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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Angst vor einem „Riedberg II“ „Freie Flächen sind doch nicht nutzlos“

 ·  Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig trifft Frankfurter Landwirte, die eine Sorge haben: Gibt es im Römer Pläne, auf die Äcker Reihenhäuser zu stellen?

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Hannelore Schäfer

Man stelle sich mal vor

der Central Park in New York würde zur Bebauung freigegeben. Oder der Hyde Park in London, wo eine ganz eklatante Wohnungsnot herrscht. Eine Stadt ganz ohne Grünflächen, sowohl innerhalb, als auch am Rand, dürfte nicht mehr dem Ideal einer Stadt entsprechen, in dem man in Deutschland gerne wohnt. Frankfurt ist gerade wegen seiner durchaus dörflichen Struktur so beliebt, zumindest dort, wo es nicht am Himmel dröhnt. Spätestens wenn durch die Bebauung von Grünflächen die Hitze im Sommer in der Stadt größer wird und dafür die Luft schlechter, wird man vielleicht merken, dass Bäume und Gräser durchaus einen Nutzen haben.

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S. Neumann

Kommunikations ist Ein und Alles

Frau Heil ist voll zuzustimmen, was vor allem in den letzten Aussagen des Artikels klar
ausgedrückt wird. Dass auch an der Spitze des Frankfurter Planungsdezernats anders
gedacht wird als etwa im Vorstand der - zugegeben politisch gewichtigen - ABG Holding,
ist anzunehmen.
Ob Herr Feldmann von einem zweiten, nein, nicht Riedberg, aber Bonames träumt, scheint
zudem eher unwahrscheinlich. Zu einem funktionierenden, attraktiven Wohnungsmarkt in Frankfurt gehört auch der Erhalt und die Vielfalt von Grün- und Erholungsräumen, auch derjenigen, die zur Nahversorgung beitragen.
Jenseits von "Green City" und Sozialromantik gibt es in der Stadtplanung die Fraktoren
Wirtschaft, Bildung, Soziales und Kultur zu berücksichtigen. Alles kann zwar nicht in die eine "Vision", in die eine Planung "Gesamtkonzept Stadt" gepackt werden, und das auch noch harmonisch regional gefasst.
Umso erfrischender sind klare Bekenntnisse der Politik, wie etwa hier, dem jedoch Taten
und Standvermögen folgen müssen.

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Lennart Krummacher

Das böse E-Wort

Wenn Städte wachsen, stoßen sie irgendwann an ihre Grenzen. Die Angst vor Veränderung ist in Deutschland in den letzten Jahrzehnten immer größer geworden. Natürlich ist man bei den großen Kreisreformen in den 70er Jahren auch übers Ziel hinausgeschossen (schönstes Beispiel die Reißbrettstadt "Lahn" als Zusammenschluss von Wetzlar und Gießen, die immerhin knapp drei Jahre existierte), aber die heutigen ritualisierten Angstschreie der Umlandgemeinden, sobald das böse E-Wort fällt, verhindert ein natürliches Wachstum der Großstädte. Das Konzept einer Regionalplanung ist an den Egoismen der Kommunalpolitiker schon lange gescheitert. Politik und Planung aus einem Guss kann nur innerhalb von Stadtgrenzen erfolgen. Hier sind Bund und Land gefordert. Und ein Blick ins nord- oder westeuropäische Ausland kann ja auch manchmal hilfreich sein, wenn man selber nicht mehr weiterweiß...

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Eugen Schmidt

Landwirte - Wo bleibt Euer Protest gegen den weiteren Ausbau des Flughafens ??

Der Ausbau des Flughafens, die ungeheure Steigerung der Flugbewegungen, die neue NW-Landebahn, die zusätzlichen Straßen und Bahnen, all das führt zur großflächingen Vernichtung wertvoller Wohngebiete im Süden Frankfurts, Offenbachs, Neu-Isenburgs und in der weiteren Umgebung. Die von dort fortziehenden Bürger werden sich neue Wohnungen und Häuser suchen in Stadtnähe oder Vordertaunus und damit wird die Vernichtung, das heißt dann so nett "Umwandlung", von landwirtschaftlich wertvollen Flächen in Frankfurt und Umgebung nur noch beschleunigt. Die Landwirte müssen sich dieses Zusammenhangs bewußt werden und deswegen mit uns kämpfen, damit der Flughafen raumverträglich bleibt oder durch Rückbau auf vernünftige Dimensionen wieder wird. Wann sehen wir die ersten Trecker am Montag am Terminal 1. Kommt hinterher nicht mit dem Spruch: "Das es so schlimm wird, das konnte ja keiner ahnen". In Sachsenhausen kämpft schon eine große Gärtnerei mit uns. Wann machen Sie mit?

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Dr. Wolfgang Klein

Eigentlich ist es doch egal, ob die Wohnungen oder Äcker ...

... auf Frankfurter Stadtgebiet liegen oder in Bad Homburg, Oberursel, Eschborn oder Bad Vilbel, nicht wahr? Die zwei bis drei Kilometer dazwischen machen auch nichts aus.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.02.2013 14:07 Uhr
Eugen Schmidt

Egal ist das nicht, im Gegenteil

Es werden ja nicht nur große landwirtschaftlich genutzte Flächen "umgewandelt", und die Ersatzflächen liegen auch nicht 2 bis 3 Kilometer weit weg. Sehen Sie sich doch einmal an welche Flächen in Liederbach, Hattersheim, Bad Soden, schon heute "umgewandelt" werden. Das sind sehr hochwertige Böden, seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt. Es hat ja sicher einen Grund dass oberhalb der Taunushanglagen sehr wenig Weizen und Gemüse angebaut wird.
Zählen Sie einmal dazu dass der Grüngürtel, der Stadtwald zu großen Teilen als Naherholungsgebiete nicht mehr nutzbar sind, dann wird klar dass hier große Mengen an Verkehr erzeugt wird, für den wir dann wieder Autobahnen,Straßen und S-Bahnen bauen müssen.
Und das alles nur damit CONDOR hier dreimal am Tag landen kann und wir auch im Dezember frische Erdbeeren essen können? Ist ja alles schön aber vielleicht ist der Preis doch zu hoch.

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Jahrgang 1961, Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

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