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Automobilindustrie An Opel-Tarifen wird nicht gerüttelt

05.01.2012 ·  Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel hat den Mutterkonzern General Motors aufgefordert, der Marke Opel die großen Märkte zu öffnen. Gleichzeitig lehnte er zusätzliche Opfer der Arbeitnehmer ab.

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Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel hat den Mutterkonzern General Motors aufgefordert, der Marke Opel die großen Märkte zu öffnen. Gleichzeitig lehnte er zusätzliche Opfer der Arbeitnehmer ab. Um wieder Gewinn zu machen, müsse Opel Autos verkaufen, und zwar überall, sagte Einenkel am Donnerstag dem Sender WDR 5.

Wie berichtet verlangt der Mutterkonzern General Motors von den Mitarbeitern, insgesamt im laufenden Jahr auf Lohnerhöhungen in einem Volumen von bis zu 1,1 Milliarden Euro zu verzichten.

Kein Verzicht auf weitere Tarifleistungen

Einenkel sagte, nun sei mit der Geschäftsleitung darüber zu sprechen, wie der bereits vereinbarte Sparbeitrag der deutschen Opel-Arbeitnehmer in Höhe von gut 176 Millionen Euro jährlich weiter ausgestaltet werde. In den vergangenen beiden Jahren war eine Kürzung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie die Verschiebung der Lohnerhöhung vereinbart worden. Auf weitere Tarifleistungen für die Arbeitnehmer zu verzichten, sei aber keine Lösung, betonte Einenkel: „Daran wird nicht gerüttelt.“

Am GM-Firmensitz in Detroit schauten manche nicht über den Tellerrand hinaus, kritisierte Einenkel. So blieben Opel wichtige Wachstumsmärkte verschlossen, weil das Mutterhaus die Autos anderer Marken dorthin schicke. Opel bleibe zu sehr auf den - gesättigten und derzeit infolge der Staatsschuldenkrise schwächelnden - europäischen Markt beschränkt. GM begrenzt den Vertrieb der defizitären Tochter, um Kannibalismus unter den Konzernmarken zu verhindern.

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