21.12.2012 · Seit 1748 unterrichten die Schwestern des von Mary Ward gegründeten Ordens die „weibliche Jugendt“. Nun soll diese Tradition enden. Mitarbeiter, Schülerinnen und Eltern der Maria-Ward-Schule protestieren dagegen.
Von Agnes Schönberger, AschaffenburgRichtlinien für Lesermeinungen
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ich weiß wir leben im 21. Jahrhundert, da wird kühl
kalkuliert, da zählt Ertrag und Wirtschaftlichkeit,
da ist selten Platz für Mitgefühl, Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Die Stiftung hat eine Institution übernommen, die genau diese
Werte an Generationen von Schülerinnen weitergegeben,
und in Form der Schwestern vorgelebt hat.
Wie fühlen sich jetzt wohl diese jungen Menschen, bei dem was da
gerade passiert ?
Beim Wechsel der Trägerschaft wurde den Schwestern freier Wohnraum
zugesichert (siehe Artikel in der FAZ vom 21.12.2012).
Jetzt erklären Sie mal einem normal denkenden Menschen, wieso
für Studenten Wohnungen geschaffen werden, und für Sr. Irmgard
die hier seit fast 50 Jahren lebt und arbeitet keine mehr zur
Verfügung steht ? Das ist Wortbruch.
Die Art und Weise wie hier 265 Jahre Arbeit und Engagement der
Ordensschwestern "abgewickelt" werden,
wird der Schule in neuer Trägerschaft, dem Orden und der Kirche
Schaden zufügen.
Das sind die Jesuiten (vulgo: "die SS des Papstes"), wenn auch Mary Wards Orden in dieser Rolle nicht voll anerkannt ist. Allerdings ist die Namensähnlichkeit ausdrücklich gewollt. Schade, das ist noch der 'Harte Kern' der Kirche, unverwechselbar, nicht der heute weichgespülte Mainstream des Christentums ... Aber denen gehen Nachwuchs und Geld aus. Darüber freuen sich nicht wenige.
Agnes Schönberger Jahrgang 1956, freie Autorin für die Rhein-Main-Zeitung in Aschaffenburg.
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