http://www.faz.net/-gzg-8wbl0

Statt Abschiebung : Hessen: Eine Million Euro für freiwillige Ausreisen

  • Aktualisiert am

Richtung Kosovo: Flug mit abgelehnten Asylbewerbern, die von Calden aus freiwillig wieder ausreisen Bild: dpa

Geht es nach dem Willen der Landesregierung, sollen abgelehnte Asylbewerber Hessen schneller verlassen. Dazu setzt Wiesbaden auch pensionierte Polizisten ein.

          Mit einem umfassenden Beratungsangebot will die Landesregierung erreichen, dass künftig abgelehnte Asylbewerber Hessen schneller verlassen. Dazu rekrutiert das Land nach Angaben des Innenministeriums vom Montag 170 pensionierte Polizeibeamte. Sie sollen unter anderem bereits im Ankunftszentrum in Gießen Flüchtlinge informieren und die Ausländerbehörden unterstützen.

          Das Programm richtet sich auch an Menschen, die aus freien Stücken wieder in ihre Heimat wollen. „Unser Ziel ist es, dass jeder Ausreisepflichtige über die Vorteile einer freiwilligen Ausreise beraten wird“, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) nach Angaben seines Ministeriums in Wiesbaden. Für das Programm stellt die Regierung in diesem Jahr rund eine Million Euro zur Verfügung.

          „Die freiwillige Ausreise ist dabei der zwangsweisen Rückführung grundsätzlich vorzuziehen“, begründete Beuth die bereits in der vergangenen Woche bekannt gewordene Entscheidung. Die Förderung freiwilliger Ausreisen sei wesentlich kostengünstiger als eine Abschiebung. Die Opposition von Linken und SPD hatte den Innenminister in der Vergangenheit für seine Haltung kritisiert.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Pizzakönig Salvatore Rimonti Video-Seite öffnen

          Videoserie Frankfurt & ich : Pizzakönig Salvatore Rimonti

          In der neuen F.A.Z.-Serie „Frankfurt & ich“ geht es um bekannte und weniger bekannte Frankfurterinnen und Frankfurter, um interessante Persönlichkeiten, die ihre Geschichte erzählen und uns mitnehmen an ihre Lieblingsplätze. Folge 3: Der Restaurantbesitzer Salvatore Rimonti.

          Topmeldungen

          Jamaika-Koalition : Der Grünstreifen am Horizont

          Vor vier Jahren haben die Grünen ihre Chance auf eine Beteiligung an der Regierung vertan. Diesmal wollen sie ernsthaft verhandeln. Das geht nur, wenn die Parteilinken mitmachen. Doch, sind die dazu bereit?
          Die britische Regierungschefin Theresa May und der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei ihrem Treffen in Brüssel.

          Treffen von May und Juncker : Jetzt aber flott!

          Das Stocken der Brexit-Verhandlungen sorgte zuletzt für viel Kritik. Nun machen Jean-Claude Juncker und Theresa May Dampf. Bis Dezember soll ein Plan für die Scheidung stehen.
          Jordi Ciuxart, Vorsitzender des katalanischen Kulturvereins Omnium Cultural, und ANC-Chef Jordi Sànchez vor dem Gerichtstermin in Madrid.

          Krise in Katalonien : Führende katalanische Separatisten inhaftiert

          Die spanische Staatsanwaltschaft hat zwei katalanische Separatistenführer festnehmen lassen. Auch gegen Polizeichef Josep Lluís Trapero wurde Untersuchungshaft beantragt, er kam gegen Kaution jedoch vorerst frei.
          „Es war eine Landtagswahl“: Merkel am Montag in Berlin

          Nach der Niedersachsen-Wahl : Runter vom Baum und Schwamm drüber

          Die Parteien, die eine schwarz-gelb-grüne Bundesregierung bilden wollen, haben bei der Niedersachsen-Wahl alle verloren. Angeblich schadet das nichts. Denn nach der Wahl ist vor der Sondierung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.