05.12.2012 · Obwohl zahlreiche Bewohner Raunheims wegen des Fluglärms weggezogen sind, genehmigte die Kommune nun den Bau von neuen Wohnungen.
Von Mechthild HartingRichtlinien für Lesermeinungen
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Wo bleibt die Verantwortung und die Reaktion der Eltern?
Im Frankfurter Süden wird von der Stadt eine KITA gebaut. Diese wird entgegen den normalen Bauvorschriften keinen nutzbaren Außenbereich haben damit die Kinder mal an die frische Luft kommen und muß von der Stadt mit sehr teuren Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet werden. FRAPORT als Verursacher des Lärms muss da gar nichts zahlen, wie verdreht einem das auch aufstößt. Die Frage im Ortsbeirat wieso man das so akzeptiert bekam die Antwort: sonst bekommen wir hier ja keine KITA und was sollen die Eltern dann mit den Kindern machen? So geht es eben nicht. Die Eltern hätten sich schon zur Wehr setzen müssen denn das Wohl ihrer Kinder solte Ihnen den Kampf doch eigentlich wert sein? Wenn man bereit ist für seine Ruhe alles zu akzeptiern sollte man sich nicht wundern.
Titel kann falsch verstanden werden!
Der Titel ist etwas reißerich und jemand der den ganzen Artikel
nicht liest, könnte den Eindruck gewinnen da würden mal wieder
die Sektierer (Aussage Kaufmann von den Grünen) von der
Ausbaugegnertruppe in ihren Widersprüchen vorgeführt.
Noch einmal zum besseren Verständnis unserer Argumente: Die
Landesregierung und die Stadt Frankfurt haben Mist gebaut mit der
NW-Landebahn. Die Politker waren dann selbst erschrocken über die
Belastung, haben die Wut und das Durchhaltevermögen der
Fluglärmgegner unterschätzt und versuchen nun seit über
einem Jahr, auch unter dem Einsatz von Hunderten Millionen Euro an
Steuergelder die Situation zu entschärfen. Da es aber bei über
300 Überflügen mit je 70 bis 80 dB geblieben ist, bleibt
nichts anderes als die Schließung der NW-Landebahn zu fordern.
Durch die Südumfliegung bei den Starts ist es in ganz wenigen
Gebieten, Raunheim, Rüsselsheim und auch Teilen von Flörsheim
leiser geworden. Dafür leiden aber die anderen 95 % im Süden
Frankfurts um so mehr.
Was ist denn mit den Kindern, die jetzt schon unter den Flugschneisen
leben und in die Kita oder die Schule gehen? Wie kann man denn auf der
einen Seite sagen, da kann man keine Kita /Schule bauen und auf der
anderen Seite die Kinder, die jetzt schon unter der Flughölle
leben, weiter dort lernen und leben lassen?
Es gibt in Deutschland inzwischen ein Kinderschutzgesetz. Danach muss
der Staat Kinder vor sexuellem Missbrauch und vor Misshandlung der
Eltern und in Institutionen schützen. Diesen Schutzauftrag des
Gesetzes haben der örtliche und überörtliche Träger
der öffentlichen Jugendhilfe, sprich die Stadt und das Land. Nun
geht aber der volkseigene Betrieb Fraport (Eigentümer Stadt
Frankfurt und Land Hessen) hin und verlärmt die Kinder, indem sie
diese mit über 60 Dezibel dauerbeschallen. Das ist für mich
auch Misshandlung. Jetzt müsste sich die Stadt Frankfurt doch
eigentlich selbst anzeigen. Wo bleibt hier das Kinderschutzbüro?
Das Frankfurter Kinderbüro sägt nicht am Ast, auf dem es sitzt.
Die Stadt bezahlt die nicht wenigen Mitarbeiter, und dann müssen sie loyal zu den städtischen Projekten sein. Lieber ein weiteres Taschenlampenkonzert organisieren...
Sie sprechen mir aus der Seele
Sehr geehrte Frau Schleimer. In unseren Kindern liegt die Zukunft. Leider habe ich, wie auch viele andere erkennen müßen, daß unsere großen Volksparteien (CDU SPD FDP Grüne) nur noch die Wirtschaft auf der Agenda haben. Das vermeintlich höchste Gut unserer Gesellschaft gilt nicht mehr. Wissentlich werden gesundheitliche Schäden einkalkuliert und akzeptiert. Der von mir angeschriebene Kinderschutzbund und das Jugend und Sozialamtamt Frankfurt antworten nicht auf meine Anfrage, was sie zum Schutz meiner Kinder gegen die zu erwartenden Gesundheitsschäden durch Schlaflosigkeit und Fluglärm unternehmen werden. Arme Gesellschaft, die nichts zum Schutz ihrer Schutzbedürftigsten unternimmt.
Unverantwortliche Politik von RP, Kreisen und Kommunen
Man reibt sich verwundert die Augen, wenn mann liest, daß in den Zonen mit erheblicher Lärmbelastung durch den Flughafen weiter Wohngebäude, Schulen und Kindergärten geplant sind. Eine sinnvolle Anwendung der Ausnahmeregelung kann doch nur bedeuten, daß bestehende Gebäude ggf. modernisiert bzw. mit verbessertem Lärmschutz versehen werden! Alles andere ist unverantwortlich gegenüber den künftigen Bewohnern. Daß die Preise, Mieten etc. natürlich günstiger sein werden als in weniger lärmintensiven Gebieten ist keine Rechtfertigung für diesen behördlichen Unsinn.
Da sieht man mal wie weit man es bringt, wenn man das "richtige" Lied singt. Nämlich das von Fraport und der noch agierenden Landesregierung. In Raunheim ist es seit der Landebahn NW und der Südumfliegung tatsächlich ruhig. Und die Rückenwindkomponente wird ja auch von Herrn Jühe angegangen. Dann gibt es dort nur noch 2-3 Wochen Fluglärm/Jahr. So was nennt man St. Florian. Genau das was Herr Jühe angeblich verurteilt. Gilt halt nicht für Raunheim. Wenn man bedenkt, daß Raunheim 3.5 km vom Fra entfernt liegt schon eine reife Leistung. Für den Frankfurter Süden empfiehlt er die Absiedlung. Wegen Hochbelastung. Da bleibt einem wirklich die Spucke weg.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.12.2012 15:15 UhrMir bleibt die Spucke wegen etwas anderem weg ! Wo sind unsere Interessenvertreter?
Wenn man einmal die Realität anerkennt dass die Menschen keine
Heiligen sind dann kann man den Herrn Jühe eigentlich doch nur
beglückwünschen. Er hat für sein Raunheim und sein
Rüsselheim doch das Maximale erreicht. Da ist es ruhiger als je
zuvor. Die Anderen sind eben zu naiv!
Etwas anderes ist ein Skandal. Die Fraktionen von CDU und Die
Grünen von Frankfurt-Süd setzen sich überhaupt nicht
für die Interessen der Bewohner dieser Gebiete ein. In
vorauseinlendem Gehorsam werden entsprechende Anträge an das
Stadtparlament schon in den Ortsbeiräten abgeblockt. Die Menschen
aus dem Süden Frankfurts werden von ihren politischen Vertretern
regelrecht geopfert für Höheres. Ich würde mir einen
Herrn Jühe hier wünschen. Dann wäre unser Problem in
Niederrad, Sachsenhausen, Lerchesberg schonl längst gelöst.
Heute ist wieder Montag! Terminal 1 Halle B.