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Aufnahme von Fluglärmgegnern in SPD Noch eine Chance

 ·  Entscheidung vertagt: Ob die SPD die 36 Lärmgegner aufnimmt, die in der Partei für eine Schließung der neuen Landebahn des Flughafens kämpfen wollen, bleibt unklar.

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Die Frankfurter Fluglärmgegner, die SPD-Mitglieder werden wollen, können womöglich doch noch Einfluss auf die Wahl der Delegierten für die Bestimmung des SPD-Landtagskandidaten im Frankfurter Süden nehmen. Denn die eigentlich für gestern Nachmittag vorgesehene Wahl der Delegierten in der Mitgliederversammlung des Sachsenhäuser Ortsvereins wurde um zwei Wochen verschoben. Dafür stimmten 28 Mitglieder; 24 sprachen sich für eine sofortige Wahl aus, zwei enthielten sich. Außerdem wird es eine schriftliche Mitgliederbefragung geben, um den Delegierten eine Empfehlung für einen der beiden Landtagskandidaten zu geben; rechtlich bindend ist sie nicht.

Noch sind die 36 Fluglärmgegner aber nicht Mitglied in der Partei. Der Frankfurter SPD-Vorstand wird erst morgen in einer außerordentlichen Sitzung über jeden einzelnen Mitgliedsantrag entscheiden. Wer schließlich aufgenommen wird, kann sowohl an der Wahl der Delegierten als auch der Mitgliederbefragung teilnehmen.

Der Sachsenhäuser Ortsverband hatte am vergangenen Montag den 36 Kandidaten die Aufnahme verweigert. Eine Mehrheit der Vorstandsmitglieder habe bei der Vorstellung der Lärmgegner den Eindruck gewonnen, dass diese nur deswegen eintreten wollten, um die Mehrheitsverhältnisse bei der Delegiertenwahl und damit die Wahl des Landtagskandidaten zu beeinflussen, sagte Frank Brückner, Vorsitzender des Ortsvereins Sachsenhausen. Im Landtagswahlkreis 37, zu dem Sachsenhausen gehört, haben sich bisher zwei Kandidaten beworben: die in der SPD-Landtagsfraktion beschäftigte Petra Tursky-Hartmann und Ralf Heider, der SPD-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat Sachsenhausen, Oberrad und Niederrad ist. Heider setzt sich - anders als seine Konkurrentin - für die Schließung der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen ein. Die 36 Lärmgegner möchten den Einzug des ihnen in der Flughafenfrage näherstehenden Heider in den Landtag befördern.

Unter den rund 100 Teilnehmern der gestrigen Mitgliederversammlung waren auch einige der Antragssteller. Als Gäste durften sie bei der Vorstellung der beiden Landtagskandidaten anwesend sein. So sei man verfahren, um „die Situation zu deeskalieren“, sagte Brückner. Es kam dennoch zu hitzigen Wortgefechten. Eine Antragstellerin warf der Kandidatin Tursky-Hartmann „unverschämte Bemerkungen“ vor, nachdem diese gesagt hatte, sie freue sich über jeden SPD-Aufkleber auf einem Geländewagen. Außerdem sagte sie, dass sie nur noch dann als Kandidatin zur Wahl stehen werde, wenn sich bei der Mitgliederbefragung eine Mehrheit für sie ausspreche, ansonsten ziehe sie ihre Kandidatur zurück.

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