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Provinzflughafen in der Krise : Amazon stellt Frachtflüge nach Kassel ein

  • Aktualisiert am

Verliert Amazon als Frachtkunden: Flughafen Kassel-Calden Bild: dpa

Der Provinzflughafen Kassel kommt aus den unliebsamen Schlagzeilen nicht hinaus. Nach einem Winterflugplan ohne Linienflug sorgt nun Amazon für Ernüchterung.

          DerVersandriese Amazon hat seine Frachtflüge am Kassel Airport gestrichen. Seit Montag starten und landen keine Maschinen für das Unternehmen mehr auf dem nordhessischen Regionalflughafen. Damit habe sich die Zahl der Frachtflüge dort halbiert, bestätigte Flughafensprecherin Natascha Zemmin. Amazon war seit dem Jahr 2015 von Montag bis Freitag einmal täglich geflogen. Nun gibt es noch vier wöchentliche Verbindungen des Transportunternehmens General Logistic Systems (GLS).

          Damit muss der krisengeschüttelte Flughafen erneut einen Rückschlag verkraften. Zu den Gründen äußerte sich Amazon bisher nicht. Die Flüge würden eingestellt, weil sich die Logistik-Konzepte des Kunden geändert hätten, erklärte die Flughafen GmbH Kassel. Luftfracht gehörte 2016 zu den wachsenden Geschäftsfeldern des Airports, die transportierte Menge verzehnfachte sich auf 1862 Tonnen.

          Der neue Airport-Geschäftsführer Lars Ernst zeigte sich trotzdem zuversichtlich: „Die derzeitige Entwicklung bremst unseren Optimismus nicht.“ Die positiven Aussichten im Passagierverkehr und die Vorfreude auf den erfolgreichen Start des Sommerflugsplans überwiege. Am 1. Juli startet der Sommerflugplan mit 13 Verbindungen pro Woche. Aufgrund der großen Nachfrage wird laut dem Airport ein größeres Flugzeug in Kassel stationiert als geplant.

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