http://www.faz.net/-gzg-76z7z

Amazon-Arbeitsbedingungen : Bouffier fordert Aufklärung

  • Aktualisiert am

Wegen schlechter Behandlung von Saisonkräften steht der Online Versandhandel „Amazon“ in der Kritik Bild: dapd

Nach einer Fernsehreportage, in der die Leiharbeit beim Internetversandhändler Amazon kritisiert worden ist, fordert der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier Aufklärung. Amazon betreibt auch im osthessischen Bad Hersfeld zwei Logistikzentren.

          Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat Aufklärung über die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern beim Internet-Versandhändler Amazon gefordert. Die Landesregierung lege Wert auf ordnungsgemäße Arbeitsverhältnisse in Hessen, sagte Bouffier am Samstag nach Angaben der Staatskanzlei. „Die Landesregierung ist hier nicht zuständig, aber wir werden sehr sorgfältig die weitere Entwicklung verfolgen.“ Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) drohte der betroffenen Leiharbeitsfirma mit Lizenzentzug. „Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

          In einer ARD-Fernsehreportage waren miserable Lebensbedingungen von Leiharbeitern am Amazon-Standort Bad Hersfeld gezeigt worden. Die Menschen sollen von privaten Sicherheitsdiensten schikaniert worden sein. Bouffier zeigte sich überzeugt, die zuständige Arbeitsagentur werde die Vorwürfe intensiv prüfen. „Wenn Missstände vorliegen, müssen diese aufgeklärt und abgestellt werden“, sagte er.

          Der Chef der Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur, Frank Martin, hatte am Freitag erklärt, die geschilderten Lebens- und Arbeitsbedingungen der spanischen Saison-Arbeitskräfte beschädigten das Ansehen Deutschlands zutiefst. Nach Ausstrahlung der ARD-Dokumentation hatten die Oppositionsparteien im hessischen Landtag die Landesregierung mehrfach zum Handeln aufgerufen. 

          Weitere Themen

          Die alte Leier

          Eröffnung der MSC : Die alte Leier

          Wenn sicherheitspolitische Reden wie Gute-Nacht-Geschichten klingen, kann die Weltlage ruhig sein. Im Fall der Eröffnungsrede von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sind die Gründe aber woanders zu suchen.

          Prinz Henrik ist tot Video-Seite öffnen

          Trauer in Dänemark : Prinz Henrik ist tot

          Er war der Mann an der Seite der Königin, jedoch nie ganz glücklich mit seiner Rolle als Prinz und manchmal umstritten im Volk. Nun ist der 83- jährige, der an Demenz litt, verstorben.

          Topmeldungen

          Anklage gegen Russen : Donald Trump und die Wilde 13

          Sonderstaatsanwalt Mueller klagt Russen an, die von langer Hand Wahlmanipulationen geplant haben sollen, und legt deren nicht immer professionelle Methoden offen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.