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„Aida Night“ in Frankfurt : Musikalischer Qualitätsgarant

  • -Aktualisiert am

Am 22. Dezember stehen bei sie bei der „Aida Night Of The Proms“ gemeinsam auf der Bühne: Sängerin Anastacia und Mick Hucknall, Sänger der britischen Band Simply Red. Bild: dapd

Klassik trifft auf Pop. Das ist das Konzept der „Aida Night Of the Proms“. Am 22. Dezember präsentieren sich Künstler aus aller Welt in der Festhalle Frankfurt.

          Seit 1994 alljährlich zur Weihnachtszeit beschert das Konzept „E- trifft auf U-Musik“ bundesweit Besucherrekorde. Am ersten von drei Abenden in der ausverkauften Frankfurter Festhalle bewährt sich das überlegt geschnürte Paket, Größen aus Rock, Pop und Soul mit Symphonikern zu paaren, ein weiteres Mal. Einziger Wermutstropfen: Fine Fleur, vielköpfiger Chor, der 1985 vom Start an in Belgien mit dabei war, bleibt ausgespart. Zurückgeschraubt wurde auch der klassische Anteil: Beethovens „Fünfte“ und Bachs „Toccata und Fuge“ fungieren als Glanzlichter.

          Naturally 7, amerikanisches Vokalseptett, das Musikinstrumente mit den Stimmbändern imitiert, bestreitet den Auftakt mit Phil Collins’ „In The Air Tonight“. Auf gigantischem Bildschirm projizieren sich parallel sieben singende Münder auf dunklem Untergrund - ein Hauch Dekadenz à la „Rocky Horror Picture Show“. Fünf weitere Male, davon zweimal im Duett und einmal in einer Potpourri-Schlacht mit Groslots Musikern, reißen die virtuosen Afroamerikaner das Publikum zu Begeisterungstürmen hin. Unter gewohnter Leitung von Robert Groslot, der zum 800.Mal die „Night Of The Proms“ dirigiert, setzt das Orchester Il Novecento Kontraste mit Franz von Suppés Ouvertüre „Die schöne Galathée“ und der Themenmelodie von Sergio Leones Westernklassiker „The Good, The Bad And The Ugly“.

          Sängerin Anastacia tritt auf

          Auf Augenhöhe mit den E-Vertretern befinden sich auch die einzigen deutschen Teilnehmer: Die Indie-Rock-Formation Jupiter Jones geriert sich zur handfesten Überraschung: Frontmann Nicholas Müller brilliert in den poetischen Hymnen „Nordpol - Südpol“, „Still“ und „Immer für immer“ als Vokalist mit gehöriger Portion Soul-Authentizität. Nicht vorstellen muss sich die amerikanische Rockröhre Anastacia. Mit Hits wie „Left Outside Alone“ und „I’m Outta Love“ bringt sie kollektive Emotionen in Wallung.

          Wie in jedem Jahr präsentiert der musikalische Direktor John Miles seinen Evergreen „Music“. Gefolgt von „Angel“, das der britische Pop-Veteran seinem am Katzenschrei-Syndrom erkrankten Enkel widmet. Im Duett mit Anastacia liefert Miles dann die Schmuseballade „I Belong To You“. Leichtes Spiel mit dem Publikum hat der rotgelockte Sonnenbrillenträger Mick Hucknall. Mr.Simply Red erntet frenetischen Jubel mit „Holding Back The Years“, „Stars“, „If You Don’t Know Me By Now“ und „Something Got Me Started“. Im Gespann mit Naturally 7 serviert der 52 Jahre alte Brite den Soul-Klassiker „That’s How Strong My Love Is“. Beim hymnischen Finale mit „Hey Jude“ von den Beatles kommen alle Solisten noch einmal zum Zuge.

          „Aida Night Of The Proms“ am 22. Dezember, 20 Uhr, Festhalle Frankfurt

          Quelle: F.A.Z.

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