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Veröffentlicht: 25.02.2013, 23:23 Uhr

Altes Manroland-Gelände ABG Frankfurt baut in Offenbach Sozialwohnungen

Auf dem ehemaligen Manroland-Areal in Offenbach entstehen 168 Wohnungen im unteren und mittleren Preisniveau. Die Mieter sollen Ende 2015 einziehen. Bauherr ist die Frankfurter ABG.

© Sick, Cornelia Der größte Teil der alten Manroland-Halle in Offenbach muss weichen, um Wohnungen bauen zu können

Die ABG Frankfurt Holding will in Offenbach 168 Wohnungen bauen und 37 Millionen Euro investieren. Die Wohnungen sollen am früheren Stammsitz des Druckmaschinenherstellers Manroland an der Christian-Pleß-Straße errichtet werden. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann und sein Offenbacher Kollege Horst Schneider (beide SPD) stellten gemeinsam das Projekt in der einstigen MAN-Roland-Montagehalle vor. Diese Halle soll wegen des Bauprojekts und der Herrichtung einer Grünanlage abgerissen werden.

Anton Jakob Weinberger Folgen:

Feldmann bezeichnete es als „normal“, dass die Nachbarstädte zusammenarbeiteten. Nach dem Bauprojekt im ehemaligen Offenbacher Hafen, wo auf der Hafeninsel 178 Wohnungen entstünden, sei dies das zweite Wohnbauvorhaben, das beide Städte verwirklichten. Frankfurt wolle mit den Nachbarkommunen zusammenarbeiten, um der Wohnungsnot, von der man nicht nur selbst betroffen sei, entgegenzuwirken. Dabei gehe es darum, Unterkünfte im unteren und mittleren Preissegment anzubieten. Frankfurt und Offenbach setzten ein Zeichen gegen die Wohnungsnot in der Region und für die Zusammenarbeit der Kommunen.

Größter Fabrik-Teil muss weichen

Schneider sagte, er sehe zwar mit einem „weinenden Auge“, dass der größte Teil der Fabrikgebäude abgerissen werden müsse. An diesem Ort habe über Generationen hochwertiger Maschinenbau stattgefunden. Jetzt müsse Stadtreparatur betrieben werden. Ein Drittel des Fabrikareals solle dem Einzelhandel vorbehalten sein, ein weiteres Drittel dem Wohnen. Außerdem würden eine große Grünfläche angelegt und eine Kindertagesstätte errichtet. Dieses Wohnungsbauprojekt sei ein Beispiel, wie die beiden Kernstädte gemeinsam die Region entwickeln könnten.

Frank Junker, Geschäftsführer der kommunalen ABG Frankfurt Holding, bezeichnete das Bauvorhaben als das erste interkommunale Projekt im geförderten Wohnungsbau, an dem sich das Land beteilige. So würden 118 Wohnungen frei finanziert und 50 mit Mitteln des Landes errichtet. Hiervon entstünden 32 Wohnungen in der Verantwortung Frankfurts. Für 18 Wohnungen sei Offenbach zuständig. Die Belegung der Wohnungen liege bei der ABG - in Absprache mit der Stadt Offenbach. Laut Junker soll der Abriss der Gebäude, darunter der Montagehalle, im Mai beginnen. Abbruch und Beseitigung des verseuchten Erdbodens dauerten etwa 15 Monate. Für beides sei MAN zuständig.

Wohnraum im niedrigen und mittleren Preissegment

Zum Konzern gehörte früher die im November 2011 in die Insolvenz gegangene Manroland Druckmaschinen AG. Im Sommer 2014 soll laut Junker mit dem Bau der Wohnhäuser begonnen werden. Ende 2015 könnten die Mieter einziehen.

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Junker sagte, es sei gewährleistet, dass in dem Quartier die „soziale Mischung“ stimme. Anders als Kritiker behaupteten, gehe es nicht darum, in Offenbach Wohnungen für Frankfurter Sozialhilfeempfänger zu errichten, sondern Wohnraum im niedrigen und mittleren Preissegment anzubieten. Bei den freifinanzierten Bauten werde der Quadratmeterpreis neun Euro betragen. Der Abstand zu Frankfurt, wo elf oder zwölf Euro gefordert würden, sei deutlich. Für geförderte Wohnungen betrage der Preis 5,20 Euro. Angeboten werden Ein- bis Fünf-Zimmer-Unterkünfte, die zwischen 43 und 120 Quadratmetern groß sind. Die größten der geförderten Bleiben bieten laut Junker 102 Quadratmeter Wohnfläche.

Quelle: F.A.Z.

 

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