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Amazon-Arbeitsbedingungen Bouffier fordert Aufklärung

 ·  Nach einer Fernsehreportage, in der die Leiharbeit beim Internetversandhändler Amazon kritisiert worden ist, fordert der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier Aufklärung. Amazon betreibt auch im osthessischen Bad Hersfeld zwei Logistikzentren.

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© dapd Vergrößern Wegen schlechter Behandlung von Saisonkräften steht der Online Versandhandel „Amazon“ in der Kritik

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat Aufklärung über die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern beim Internet-Versandhändler Amazon gefordert. Die Landesregierung lege Wert auf ordnungsgemäße Arbeitsverhältnisse in Hessen, sagte Bouffier am Samstag nach Angaben der Staatskanzlei. „Die Landesregierung ist hier nicht zuständig, aber wir werden sehr sorgfältig die weitere Entwicklung verfolgen.“ Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) drohte der betroffenen Leiharbeitsfirma mit Lizenzentzug. „Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

In einer ARD-Fernsehreportage waren miserable Lebensbedingungen von Leiharbeitern am Amazon-Standort Bad Hersfeld gezeigt worden. Die Menschen sollen von privaten Sicherheitsdiensten schikaniert worden sein. Bouffier zeigte sich überzeugt, die zuständige Arbeitsagentur werde die Vorwürfe intensiv prüfen. „Wenn Missstände vorliegen, müssen diese aufgeklärt und abgestellt werden“, sagte er.

Der Chef der Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur, Frank Martin, hatte am Freitag erklärt, die geschilderten Lebens- und Arbeitsbedingungen der spanischen Saison-Arbeitskräfte beschädigten das Ansehen Deutschlands zutiefst. Nach Ausstrahlung der ARD-Dokumentation hatten die Oppositionsparteien im hessischen Landtag die Landesregierung mehrfach zum Handeln aufgerufen. 

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16.02.2013, 17:00 Uhr

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