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Ballsicherheit gefragt Variantenreiche Eintracht

23.02.2012 ·  Thomas Kessler im Tor, U-23-Talent Anthony Jung, Martin Amedick, Habib Bellaid und Constant Djakpa in der Abwehr, Pirmin Schwegler, Sonny Kittel, Caio und Ümit Korkmaz im Mittelfeld, Rob Friend und Mohamadou Idrissou im Angriff - das war beim Training der Frankfurter Eintracht am Donnerstag die B-Mannschaft.

Von Josef Schmitt, Frankfurt
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Fast alles Spieler, manche sogar Nationalspieler, die das Zeug hätte in der zweiten Liga eine gute Rolle zu spielen, und bei den allermeisten Vereinen dies sicher auch beweisen dürften. Bei der Eintracht sind sie aber nur zweite Wahl, setzen die Stammkräfte aber mächtig unter Druck. Das interne Übungsspielchen endete torlos, was ganz im Sinne des Trainers war. „Gegenüber der Vorrunde liegen Welten dazwischen“, sagt Armin Veh. Und wundert sich ein wenig über den offensichtlichen Qualitätszuwachs, „denn ganz so viel haben wir ja im Winter nicht gemacht.“ Drei Spieler sind hinzugekommen, Amedick, Heiko Butscher und Kittel, drei sind gegangen, Theofanis Gekas, Georgios Tzavellas und Ricardo Clark. „Wir haben Geld eingespart, aber Qualität hinzugewonnen“, sagt Veh. Auch weil andere sich weiterentwickelt haben wie Erwin Hoffer oder Matthias Lehmann, die sich in die Stammelf gekämpft haben.

Aktuell kann Veh auf alle 26 Spieler zurückgreifen, keiner ist verletzt. An diesem Freitag soll nun auch Mohammed Abu noch hinzukommen, den die Eintracht von Manchester City ausgeliehen hat, der aber wegen Visaproblemen nach dem Afrika-Cup noch nicht aus seiner Heimat Ghana anreisen konnte. Der Trainer nutzt die personellen Möglichkeiten, um den Konkurrenzkampf hochzuhalten. Am Donnerstag nahm er während des Spiels nur einen Wechsel vor, der aber brisant war. Eine Halbzeit spielte jene Mannschaft in den gelben Leibchen, die zuletzt den FSV Frankfurt überzeugend 6:1 geschlagen hatte, dann löste Pirmin Schwegler Benjamin Köhler ab. Dies erforderte einen kleinen Ringtausch, Sebastian Rode ging vom Zentrum auf den linken Flügel, während Schwegler neben Lehmann in der Zentrale spielte.

„Ich werde die Mannschaft immer auch nach dem Gegner ausrichten“

Eine Variante, die durchaus auch beim Auswärtsspiel am Sonntag in Paderborn denkbar sei, sagte Veh später. Obwohl kein Spieler gegen den FSV enttäuscht hätte, gebe es keine Platzgarantien. „Ich werde die Mannschaft immer auch nach dem Gegner ausrichten“, sagt der Eintracht-Coach. Die Scouts der Eintracht haben beim SC Paderborn eine große Ballsicherheit festgestellt, zuletzt hatten es die Ostwestfalen im Heimspiel gegen Dresden nach der Pause auf erstaunliche 75 Prozent Ballbesitz gebracht, so dass gerade Schwegler mit seiner Ballsicherheit ein wichtiger Gegenpol sein könnte.

Bei all den taktischen und personellen Gedankenspielen ist es sehr hilfreich für den Frankfurter Trainer, dass er mehrere Spieler im Team hat, die auf unterschiedlichen Positionen einsetzbar sind. In diesem Zusammenhang nannte Veh den 21 Jahre alten Rode, der im Mittelfeld auf allen Positionen einsetzbar sei. Mit dem ehemaligen Offenbacher hat Veh nach der Übungseinheit noch auf dem Platz ein kurzes Vieraugengespräch geführt und ihm dabei wohl auch nähergebracht, dass die Nichtnominierung für das Europameisterschafts-Qualifikationsspiel der U21-Nationalmannschaft nächste Woche gegen Griechenland kein Grund zur Traurigkeit sei. „Mir ist das sogar ganz recht“, sagte Veh, „so kann er sich ganz auf uns konzentrieren.“ Im Gegensatz zu Rode wurde Sebastian Jung von DFB-Trainer Rainer Adrion berufen.

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