Wegen massiven Schädlingsbefalls hat ein Bäckereibetrieb im unterfränkischen Alzenau nahe der hessischen Landesgrenze seine Produktion einstellen müssen. Bei einer Routinekontrolle waren Ende Oktober zahlreiche Mängel aufgefallen, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Seitdem ruhe die Produktion, sagte ein Sprecher des Landratsamts Aschaffenburg und bestätigte einen Bericht des Bayerischen Rundfunks.
Die Bäckerei betreibt nach eigenen Angaben zehn Filialen im Raum Alzenau und Hanau und beschäftigt etwa 80 Mitarbeiter. Sie stellt Tiefkühl- und frische Backwaren her.
„Tiere nicht in den Produkten“
Die Geschäftsführung der Bäckerei versicherte, dass es „aktuell keine Gesundheitsgefahren für den Verbraucher gibt und die Produktion keinen Schädlingsbefall aufweist“. Sie arbeite mit einer professionellen Schädlingsbekämpfungsfirma zusammen und habe Maßnahmen ergriffen, „um einem Schädlingsbefall künftig auch dauerhaft entgegenzuwirken“. Das Unternehmen will die Produktion in der kommenden Woche wieder aufnehmen.
Dem Sprecher des Landratsamts zufolge fanden die Kontrolleure Schaben, Kornkäfer, Mehlwürmer und Maden in der Bäckerei. „Meines Wissens nach waren die Tiere nicht in den Produkten, deshalb gab es auch keinen Rückruf.“ Beanstandet wurden zudem stark verschmutzte Maschinen, Böden, Wände und Ausrüstungen.
Alles muss tipptopp sein
Die Bäckerei sei wegen Hygienemängeln in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aufgefallen. Deshalb habe die Behörde diesmal auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Betrieb werde erst wieder freigegeben, wenn die Inspektoren nach ihrer Kontrolle grünes Licht geben: „Dann muss aber wirklich alles tipptopp sein.“
Phänomenal...
günter ganivet (F451)
- 22.11.2012, 19:43 Uhr