmts?

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Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 22.04.2013 23:23 Uhr

@Martin Ebendorff, Ebiliane Santos

Zitat "In einigen Wochen wolle man mit der Räumung des zugemüllten Hauses beginnen".

Da hat sich ja eine "feine Gesellschaft" im eigenen Dreck gesuhlt. Wahrlich ein "kritisches Kulturprojekt".

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.04.2013 14:30 Uhr
Martin Ebendorff

Wenn schon kritisch, dann richtig!

Wo sind die Argumente der IVI Gegner, außer hasserfüllten Polemiken und undifferenzierten Unterstellungen habe ich bisher noch nichts sinvolles gehört!?

Warum ziehen sie Dinge in den Dreck die sie sowieso nicht kennenlernen wollen?

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Ebiliane Santos

Leerstehende Häuder leer stehen lassen?

Eigentum über alles zu heben obliegt nur denjenigen, die Kapital haben um jenes für schützenwert zu erklären. Enttäuschend, dass die ach so gebildeten Kulturbürger*innen Frankfurts ein kritisches Kulturprojekt wie das IVI nicht als solches wahrnehmen können und nur verkürzte Eigentumslogik im Kopf haben.

In Frankfurt gibt es Millionen qm Leerstand, Millionen ungenutze Büroflächen und jede*r Zweite kann sich die Mieten in der Innenstadt nicht leisten [...]
Es ist politisch genau das richtige, ein Haus wie das IVI zu erhalten.
Mit dem Verlust schwindet ein Stück Kultur und aufgeklärte Politik, die Frankfurt gut zu Gesicht stünde!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2013 16:49 Uhr
andreas neukäter

Eigentum verpflichtet

Moin, in den Niederlande, so heißt es, gäbe es eine Zeitklausel nach der würde ein Gebäude bzw. Wohnung über ein Jahr nicht genutzt zur "freien" Verfügung sprich Besetzung/Nutzung durch dritte strafffrei und nutzungsberechtigt wird.
Dies würde das eigentliche Anliegen nicht lösen jedoch einige "Arbeitsschlafplätze" einbringen.

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Marcel Los
Marcel Los (FFM_1) - 25.04.2013 10:29 Uhr

Dann kann ja jeder kommen..

Die Grundannahme ist nicht verwerflich. Dennoch würde ich es nicht für gut befinden, würde sich jede Gruppierung irgendwelche Häuser unter den Nagel reißen nur weil es leer steht.
Dann kann ja jeder kommen...
Wäre ich Vermieter und müsste um meinen Besitz auch noch streiten.. ich glaube das will keiner.
Sind die Mieten zu hoch, dann müssen die halt außerhalb ihre Zeit totschlagen. Ich habe von dem Verein noch nie etwas gehört, ohne ihn bewerten zu wollen.
Eigentum gehört nun mal zum Kapitalismus, so ist das. Und Gesetze sind ja auch (meist) begründet. Würde jedes freie Haus zur freien Verfügung stehen würde ja Chaos ausbrechen... Dann würde ich auch keine Miete mehr zahlen müssen.

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Martin Ebendorff

Die einen freuen sich, die anderen nicht...

Ich gehöre zu letzteren.

Mir ist eine lebhafte Großstadt mit Räumen, fernab von profitorientiertem Verwertungszwang und deutsch-hierarchischem Vereinsspiessertum lieber als ein ordentliches und konformistisches Nest voll mit verschlafenen Micheln...

Leider erlaubt unser Rechtsystem keine Freiräume solcher Art und leider ordnen sich die meisten Menschen bedingungslos eines Solchen unter.

Aber was solls, die meisten Leser werden hier eh denken dass ich Straftaten propagieren, Kriminalität relativieren und ''westliche Werte'' abschaffen will, ebenso wie Recht und Ordnung.

Eine Gesellschaft, in der ''Recht und Ordnung'' ohne Zwangsmechanismen funktioniert, übersteigt nunmal jede bürgerliche Vorstellungskraft.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2013 15:52 Uhr
Martin Ebendorff

Das kann sogar gut sein, schließlich bin ich auch nur Mensch.

Aber was nützt den Menschen mehr?

Eine Filiale einer Anwaltskanzlei bzw. Bank

oder

ein Ort, wo wohnungslose Leben können, wo politisch Interessierte sich Vorträge über vielfältige, woanders meist totgeschwiegene Themen anschauen können, wo man einfach mal in netter atmosphäre kostengünstig Party machen kann, sich mit Freunden treffen kann...

Auch wenn ich neben vielen Überschneidungen mit einigen dort vorhandenen politischen Positionen und deren Darstellungspraxis meine Probleme habe:

Dieser Ort ich für viele Menschen wichtig und bereichert die Stadt eindeutig mehr als irgendein grauer Büroklotz.

Dass die staatlich durchgesetzten "Rechte" der Eigentümer durch die Besitzer verletzt werden ist mir genauso klar wie egal, denn wie ärgerlich es für den Eigentümer auch sein mag, hunderten von Frankfurtern wird der Verlust des IVI's mehr Schmerz bereiten.

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Joachim Arnold
Joachim Arnold (arnie39) - 22.04.2013 15:26 Uhr

Ihre Freude würde auch Ihnen schnell vergehen....

..... wenn es Ihr Eigentum wäre, das beschädigt, Ihre Rechte, die verletzt würden.

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Beate Dreher
Beate Dreher (Bedre) - 22.04.2013 14:21 Uhr

In Deutschland

kann man auch bis 50 noch pubertär oder sontwie " studentisch" unterwegs sein.Das bedeutet unter anderem,dass man sich selber fremdes Eigentum schenken darf und das für relevant erklärt.Die Universität hat feige die Räumung auf den Käufer abgewälzt,weil sie sich politisch dazu außerstande sah,sie wollte das Problem los sein.

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22.04.2013, 11:45 Uhr

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